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04.07.2003 – 16:00

Deutsche AIDS-Stiftung

AIDS-Brennpunkt Osteuropa
Deutsche AIDS-Stiftung weitet ihre Hilfen aus

    Sperrfrist: 6.7.2003, 0.15 Uhr

    Bonn (ots)

    Mehr als 75 Prozent aller HIV-infizierten in Osteuropa sind jünger als 30 Jahre. Das gab der Präsident des Robert- Koch-Instituts Berlin, Reinhard Kurth, auf der Jahrestagung der Deutschen AIDS-Stiftung bekannt. Der Anteil der jungen Infizierten sei damit mehr als doppelt so hoch wie in Westeuropa.

    Nach nur vier Jahren ist laut Unaids die Zahl der HIV-Infizierten in Osteuropa und Zentralasien auf 1,2 Millionen angestiegen. In ganz Westeuropa haben sich seit den Anfangen der Epidemie in den frühen 80er Jahren dagegen weniger als die Hälfte infiziert.

    "Die Ausbreitung von HIV hat Mitte der 90ziger Jahre in der Ukraine und Weißrussland begonnen", berichtete Kurth. Sie dehnte sich dann weiter nach Norden und Osten aus. Mittlerweile seien auch die zentralasiatischen und Kaukasusrepubliken von der Epidemie betroffen.

    Die Deutsche AIDS-Stiftung hat ihre Hilfen im Ausland auf Osteuropa ausgeweitet. So unterstützt sie gemeinsam mit dem Diakonischen Werk Hamburg eine lokale Initiative in St. Petersburg. "Innovation e.V." engagiert sich für die Modernisierung und den Ausbau des Kinderkrankenhauses Nr. 3. Dort finden Neugeborene, die von ihren HIV-infizierten oder aidskranken Eltern nach der Geburt verlassen wurden. Bis zu 240 Jungen und Mädchen sollen im Krankenhaus für ein Jahr bleiben können, bevor sie in das derzeit noch überfüllte Kinderheim wechseln.

    Die Deutsche AIDS-Stiftung hat für Sonntag und Montag in Bonn erstmals zu einer Jahrestagung eingeladen. Teilnehmer aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und aus dem Stiftungsumfeld informieren sich an beiden Tagen über die Arbeit und Hilfen der Stiftung. Experten aus Forschung und Wissenschaft berichten über aktuelle Trends.

    Aus den Zahlen von UNAIDS (www.unaids.org; Stand: Ende 2002) geht hervor, dass weltweit etwa 42 Millionen Menschen mit HIV und AIDS leben. 3,1 Millionen Menschen starben weltweit allein im Jahr 2002 an AIDS.


ots Originaltext: Deutsche AIDS-Stiftung
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

Für weitere Informationen:
Andrea Dahmen
Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 02 28 / 60 46 933
6./7.7.2003: 0171/8994044 (Dr. Volker Mertens, Andrea Dahmen)

Original-Content von: Deutsche AIDS-Stiftung, übermittelt durch news aktuell

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