Kindernothilfe e.V.

Pakistan: Kindernothilfe plant Kinderzentrum in völlig zerstörter Stadt Balakot
Interview-Angebot mit Kindernothilfe-Mitarbeiter vor Ort

    Duisburg (ots) - Die Situation im Katastrophengebiet in Pakistan hat sich 13 Tage nach dem schweren Erdbeben immer noch nicht entspannt. Besonders schlimm ist die Lage in der Stadt Balakot. Sie wurde zu 95 Prozent zerstört; die Häuser, die noch stehen, müssen auch abgerissen werden. "Gestern hat unser Partner ILAP 200 Familien mit allem Lebensnotwendigen versorgt", berichtete heute Morgen Kindernothilfe-Mitarbeiter Detlef Hiller aus Balakot, "morgen kommen weitere 125 Zelte, die wir verteilen werden. Wie viele Kinder überlebt haben und wie viele davon ihre Eltern verloren haben, vermag zurzeit noch niemand zu sagen." Die Kindernothilfe plant in Balakot die Errichtung eines Kinderzentrums.

    Die Ärzteteams des Kindernothilfe-Partners Humedica International, Kaufbeuren, sind nonstop damit beschäftigt, die medizinische Erstversorgung vor allem von Kindern zu gewährleisten. In dem staubigen Hof des Distrikthospitals in Manzhera haben sie 700 Betten in kleinen Zelten aufgebaut. "Die Wundversorgung ist im Moment das größte Problem", so Hiller. "Tag für Tag kommen dieselben Kinder zu uns, weil sich ihre Wunden durch die unhygienischen Lebensbedingungen immer wieder entzünden."

    Seit dem schweren Nachbeben gestern liegen alle Patienten, die in dem ohnehin schon angeschlagenen Krankenhaus untergebracht waren, ebenfalls auf dem Hof. In Muzafarrabad, der Hauptstadt im kaschmirischen Teil von Pakistan, entdeckten Detlef Hiller und das Humedica-Team ein kleines, gut eingerichtetes Krankenhaus mit einer deutschen Kinderärztin, das noch viele Verletzte aufnehmen könnte. Humedica wird jetzt alle Kinder aus Manzhera, die eine stationäre Behandlung brauchen, hierher transportieren.

    Es gibt immer noch keine etablierten Zeltstädte. 2,5 Millionen Menschen sind obdachlos, die Hälfte von ihnen sind Kinder. Der Winter steht vor der Tür, und immer noch haben nicht alle Menschen warme Kleidung oder ein Zelt. Über die Situation der Menschen in den Bergregionen gibt es keinen genauen Überblick. Ein Humedica-Team flog vor einigen Tagen mit dem Hubschrauber in die Berge, um die Bevölkerung dort mit Decken, Lebensmitteln und Medikamenten zu versorgen. Detlef Hiller und sein Team versuchten heute Morgen, per Auto in die zerstörte Region vorzudringen, doch Erdrutsche machten die Fahrt unmöglich. Noch immer ist ein Vordringen nur auf dem Luft weg möglich

    Detlef Hiller steht Ihnen bis Freitagnachmittag für Interviews zur Verfügung.

Pressekontakt:
Nora Hertel, Telefon 0203.7789-150

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