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Mittelstandskonjunktur 2001/Q3: gegen den Strom - Geringere Exportabhängigkeit gegenwärtig von Vorteil

Dem Indikator liegen Angaben KfW-geförderter Unternehmen über ihr zentrales Investitionsmotiv zu Grunde. Ein zunehmender Anteil von Unternehmen, die Geschäftsausweitungen planen, wird, ebenso wie ein rückläufiger Rationalisiereranteil, als positives Konjunktursignal gewertet. Die Antworten werden mit dem... mehr

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    Frankfurt am Main (ots) - Die labile Lage der Weltwirtschaft konnte die kleinen und mittleren Unternehmen mit einem Jahresumsatz bis zu 50 Mio EURO bislang nicht nennenswert erschüttern. Eher im Gegenteil: im 3. Vierteljahr machte der KfW-Indikator Mittelstandskonjunktur mit einem Zuwachs von 0,5 Indexpunkten die leichten Verluste der Vorperiode wieder wett und notiert nun, wie schon im 1. Quartal des laufenden Jahres, bei 95,0*. Vor allem westdeutsche Firmen trugen zu der Verbesserung bei. Neun von zehn Angaben, die in dem Indikator berücksichtigt wurden, stammen aus dem Zeitraum vor den Terroranschlägen in den USA. Nach dem 11. September eingegangene Daten lassen jedoch keine Verschlechterung erkennen.

    Die KfW-Zahlen belegen: wegen seiner geringeren Exportabhängigkeit ist der breite Mittelstand gegenüber externen Einflüssen zunächst wesentlich immuner als die Gesamtwirtschaft. Gegenwärtig ist dies ganz klar ein Vorteil. So wurde die Verbesserung des Gesamtindex vor allem von den sehr stark binnenwirtschaftlich ausgerichteten Dienstleistern (einschließlich des Handels) getragen. Diese legten gegenüber der Vorperiode kräftig um 1,6 Indexpunkte zu. Auch die krisengeschüttelte Baubranche konnte sich etwas erholen. Im Unterschied dazu gab das - gegenüber außenwirtschaftlichen Impulsen wesentlich exponiertere - Verarbeitende Gewerbe zum zweiten Mal in Folge deutlich nach.          Auf Dauer kann sich der in die volkswirtschaftliche Arbeitsteilung durch Liefer- und Leistungsverflechtungen eingebundene Mittelstand gleichwohl nicht von der Gesamtkonjunktur lösen. Deshalb fällt ein nüchterner Ausblick heute besonders schwer. Angesichts der beträchtlichen gesamtwirtschaftlichen Unwägbarkeiten hängen Prognosen mehr noch als sonst von treffenden Annahmen ab. Für die Weltwirtschaft ist entscheidend, wie schnell die eingeleiteten expansiven geld- und fiskalpolitischen Maßnahmen vor allem in den USA greifen und welchen weiteren Weg die Staatengemeinschaft bei der Bekämpfung des Terrors einschlägt. Vorausgesetzt eine geopolitische Eskalation wird vermieden, dürfte das Potenzial an weiteren konjunkturellen Negativüberraschungen eher begrenzt sein. Dann stehen zugleich die Chancen gut, dass der Mittelstand nicht nur Konjunkturstabilisator bleibt, sondern zum Kern eines kommenden Aufschwungs in Deutschland werden kann.     

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