KfW

Endgueltige Entsorgung des DDR-Papiergeldes

    Frankfurt/Main (ots) -

    KfW beendet endgültige Entsorgung des DDR-Papiergelds

    Letzter Container mit Ost-Mark an Müllverbrennungsanlage
    angeliefert
    
    Die KfW hat heute die endgültige Entsorgung der in der
Untertageanlage Halberstadt eingelagerten DDR-Geldscheine
abgeschlossen. Der letzte von insgesamt 298 mit DDR-Papiergeld
gefüllten Containern ist am Vormittag an der Müllverbrennungsanlage
BKB Buschhaus angeliefert worden. Seit Anfang April wurden rund
3.000 Tonnen DDR-Mark aus der unterirdischen Lagerstätte in
Sachsen-Anhalt herausgeholt und per Lkw zur Müllverbrennung
transportiert.
    
    Das gesamte Papiergeld der DDR war im Zuge der Währungsunion von
der Staatsbank der DDR (später: Staatsbank Berlin) in den Jahren 1990
und 1991 der Untertageanlage Halberstadt eingelagert worden. Dort
sollten die Scheine in zwei Sandsteinstollen hinter 2 Meter dicken
Betonmauern zügig verrotten. Durch die Fusion mit der Staatsbank 1994
wurde die KfW Rechtsnachfolgerin der Staatsbank und damit
Eigentümerin des eingelagerten Geldes.
    
    Im Juli 2001 hatte sich nach einem Einbruch im Stollen erstmals
herausgestellt, dass das DDR-Geld entgegen den Erwartungen noch nicht
vollständig zersetzt war. Für die KfW war diese Feststellung Anlass,
die endgültige Entsorgung der Scheine zu starten. "Wir wollten den
Mythos eines vergrabenen Schatzes zerstören", begründet
KfW-Sicherheitschef Gerd Kugler die Aktion. Nach Auslagerung und
Verbrennung des Geldes gibt es nun keinen Anziehungspunkt mehr, der
Menschen zu einem illegalen und gefährlichen Eindringen in die
Untertageanlage reizen könnte.
    
    Ende März 2002 hat die KfW vor Ort in der Untertageanlage
Halberstadt mit der endgültigen Entsorgung des DDR-Geldes begonnen.
Nach dem Aufbruch der Stollenabschlusswände wurde das mit Sand und
Kies vermischte Geld per Radlader aus den insgesamt 300 Meter langen
Stollen befördert. Unter Tage wurden dann in einem Trommelsieb die
Scheine von Sand und Kies gereinigt und in Container à 33 Kubikmeter
Fassungsvermögen gefüllt. Seit Anfang April rollten pro Tag
durchschnittlich sechs dieser Container zur Müllverbrennungsanlage
BKB Buschhaus. Dort wurde das Geld mit Hausmüll vermischt und
verbrannt.
    
    
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