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10.02.2003 – 10:43

KfW

Neuheit: "MittelstandsMonitor - Jährlicher Bericht zu Konjunktur- und Strukturfragen kleiner und mittlerer Unternehmen" heute veröffentlicht!

Ein Dokument

      - Querverweis: Ein Originaldokument "MittelstandsMonitor" liegt
in der digitalen Pressemappe zum Download vor und ist abrufbar unter
http://www.presseportal.de/galerie.htx?type=dok    

    Frankfurt (ots)


    
    Exklusive Mittelstandskompetenz erstmals in gebündelter Form
    
    In Deutschland zählen mehr als 99 % aller Unternehmen zum
Mittelstand. Sie sorgen in ihrer Vielfalt für wirtschaftliche
Stabilität, erleichtern den Strukturwandel, begünstigen Innovationen
und tragen so zu mehr Wachstum und Wohlstand bei. Trotz der enormen
volkswirtschaftlichen Bedeutung, die kleinen und mittleren
Unternehmen zurecht immer wieder beigemessen wird, ist deren
wirtschaftliche Lage in den amtlichen Statistiken nicht erkennbar.
Und eine wissenschaftlich untermauerte, regelmäßige Publikation
speziell zu Mittelstandsfragen suchte man in der breiten Palette der
etablierten gesamtwirtschaftlichen Analysen und Gutachten bislang
vergebens.
    
    Deshalb haben sich die DtA, das IfM Bonn, der Verband der Vereine
Creditreform sowie das ZEW einer Initiative der KfW-Bankengruppe
angeschlossen, um - als "die" mittelstandskompetenten Institutionen
in Deutschland - von nun an einmal jährlich einen gemeinsamen Bericht
zu Konjunktur- und Strukturfragen kleiner und mittlerer Unternehmen
herauszugeben: den "MittelstandsMonitor". KfW und DtA kooperieren
dabei im Rahmen der Förderinitiative "Mittelstandsbank". Kernidee ist
es, neue Erkenntnisse im engen Expertenkreis abzugleichen, um sie
anschließend der Öffentlichkeit in gebündelter Form zu präsentieren.
Die exklusiven, sich gegenseitig ergänzenden Datenbestände der
Partner sichern dem "MittelstandsMonitor" eine umfassende empirische
Basis.
    
    Die Einschätzung der konjunkturellen Lage kleiner und mittlerer
Unternehmen sowie des Gründungs- und Liquiditätsgeschehens sind
regelmäßiger Bestandteil des "MittelstandsMonitors". Er wird um
weitere mittelstandsspezifische Schwerpunktthemen ergänzt. Die heute
veröffentlichte Erstausgabe widmet sich den beiden Themen
"Mittelstandsfinanzierung im Umbruch" sowie "Innovationen -
Herausforderung für den Mittelstand".
    
    Die Ergebnisse des "MittelstandsMonitors 2003" im Überblick:
    
    - Kapitel 1: Die konjunkturelle Lage kleiner und mittlerer
Unternehmen. Vor dem Hintergrund des global wie national wenig
dynamischen gesamtwirtschaftlichen Umfeldes verlor die
Mittelstandskonjunktur in den zurückliegenden drei Jahren zunehmend
an Tempo. Im Westen Deutschlands kam es zu einem kräftigen Abschwung,
während sich die neuen Länder auf niedrigem Niveau relativ stabil
zeigten. Für das laufende Jahr erwarten die beteiligten Institute
eine Stabilisierung der Mittelstandskonjunktur.
    
    - Kapitel 2: Unternehmensfluktuation - eine Quelle für
Wirtschaftsdynamik. Neue Unternehmen leisten einen wichtigen Beitrag
zur Wettbewerbsfähigkeit und technogischen Erneuerung. Seit 1999
gehen die Gründungszahlen zurück. Wesentliche Ursache hierfür ist das
ungünstige konjunkturelle Umfeld. Der Saldo aus Gründungen und
Liquidationen ist zwar noch positiv, hat sich aber deutlich
verringert. Der Unternehmensbestand wächst damit nicht mehr so stark
wie in den 90er Jahren. Die Zahl der Gründungen in High-tech-
Branchen ist trotz der gedämpften Konjunktur und einer Krise in der
Querschnittsbranche Informations- und Kommunikationstechnologien aber
immer noch fast genau so hoch wie Mitte der 90er Jahre.
    
    - Kapitel 3: Mittelstandsfinanzierung im Umbruch. Deutsche
Mittelständler haben aus historischen Gründen eine relativ niedrige
Eigenkapitalquote. Im Gefolge des Strukturwandels auf den
Finanzmärkten und im Bankensektor steht der Mittelstand jedoch vor
weitreichenden Veränderungen seiner Finanzierungsstruktur: Er wird um
eine Verbesserung seiner Eigenkapitalausstattung nicht umhin kommen.
Der klassische Bankkredit wird neben der Innenfinanzierung weiterhin
das wichtigste Finanzierungsinstrument bleiben - wobei moderne
Rating-Verfahren eine dem jeweiligen Kreditrisiko angemessene
Zinsmarge ermöglichen werden. Von den Mittelständlern selbst sind
mehr Offenheit sowie Transparenz gegenüber den Kreditinstituten
gefragt. Der Wandel auf den Finanzmärkten erfordert zudem neue
Förderkonzepte wie Verbriefungen und Globaldarlehen, welche die
etablierten Instrumente wie zinsgünstige Programmkredite und
Eigenkapitalfinanzierungen ergänzen.
    
    - Kapitel 4: Innovationen - Herausforderung für den Mittelstand.
Die Innovationsaktivitäten der deutschen Wirtschaft konzentrieren
sich im internationalen Vergleich überdurchschnittlich stark auf das
verarbeitende Gewerbe. Allein auf den Automobilbau entfällt rund ein
Viertel aller FuE-Aufwendungen in Deutschland. Diese Schieflage macht
deutlich, dass der Mittelstand seine Innovationsanstrengungen
verstärken muss. Mehr Innovationsaktivitäten des Mittelstands sind
aber nur zu erwarten, wenn zuvor insbesondere die kleinen Unternehmen
betreffenden Innovationshemmnisse abgeschwächt werden. Diese sind u.
a. die unzureichenden Möglichkeiten der Fremdfinanzierung, das
fehlende Eigenkapital sowie die mangelhafte Absorptionsfähigkeit für
externes Know-how. Der Abbau dieser Innovationshemmnisse und die in
Folge bessere Erschließung des Innovationspotenzials von kleinen und
mittleren Unternehmen ist eine zentrale strukturpolitische Aufgabe.
    
    Der "MittelstandsMonitor 2003" ist ab sofort auf folgenden
Internet- Seiten abrufbar:
    
    www.creditreform.de
    www.ifm-bonn.org
    www.zew.de
    www.dta.de
    www.mittelstandsbank.de
    www.kfw.de
    
    
ots Originaltext: KfW
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de


Pressekontakt:

Für Rückfragen:
Sonja Contzen
Telefon: 069 7431-4306
E-Mail: sonja.contzen@kfw.de

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