Das könnte Sie auch interessieren:

Sensationssieg! Jimi Blue Ochsenknecht und Max Hopp gewinnen die "Promi-Darts-WM 2019" gegen Weltmeister van Gerwen und Rafael van der Vaart

Unterföhring (ots) - Spektakuläres Länderduell bei der "Promi-Darts-WM 2019" auf ProSieben! Am Ende eines ...

Finale! Wer gewinnt die erste Staffel von "The Voice Senior"? Das TV-Publikum entscheidet live in SAT.1 - am Freitag um 20:15 Uhr

Unterföhring (ots) - Rock'n'Roller vs. Soul-Lady. Opern-Liebhaber vs. Schlagerfan. Whitney Houston vs. Marlene ...

Was die PR-Elite besser macht als der Durchschnitt: Exzellenz in der Unternehmenskommunikation

Hamburg (ots) - Was unterscheidet einen durchschnittlichen von einem herausragenden Kommunikationsprofi? Vier ...

31.03.2006 – 14:33

Fraktion DIE LINKE.

MdB Sevim Dagdelen: Rütli-Schule stellt dem deutschen Bildungssystem ein Armutszeugnis aus

    Berlin (ots)

Zur Debatte um den Hilferuf der Rütli-Schule in Berlin-Neukölln an den Berliner Schulsenator Böger, die Hauptschule perspektivisch zugunsten einer neuen Schulform mit neuer Zusammensetzung aufzulösen, erklärt die migrations- und integrationspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE., Sevim Dagdelen:

    Die Situation an der Rütli-Schule spiegelt die Defizite des deutschen Bildungssystems wider. Dieselben Politiker, die vor kurzer Zeit angesichts der Ergebnisse der 2. PISA-Studie dem deutschen Bildungssystem Chancenungleichheit bescheinigten und Besserung versprachen, haben nach dem Hilferuf der Rütli-Schule ihre Sündenböcke in den Schülern ausgemacht. Will man ihnen Glauben schenken, können diese unerziehbaren Jugendlichen aus verantwortungslosen Migrantenfamilien nur mit hartem Durchgreifen und Polizeigewalt zur Räson gebracht werden. Die Jugendlichen, bei denen dieses Vorgehen keine Früchte trägt, sollen abgeschoben werden. Zurückbleiben werden dennoch die Chancenungleichheit im deutschen Bildungswesen und die daraus resultierenden Probleme.

    Ich plädiere für eine Versachlichung der Debatte. Heute besucht fast jeder zweite Schüler mit Migrationshintergrund die Hauptschule, während der Anteil der Hauptschüler bei den Deutschen unter 20 Prozent liegt. Der Anteil der Schüler mit Migrationshintergrund, die die Schule ohne Abschluss verlassen, ist mit knapp 20 Prozent dreimal höher als bei Deutschen. Wie der Bildungsexperte der UN-Menschenrechtskommission Vernor Muñoz bereits festgestellt hat, muss das deutsche Bildungssystem hinterfragt und die Chancenungerechtigkeit beseitigt werden, um das Menschenrecht auf Bildung zu gewährleisten.

    Nur wenn wir gleiche Zugangschancen zur Bildung für alle sicherstellen und Jugendlichen eine echte Perspektive für ihre Zukunft bieten, können wir bestehende Probleme tatsächlich lösen. Diese Maßnahmen müssen flankiert werden von einer kommunalen Wohnungsbaupolitik, mit der Stadtteile wie Neukölln für alle attraktiv bleiben und eine 80prozentige Konzentration von Schülern mit Migrationshintergrund an Schulen wie der Rütli-Schule vermieden werden kann. Amerikanische Verhältnisse an Schulen wünscht sich keiner.

DIE LINKE. Fraktion im Bundestag Hendrik Thalheim Tel.:  030/22752800 Mobil: 0172/3914261 Mail: pressesprecher@linksfraktion.de

Original-Content von: Fraktion DIE LINKE., übermittelt durch news aktuell

Alle Meldungen
Abonnieren Sie alle Meldungen von Fraktion DIE LINKE.
  • Druckversion
  • PDF-Version

Themen in dieser Meldung

Weitere Meldungen: Fraktion DIE LINKE.