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Dresdner Bank und KfW Mittelstandsbank schließen synthetische Verbriefungstransaktion ab
Erstmals Einschaltung einer deutschen Zweckgesellschaft "PROMISE K 2006-1 GmbH"

    Frankfurt/Main (ots) - Die Dresdner Bank und die KfW Mittelstandsbank, eine Marke der KfW Bankengruppe, schließen die zweite gemeinsame Verbriefungstransaktion im Rahmen der Verbriefungsplattform PROMISE ab. Erstmals wurde dabei auch für eine synthetische Transaktion eine Zweckgesellschaft mit Sitz in Deutschland unter Verwendung der TSI-Stiftungsstruktur genutzt.

    Mit der Umsetzung der Gewerbesteuerbefreiung für Zweckgesellschaften im Rahmen von Verbriefungen von Bankdarlehen wurde zuvor der rechtliche Rahmen geschaffen, um in Deutschland Zweckgesellschaften für entsprechende ABS-Transaktionen anzusiedeln; davor war die Einrichtung von Zweckgesellschaften nach deutschem Recht aufgrund der hiesigen Steuergesetzgebung im Vergleich zu ausländischen Modellen finanziell nachteilig. Seither wurden bereits mehrere solcher Zweckgesellschaften in Deutschland für True Sale-Transaktionen eingesetzt. Der Einsatz einer deutschen GmbH als Zweckgesellschaft bei synthetischen Verbriefungen ist ein weiterer Schritt zur Stärkung des Finanzplatzes Deutschland.

    Im Rahmen von "PROMISE K 2006-1" werden Kredite an mittelständische Unternehmen verbrieft. Das Portfolio mit einem Volumen von 2,1 Mrd. EUR besteht aus 3.541 Darlehen, die die Dresdner Bank an insgesamt 1.880 Mittelständler ausgereicht hat. Die längste Laufzeit der Einzeldarlehen beträgt 5 Jahre. Die durchschnittliche Kreditgröße liegt bei rd. 0,6 Mio. EUR. Die Transaktion wurde von der Dresdner Bank arrangiert und platziert.

    Bei der Verbriefung übernimmt die KfW in ihrer Rolle als Intermediär das Ausfallrisiko der zugrunde liegenden Kreditportfolien der Dresdner Bank. Gleichzeitig wird dieses Risiko am internationalen Kapital- und Swapmarkt ausplatziert. Über den größten Teil, ca. 1,8 Mrd. EUR, schließt die KfW einen Super Senior Swap mit einer OECD-Bank ab. Weitere ca. 0,27 Mrd. EUR werden in Form von Credit Linked Notes (CLNs) unter Einschaltung einer Zweckgesellschaft (PROMISE K 2006-1 GmbH) abgesichert. Die Analyse und Bewertung der am Kapitalmarkt emittierten CLNs erfolgte durch die beiden Ratingagenturen Moody's und Fitch. Die Preise der einzelnen Tranchen wurden am 15. Februar 2006 festgelegt.

    ** Die vollständige Presseerklärung mit der tabellarischen Übersicht finden Sie auf unserer Hompage unter www.kfw.de.

    Mit dieser Transaktion entlastet die Dresdner Bank ihr regulatorisches Eigenkapital. Damit setzt die Dresdner Bank konsequent ihr Konzept fort, ihr Kreditportfolio in Bezug auf das Bestandsgeschäft und auf das Neugeschäft aktiv zu managen. Gleichzeitig verschafft sich die Dresdner Bank damit die Möglichkeit, neue Mittelstandskredite nach positiver Kreditprüfung vergeben zu können.

    Die KfW Bankengruppe gibt weltweit Impulse für Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Durch die Vergabe langfristiger, zinsgünstiger Darlehen fördert die KfW Bankengruppe unter anderem die mittelständische Wirtschaft und Existenzgründer. Mit ihren Verbriefungsplattformen bietet die KfW den Banken die Möglichkeit, Kreditrisiken über eine hochstandardisierte Plattform zu verbriefen. Durch die damit verbundene Eigenkapitalentlastung erhalten die Banken neuen Spielraum für die Vergabe von Darlehen. Die beiden Verbriefungsplattformen der KfW für Mittelstandskredite (PROMISE) und Wohnungsbaukredite (PROVIDE) wurden in den Jahren 2000 und 2001 eingerichtet. Darüber hinaus fördert die Bank Innovationen und den Markt für Beteiligungskapital und unterstützt den Umweltschutz und den Ausbau der kommunalen Infrastruktur. Die Rolle der KfW Bankengruppe beschränkt sich nicht nur auf die Finanzierung von Investitionen in Deutschland. Die Bank engagiert sich ebenso in den Bereichen Export- und Projektfinanzierung, Förderung von Entwicklungsländern sowie Beratung und andere Dienstleistungen.

Für Rückfragen: Nathalie Drücke, Tel: 069 7431-2098, E-Mail: nathalie.druecke@kfw.de

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