Kindernothilfe e.V.

Im Berg des Teufels gehen Kinder zugrunde
Kinostart des mehrfach ausgezeichneten Films Devil's miner

    Duisburg (ots) - Zum deutschlandweiten Kinostart des mehrfach ausgezeichneten Dokumentarfilms "Devils's miner - Berg des Teufels" am Mittwoch, 30.11., fordert die Kindernothilfe eine differenzierte Haltung zum Thema Kinderarbeit. Zu unterscheiden sind ausbeuterische Formen, die verheerende Folgen für Körper, Seele und Geist der arbeitenden Kinder haben, von zeitlich begrenzten und leichteren Tätigkeiten, die zum Familieneinkommen beitragen und den Kindern gleichzeitig einen Schulbesuch ermöglichen.

    In "Devil's miner - Berg des Teufels" schildern die Autoren Richard Ladkani und Kief Davidson, wie die zwei Brüder Basilio (14) und Bernardino Vargas (12) unter unvorstellbaren Strapazen in einer alten Silber- und Zinnmine in Potosí (Bolivien) tagtäglich schuften müssen. Diese Arbeit gehört eindeutig zu den ausbeuterischen Formen. Seit vier Jahren entwickelt die Kindernothilfe dort mit derzeit 200 arbeitenden Kindern Alternativen zur Knochenarbeit in der Mine. Ziel der Anstrengungen ist es, dieses Engagement auch mit Hilfe deutscher Spendengelder ausweiten zu können. So soll in den kommenden Jahren etwa 800 Kindern der Ausstieg aus der Mine ermöglicht werden.

    "Erschütternd, herzzerreißend" urteilte die New York Times jüngst über den 82minütigen und international bereits achtfach ausgezeichneten Ausnahmefilm, der jetzt als Bester Europäischer Dokumentarfilm nominiert ist. Bis zu 500 Meter tief unter der Erde arbeiten die Kinder bei Temperaturen bis zu 40 Grad über und über mit Staub bedeckt in völliger Dunkelheit. Die Lebenserwartung liegt durchschnittlich nur bei 39 Jahren, viele Minenarbeiter sterben an einer Staublunge.

    Nach Schätzungen der Internationalen Arbeitsorganisation in Genf arbeiten weltweit rund 350 Millionen Kinder und Jugendliche im Alter von fünf bis 17 Jahren. Etwa 180 Millionen fallen unter die gefährlichen und schlimmsten Formen von Kinderarbeit. Dazu zählen unter anderem Sklaverei, Kinderhandel, Schuldknechtschaft oder Prostitution. Kinderarbeit hat meist  mit großer Armut der Familien zu tun. Zu den Ursachen gehören auch ungerechte Landverteilung, Verschuldung sowie der Preisverfall von Rohstoffen.

    Interviewangebot mit Regisseur Richard Ladkani sowie Jürgen Schübelin, Experte der Kindernothilfe zum Thema

Pressekontakt: Sascha Decker, 0203.7789 230 oder 0163. 234 43 54

Weitere Informationen zum Film: www.devilsminer.com Pressemappe mit druckfähigen Fotos: www.delicatessen.org Das Projekt der Kindernothilfe: www.knh.de

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