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03.02.2006 – 15:27

Kindernothilfe e.V.

Internationaler Tag gegen Mädchenbeschneidung am 6.2.2006
Kindernothilfe-Botschafterin Vera Int-Veen: "Mädchen stärken im Kampf gegen Beschneidung!"

Duisburg (ots)

"Mädchen müssen so gestärkt werden, dass sie sich
gegen eine mögliche Beschneidung wehren können!" Das fordert
Kindernothilfe-Botschafterin Vera Int-Veen zum diesjährigen
Internationalen Tag gegen Mädchenbeschneidung am 6. Februar. "Denn
wenn die Mädchen und ihre Mütter stark sind und dem
gesellschaftlichen Druck standhalten können, sind sie in der Lage,
für ihre Gesundheit zu kämpfen - auch gegen jahrhundertealte
Konventionen", so die Fernsehmoderatorin.
Die Moderatorin Vera Int-Veen setzt sich zusammen mit der
Kindernothilfe gegen die grausame und schmerzhafte Beschneidung von
Mädchen ein: "Häufig wissen diese gar nicht, dass sie das Recht
haben, sich gegen die Verstümmelung ihrer Genitalien zur Wehr zu
setzen. Dabei ist dieser Brauch in vielen Ländern verboten." Die
Beschneidung hat bei Mädchen  dramatische Folgen. Viele sterben nach
dem Eingriff. Die anderen sind lebenslang in ihrer Gesundheit und
ihrem sexuellen Erleben stark beeinträchtigt.
Dass Mädchen ein Recht auf Gesundheit haben, haben die meisten
Staaten der Welt mit der Kinderrechtskonvention von 1989
unterschrieben. Diese UNO-Konvention schützt Kinder ausdrücklich vor
gesundheitsschädlichen Bräuchen. Sie schreibt außerdem fest, dass die
Meinung von Kindern gehört und respektiert werden soll.
Mit der Stärkung des Selbstbewusstseins von Mädchen und ihren
Familien arbeitet die Kindernothilfe sehr erfolgreich in Projekten
zur Bekämpfung von Genitalverstümmelung in Kenia und  Äthiopien. In
organisierten Jugendclubs für Mädchen wird deren
Zusammengehörigkeitsgefühl gestärkt. In Äthiopien hat die
Kindernothilfe eine umfangreiche Aufklärungskampagne gestartet.
Kindernothilfe-Expertin Annette Drost weiß, wie schwierig es sein
kann, nein zu sagen: "Die Beschneidungsrituale sind immer auch
gesellschaftliche Ereignisse, durch die die Mädchen in die
Gemeinschaft aufgenommen werden. Viele Frauen befürchten außerdem,
dass ihre unbeschnittenen Töchter später keinen Ehemann finden oder
keine Kinder bekommen können." Dabei, so Drost, hätten Untersuchungen
ergeben, dass die Männer in den Dorfgemeinschaften oft gar nicht so
sehr auf der Mädchenbeschneidung bestehen.
Als erfolgreich im Kampf gegen das Beschneidungsritual hat sich
auch die Schaffung alternativer Einkommensquellen für die
Beschneiderinnen erwiesen. Auf der ganzen Welt leben schätzungsweise
mehr als 150 Millionen Mädchen und Frauen, deren Genitalien
verstümmelt sind. Jedes Jahr kommen zwei Millionen dazu. Vor allem in
Afrika, Asien und auf der arabischen Halbinsel wird der Brauch noch
praktiziert.
Kindernothilfe-Expertin Annette Drost steht für Interviews zur
   Verfügung.
Achtung Bildredaktionen: Fotos zu diesem Thema und von Vera 
   Int-Veen finden Sie auf unserer homepage unter Presse/Fotos.

Kontakt:

Pressestelle der Kindernothilfe,
Sascha Decker
0203 - 7789-230
0163 - 2344- 354
www.kindernothilfe.de

Original-Content von: Kindernothilfe e.V., übermittelt durch news aktuell

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