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Rückenwind: Erfolgsaussichten für Widerspruch gegen Gaspreiserhöhung steigen

    Wetzlar (ots) -

    Als die deutschen Energieversorger Ende letzten Jahres die erste Gaspreiserhöhungsrunde ankündigten, hätten sie sich wahrscheinlich nicht träumen lassen, dass ein pfiffiger Rechtsanwalt und ein paar unerschütterliche Verbraucherschützer einen derartigen Widerstand dagegen organisieren können, dass sie ein Gericht zur Offenlegung ihrer Preiskalkulation auffordern würde. Aber genau das ist gestern - ein knappes Jahr und drei weitere Preiserhöhungen später - in Hamburg passiert.

    "Die 52 Verbraucher, die sich gegen die mehrfache Erhöhung der Gaspreise ihres Versorgers E.ON Hanse gewehrt haben, wurden gestern vom Hamburger Landgericht für ihren Mut belohnt", kommentierte Annika Krisp vom Energieportal www.strom-magazin.de. Sie ist überzeugt davon, dass dadurch deutschlandweit Verbraucher ermutigt werden, den - auch zum Oktober und November angekündigten Gaspreiserhöhungen ihrer Versorger - zu widersprechen. "Nahezu alle deutschen Verbraucherzentralen empfehlen mittlerweile, die Preiserhöhungen nicht kommentarlos hinzunehmen", so Krisp weiter. Wichtig ist laut Krisp dabei, sich auf § 315 BGB zu beziehen und die Preiserhöhungen als "unbillig" abzulehnen. "Das hört sich kompliziert an, ist aber ganz einfach. Denn u.a. auf http://anbieterwechsel.strom-magazin.de gibt es dafür wasserdichte Musterschreiben zum Download."

    Wie es in Hamburg weitergeht, ist für die Energieexpertin aus Wetzlar ganz klar: "E.ON Hanse wird die Offenlegung der Preiskalkulation verweigern und dies damit begründen, sich nicht schutzlos der Konkurrenz ausliefern zu können." Bei einem vergleichbaren Verfahren im April in Heilbronn wurde die Gaspreispreiserhöhung daraufhin für unwirksam erklärt.

  "Die Chancen für Verbraucher, sich erfolgreich gegen hohe Energiepreise zu wehren, sind derzeit so gut wie nie. Sie müssen nur selbst aktiv werden", fasst Krisp die aktuelle Entwicklung zusammen. Alle dafür nötigen Informationen gibt es von den Verbraucherverbänden oder unter www.strom-magazin.de.

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