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KfW baut Dürreversicherung für Afrika auf

Frankfurt (ots) -

   - Nobelpreisträger Robert J. Shiller stellt neues 
     Versicherungsinstrument auf World Economic Forum vor
   - Rund 50 Mio. EUR zur Gründung der Versicherungsgesellschaft ARC 
     Insurance Company
   - Afrikanische Staaten weniger verletzlich durch Klimawandel 

Der Geschäftsbereich KfW Entwicklungsbank beteiligt sich im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) mit rund 50 Mio. EUR (46 Mio. EUR Beteiligungskapital und 4 Mio. EUR Zuschuss für Beratungs- und Schulungsmaßnahmen) an der Versicherungsgesellschaft ARC Insurance Company Ltd. (Africa Risk Capacity Agency Insurance Company (ARC)) und gestaltet die Gründung maßgeblich mit. Der Startschuss für diese innovative Versicherungsgesellschaft wurde heute von Nobelpreisträger Robert J. Shiller, dem Nobelpreisträger für Ökonomie 2013, auf dem World Economic Forum in Davos gegeben.

Die Versicherung bietet afrikanischen Ländern gegen eine risikoadäquate Prämie Versicherungen gegen Dürren an. Vereinbart wird, dass ARC im Fall einer Dürre zeitnah die versicherte Summe für ein mit dem Versicherungsnehmer vereinbartes und im Vorfeld geprüftes Dürreprogramm auszahlt, das der Bevölkerung unmittelbar zu Gute kommt. Das Instrument trägt dazu bei, dass die betroffenen afrikanischen Länder wesentlich weniger durch klimabedingte Extremwetter- und Dürrerisiken verletzbar sind.

"Die weltweit erste Dürreversicherung für afrikanische Staaten stellt einen wichtigen Beitrag zur Ernährungssicherung und Armutsminderung der von Extremwetterkatastrophen wie Dürren besonders betroffenen Bevölkerung in Afrika dar. Diese bedarfsgerechte, nachhaltige und für die Länder bezahlbare Versicherungslösung ist ein innovativer Meilenstein. Wir freuen uns, dass wir die Ideen des Nobelpreisträgers Robert J. Shiller als Teil eines Engagements der deutschen Regierung in ein konkretes Projekt umsetzen können," sagte Dr. Norbert Kloppenburg, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe.

Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller sagte dazu in Davos: "Der Klimawandel ist längst Realität - und er trifft jetzt schon vor allem die Menschen in Entwicklungsländern und damit diejenigen, die am verwundbarsten sind. Hier sind wir als wohlhabende Industrieländer und Mitverursacher des Klimawandels gefordert. Mit der Dürreversicherung geben wir den betroffenen Staaten ein Instrument in die Hand, um kurzfristig auf klimabedingte Ernteausfälle zu reagieren. Davon werden besonders auch Kleinbauern profitieren, für die eine Dürreperiode schnell zur existenziellen Überlebensfrage werden kann."

Das Startkapital der Versicherung wird von der KfW und dem britischen Department for International Development (DFID) eingebracht. Initiator des Vorhabens ist das World Food Program (WFP) im Auftrag der Afrikanischen Union (AU). Weitere Geber haben die Entwicklung des Versicherungsmodells und zahlreiche Vorarbeiten unterstützt, so etwa die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit der Schweiz (DEZA), DFID und die Swedish International Development Cooperation Agency (SIDA).

Die Versicherung wird von einem privaten Insurance Manager geleitet. Künftig sollen auch private Investoren und Geber hinzukommen, und mittelfristig soll ARC sich mehrheitlich im Besitz der afrikanischen Staaten befinden, die von der Versicherung profitieren. Die Rückversicherungsleistungen wird ARC von kommerziellen Rückversicherungen wie Munich Re oder Swiss Re beziehen.

Weitere Informationen zu ARC und zum Geschäftsbereich KfW Entwicklungsbank finden Sie jeweils www.africanriskcapacity.com und unter www.kfw.de.

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