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28.01.2003 – 10:22

KfW

KfW: Ein Jahr Wiederaufbau in Afghanistan
Erste Erfolge sind sichtbar, aber langer Weg steht bevor

    Frankfurt am Main (ots)

Im Januar vor einem Jahr - unmittelbar
nachdem Hamid Karsai im Dezember als Übergangspräsident einberufen
wurde, nahm die KfW in Kabul die Arbeit auf. Im Auftrag der
Bundesregierung wurden vor Ort Büroräume angemietet und erste
Gespräche über die dringlichsten Aufgaben mit Regierungsvertretern
geführt. "Unser Ziel in den ersten Tagen in Kabul war es, die
Rahmenbedingungen zu klären, um dann mit der eigentlichen
Projektarbeit beginnen zu können", sagt Vorstandsmitglied Wolfgang
Kroh. "Die Menschen sollten schnellst möglich merken, dass sich ihre
Lebensumstände verbessern."
    
    Schon Mitte Februar konnten die ersten Schulen, die die KfW mit
Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und
Entwicklung (BMZ) errichten und sanieren ließ, eingeweiht werden; für
viele Mädchen und Jungen war dies ein wichtiger Schritt zurück zur
Normalität. Auch die ersten Straßenlaternen wurden bereits im Februar
nach Kabul geliefert und installiert: Straßen waren so bei Dunkelheit
wieder erleuchtet und tragen seitdem zur Sicherheit in Kabul bei.
    
    Insgesamt finanziert die KfW derzeit aus Mitteln des BMZ in
Afghanistan Projekte in Höhe von 70 Mio EUR. Allein im vergangenen
Jahr konnten davon ca. 20 Mio EUR ausgezahlt werden.
    
    Ein Schwerpunkt der Zusammenarbeit liegt im Bereich Trinkwasser-
und Energieversorgung. Nur 23 % der Bevölkerung haben bisher Zugang
zu sicherem Trinkwasser und nur 6 % der Bevölkerung Zugang zu
Energieversorgung. Auch für den wirtschaftlichen Wiederaufbau des
Landes spielen diese beiden Sektoren eine Schlüsselrolle; Unternehmer
benötigen beides - Wasser und Strom - für ihre Produktion. Im
Bildungssektor konnten bisher 26 Schulen wieder aufgebaut werden.
60.000 Kinder werden nun täglich in verschiedenen Schichten
unterrichtet. Auch im Gesundheitssektor ist die KfW aktiv: 13
Gesundheitsstationen und Kliniken wurden wieder aufgebaut und
ausgerüstet, wodurch die medizinische Versorgung von ca. 4.500
Patienten pro Tag gesichert werden kann. Im Verkehrssektor konnten
bisher 47 km Straße ausgebessert werden.
    
    "Wir haben in einem Jahr viel erreicht, aber nach 23 Jahren Krieg
und Bürgerkrieg liegt noch ein langer Weg vor uns, bis die
Grundbedürfnisse der Bevölkerung auch nur annähernd gedeckt werden
können", sagt Wolfgang Kroh. Bisher sind die Projekte der KfW wegen
der problematischen Sicherheitslage in vielen Regionen des Landes auf
die Städte Kabul und Herat beschränkt.
    
    Neben sauberem Trinkwasser und einer ausreichenden
Gesundheitsversorgung muss auch die wirtschaftliche Entwicklung des
Landes intensiv gefördert werden. Denn nur durch unternehmerische
Tätigkeit können Arbeitsplätze entstehen und so die Armut besiegt
werden. "Unternehmer benötigen unbedingt eine funktionierende
Infrastruktur, damit ihre Produktion ohne Zwischenfälle gesichert ist
und sie ihre Produkte auf den Markt bringen können", sagt Wolfgang
Kroh. Die KfW wird deshalb auch im laufenden Jahr das Land bei der
Verbesserung der wirtschaftlichen Infrastruktur unterstützen, z. B.
durch die Rehabilitierung des Stromnetzes oder durch die Sanierung
weiterer Straßen.
    
    Außer im Auftrag der Bundesregierung ist die KfW in Afghanistan
auch als Mandatar für die EU tätig: Im vergangenen Dezember erhielt
sie den Auftrag, die Stromversorgung in Kabul mit 9 Mio EUR zu
rehabilitieren.
    
ots Originaltext: KfW
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

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Für Rückfragen: Sonja Contzen
Telefon: 069 7431-4306
E-Mail: sonja.contzen@kfw.de

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