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Bild am Sonntag vor Gericht ohne Glaubwürdigkeit

    Berlin (ots) - Zu der juristischen Auseinandersetzung um die Darstellung von Blättern des Springer-Konzerns in der so genannten Privatjet-Affäre erklärt der Sprecher der Linkspartei.PDS, Hendrik Thalheim:

    Bild am Sonntag meldet wie meist unvollständig und damit falsch. Bild am Sonntag ist im Zusammenhang mit der falschen Meldung, dass Oskar Lafontaine für die Durchführung eines Interviews ein Privatjet verlangt hätte, durch Urteil zur Gegendarstellung verpflichtet worden. Diese Verpflichtung ist bisher nicht erfüllt worden.

    Die beantragte Unterlassungsverfügung hat das Gericht nur mit der Begründung abgelehnt, dass Bild am Sonntag nach den Aussagen von Oskar Lafontaine auf dem Parteitag der Linkspartei ein "Recht auf Gegenschlag" gehabt hätte.

    Das Blatt darf aber seine Behauptung entgegen der heutigen Darstellung nicht  wiederholen, denn ein "Recht auf Gegenschlag" hat sie nur einmal. Dennoch gab es bereits mehrfach Wiederholungen -  wie auch heute - so dass deshalb Beschwerde bei Gericht eingelegt wird.

    Dass nach Auffassung des Gerichts Oskar Lafontaine und nicht die Bild am Sonntag glaubwürdig ist, ergibt sich auch daraus, dass der BZ, die ebenfalls im Springer-Konzern erscheint, die gleiche Darstellung, wie sie in Bild am Sonntag stand, per Einstweiliger Verfügung untersagt wurde. Die BZ hat kein "Recht auf Gegenschlag", weil sich Oskar Lafontaine vorher nicht zu ihr geäußert hatte.

    Mehrere Blätter des Springer-Verlages sind in den letzten Wochen im Zusammenhang mit der Diffamierungskampagne gegen Oskar Lafontaine zu Gegendarstellungen und Unterlassungen verurteilt wurden. Heute sind schon wieder zwei Unterlassungsentscheidungen des Berliner Landgerichts gegen Bild zugestellt worden. Der Versuch der Bild am Sonntag, mit einem anders gemeinten Beschluss über ihre Serie von Niederlagen gegen Oskar Lafontaine hinwegtäuschen zu können, wird ebenso scheitern wie die Diffamierungskampagne. Auch der Springer-Verlag steht nicht über dem Recht.

PDS Hendrik Thalheim Tel.:  030/24009543 Mobil: 0172/3914261 Mail: hendrik.thalheim@pds-online.de

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