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Katja Kipping: Gleiche Arbeit, gleicher Lohn, gleiche Chancen

    Berlin (ots) - Anlässlich des diesjährigen Internationalen Frauentages erklärt die stellvertretende Parteivorsitzende Katja Kipping:

    Die Frauenbewegung hat viele Fortschritte erkämpft. Doch noch immer sind wir von einer wirklichen Gleichstellung weit entfernt. Weltweit sind gerade mal 16 Prozent aller Abgeordneten weiblich. Das männliche Geschlecht, das rund 50 Prozent der Weltbevölkerung entspricht, ist also im Besitz von 84 Prozent aller Mandate. Wenn die Hälfte der Bevölkerung nicht die gleichen Teilnahmemöglichkeiten hat, so ist das Ausdruck eines demokratischen Defizits. DIE LINKE wirkt diesem Defizit in Parlamenten entgegen, indem sie sich klar zur Quote bekennt.

    Besonders offensichtlich ist die Benachteiligung von Frauen in der Wirtschaft. Keiner der 100 größten Konzerne hat eine Chefin. Nur 7,5 Prozent der Aufsichtsratssitze der 200 größten deutschen Aktiengesellschaften werden von Frauen besetzt. Hier muss Deutschland von Norwegen lernen. In Norwegen müssen 40 Prozent aller Aufsichtsratmandate von Frauen besetzt werden, sonst drohen harte Strafen. DIE LINKE fordert nun auch für Deutschland: Die Hälfte der Aufsichtsratmandate gehört in Frauenhände.

    Dies ist nur ein Aspekt der Benachteiligung von Frauen. Der Lohn von Frauen liegt im Durchschnitt immer noch zu mehr als einem Fünftel unter dem Lohn von Männern. Und immer noch tragen die Frauen ein Großteil der Haus- und Erziehungsarbeit weg.

    Die LINKE kämpft deswegen für gleichen Lohn für gleiche Arbeit. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Frauen und Männer ist für uns zentral. Wir wollen das Angebot an Kinderkrippen und Kindertagesstätten deshalb ausbauen und qualitativ verbessern, um die Chancen für die Rückkehr in den Beruf zu verbessern.

    Wir nehmen die gesellschaftlich Realität berufstätiger Frauen und Männer zum Ausgangspunkt, um für eine gerechte Verteilung der Reproduktionsarbeit zu streiten. Deshalb wenden wir uns gegen die einseitige Ausrichtung der Politik am "Ernährermodell", mit dem Ehemann als Allein- oder Haupternährer und der Ehefrau als Hausfrau oder Hinzuverdienende.

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