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KfW 2010 mit Rekordgewinn

Frankfurt (ots) -

   - Ausnahmeergebnis von 2,6 Mrd. EUR stärkt langfristige
     Förderfähigkeit 
   - Fördervolumen im In- und Ausland 81,4 Mrd. EUR (+27 %) Beitrag
     zur Überwindung der Wirtschaftskrise 

Die KfW Bankengruppe hat im Jahr 2010 Wirtschaft, Umwelt, Wohnen und Bildung in Deutschland sowie weltweit mit 81,4 Mrd. EUR (Vorjahr: 63,9 Mrd. EUR, +27 %) gefördert. Dieses Förderengagement trug wesentlich dazu bei, die Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise auf die Unternehmen abzufedern, und gab Rückenwind für die konjunkturelle Erholung in Deutschland.

Das Geschäftsjahr 2010 hat die KfW Bankengruppe mit einem Konzerngewinn von 2,6 Mrd. EUR (Vorjahr: 1,1 Mrd. EUR) abgeschlossen. Diese positive Entwicklung wird neben dem weiterhin starken operativen Ergebnis insbesondere durch das aufgrund der konjunkturellen Erholung deutlich verbesserte Bewertungsergebnis geprägt. Der Gewinn ermöglicht den vollständigen Abbau des aus der Rettung der IKB verbliebenen Verlustvortrags. Zudem wird auf dieser Basis wieder mit dem Aufbau eines Fonds für allgemeine Bankrisiken der KfW begonnen.

"2010 war geprägt durch ein für die KfW historisch einmaliges Umfeld. Die hohe Fördernachfrage, die für die KfW weiterhin günstigen Refinanzierungsbedingungen sowie die spürbare weltweite konjunkturelle Erholung haben uns einen außergewöhnlichen Gewinn beschert. Wir verstehen dies als Ausnahmeergebnis und sehen es als gute Grundlage für die kommenden Aufgaben: Es sichert die langfristige Förderfähigkeit der KfW und erleichtert die Vorbereitung auf die strengeren Kapitalanforderungen nach Basel III", sagte Dr. Ulrich Schröder, Vorstandsvorsitzender der KfW Bankengruppe. "Diese besondere Konstellation lässt sich nicht in die Zukunft fortschreiben, so dass in den kommenden Jahren mit niedrigeren Ergebnissen zu rechnen ist."

Das leicht gestiegene Betriebsergebnis vor Bewertungen liegt mit 2.302 Mio. EUR (Vorjahr: 2.198 Mio. EUR) stabil auf hohem Niveau. Die wesentliche Ertragsquelle stellt bei weiterhin hohen Zinsverbilligungsleistungen im Förderkreditgeschäft von 558 Mio. EUR der Zinsüberschuss dar, der sich auf 2.752 Mio. EUR (Vorjahr: 2.654 Mio. EUR) verbessert hat. Die KfW hat hier unverändert von ihrer erstklassigen Bonität und den sehr günstigen Refinanzierungskonditionen profitiert.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft konnte aufgrund der im Jahresverlauf weltweiten konjunkturellen Erholung und der damit verbundenen verbesserten Risikolage in wesentlichen Geschäftssegmenten deutlich verringert werden. Bei unverändert konservativer Risikopolitik beläuft sich die Auflösung auf netto 424 Mio. EUR, nachdem im Vorjahr der Vorsorgebedarf die Ertragslage noch mit 972 Mio. EUR belastet hatte.

Das Beteiligungsgeschäft, das vor allem durch die Geschäftsaktivitäten der DEG in der Förderung der Entwicklungs- und Transformationsländer geprägt ist, hat nach Ergebnisbelastungen im Vorjahr (-73 Mio. EUR) 2010 mit 163 Mio. EUR abgeschlossen.

Trotz der insbesondere infolge der Probleme im europäischen Staatsschuldensektor anhaltenden Unsicherheiten an den Finanzmärkten resultierte aus dem Wertpapierportfolio ein positiver Ergebniseffekt von 107 Mio. EUR (Vorjahr: 296 Mio. EUR).

Zur Erhöhung der Transparenz weist die KfW neben ihrem Konzerngewinn zusätzlich einen Konzerngewinn vor IFRS-Effekten aus Sicherungszusammenhängen* aus, der nach Bereinigung von wirtschaftlich nicht sachgerechten Ergebniseffekten mit 3.061 Mio. EUR (Vorjahr: 1.432 Mio. EUR) um 431 Mio. EUR (Vorjahr: 305 Mio. EUR) höher als der Konzerngewinn liegt.

Die Bilanzsumme hat sich mit einem Anstieg um 41,7 Mrd. EUR auf 441,8 Mrd. EUR deutlich erhöht. Zurückzuführen ist das Wachstum vor allem auf das starke Kreditneugeschäft im Inland mit einem Anstieg der gesamten Kreditforderungen um 27,7 Mrd. EUR auf 345,4 Mrd. EUR. Daneben wirkte insbesondere die Entwicklung des US-Dollar erhöhend. Die KfW hat im Jahr 2010 an den internationalen Finanzmärkten 76,4 Mrd. EUR (Vorjahr: 74,7 Mrd. EUR) aufgenommen.

Die deutlich gestiegenen regulatorischen Quoten mit einer Kernkapitalquote von 12,4 % (Vorjahr: 9,4 %) lassen sich im Wesentlichen auf das durch den Konzerngewinn höhere aufsichtsrechtliche Eigenkapital zurückführen.

*** Die tabellarische Darstellung finden Sie bei uns auf der Homepage im Bereich Medien auf www.kfw.de***

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