VITA 34

2. Internationales Stammzellen-Symposium in Wien
Stammzellen aus Nabelschnurblut - Chancen für die Medizin von morgen

    Wien (ots) - Kaum ein medizinisches Thema wird derzeit heißer und kontroverser diskutiert, als die Stammzellenforschung. Der therapeutische Einsatz dieser Zellen bei verschiedenen Erkrankungen, die Zukunftschancen, aber auch die ethischen und rechtlichen Probleme werden derzeit am 1. und 2. Februar 2002 beim 2. internationalen Stammzellen-Symposium in Wien vorgestellt. Veranstalter ist - unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Johannes C. Huber - die International Society for the Research on Cord Blood Sampling and Stem Cell Therapies.          Wissenschaftler aus verschiedenen Ländern diskutieren derzeit in Wien über den aktuellen Stand der Stammzellenforschung. Themenschwerpunkt ist dabei die Stammzelle aus Nabelschnurblut, die als ethisch unbedenkliche Alternative zu embryonalen Stammzellen bei der Behandlung verschiedener schwerer Erkrankungen zunehmend an Bedeutung gewinnt.          Stammzell-Transplantationen werden bereits seit Jahren erfolgreich durchgeführt. Dafür wurden bisher meist Stammzellen aus dem Knochenmark verwendet. Erst seit kurzem greift man auf Zellen aus dem Nabelschnurblut zurück. Sie besitzen entscheidende Vorteile: Sie sind schnell und ohne Risiko zu gewinnen, stehen bei Bedarf sofort zur Verfügung, sind frei von Krebszellen und enthalten signifikant weniger Viren. Außerdem fallen bei einer Fremdspende Abstoßungsreaktionen deutlich schwächer aus.          Doch der Einsatz von Stammzellen in der Medizin geht noch weiter. Dr. Eberhard F. Lampeter, Medizinischer Geschäftsführer des deutschen Biotechnologie-Unternehmens VITA 34, berichtet u. a. von einem Forschungsprojekt, bei dem es um die Differenzierung von Stammzellen aus Nabelschnurblut zu neuronalen Zellen geht. Lampeter: "Eine Einsatzmöglichkeit wäre die Therapie von frühkindlichen Hirnschäden."

    
    Darüber hinaus enthält Nabelschnurblut Vorläuferzellen für
verschiedene Körpergewebe, die für Gewebetechniken (tissue
engineering) verwendet werden könnten. Dieses Potential des
Nabelschnurblutes wird derzeit weltweit erforscht. Dabei kooperieren
Universitäten immer häufiger mit kommerziellen Unternehmen.
    
    Damit Patienten von diesen Therapieansätzen profitieren können,
muss das Blut gleich nach der Geburt entnommen werden. Das Verfahren
ist für Mutter und Kind völlig risikolos. Bei einer Blutbank wie VITA
34, (www.nabelschnurblut.de) die 1997 als erstes Unternehmen zur
individuellen Einlagerung von Nabelschnurblut in Europa gegründet
wurde, wird das Nabelschnurblut anschließend aufbereitet und
eingelagert. Diese Stammzellen sind praktisch ein Leben lang haltbar
und stehen bei Bedarf sofort zur Verfügung.
    
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International Society for the Research on Cord Blood Sampling an Stem
Cell Therapies:
http://www.menopausekongress.at/cordbloodsampling.htm
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