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Sahra Wagenknecht: Systemrisiko Deutsche Bank abschalten

Berlin (ots) - "Die Bundesregierung muss der Selbstbedienungsmentalität der Investmentbanker ein Ende bereiten. Mafiaähnliche oder oligarchische Strukturen gibt es nicht nur in fernen Ländern, sondern auch in der Chefetage der Deutschen Bank", kommentiert Sahra Wagenknecht die Hauptversammlung der Deutschen Bank. Die Erste Stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE weiter:

"Angesichts der 1.000 laufenden Rechtsstreitigkeiten und 180 Verfahren von Aufsichtsbehörden kann man auch von einer kriminellen Vereinigung mit angeschlossenem Bankgeschäft reden. Es ist ein unglaublicher Skandal, dass die Deutsche Bank der Öffentlichkeit unverfroren die Lüge vom Kulturwandel auftischt und gleichzeitig weitermachen kann wie bisher. Das geht nur mit dem klammheimlichen Segen von Bundeskanzlerin Merkel und ihrem Stellvertreter Gabriel. Die Selbstbereicherung einer kleinen Investmentbankerkaste durch Bonuszahlungen in Milliardenhöhe geschieht auf dem Rücken der Bankangestellten, die für das klassische Geschäft im Dienst der Realwirtschaft zuständig sind. Das zeigt nicht zuletzt das Verhältnis von Bonuszahlungen und Ertragsergebnis der Bank.

Das Investmentbanking gehört abgewickelt bzw. ist strikt vom klassischen Bankgeschäft zu trennen. Zocker-Banken müssen klein reguliert und unter öffentliche Kontrolle gestellt werden. Sie müssen auf ihre Kernaufgabe orientiert werden: die sichere Verzinsung von Ersparnissen und Kreditvergabe an die Realwirtschaft. Dafür ist die Deutsche Bank in ihrer jetzigen Form überflüssig."

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Hendrik Thalheim
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