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UN-Konferenz verabschiedet Nachhaltige Entwicklungsziele: Kinderrechte stärken - Fluchtursachen bekämpfen

Duisburg (ots) - Die Kindernothilfe setzt hohe Erwartungen in die Nachhaltigen Entwicklungsziele, die während der UN-Konferenz in New York (25. - 27. September) von den Staats- und Regierungschefs aus aller Welt verabschiedet werden sollen. "Die Millenniumsziele aus dem Jahr 2001 haben tatsächlich schon einiges für das Wohl von Kindern in den ärmsten Ländern erreicht", sagt Katrin Weidemann, Vorstandsvorsitzende der Kindernothilfe. "Doch noch immer leben 569 Millionen Mädchen und Jungen in extremer Armut, noch immer sterben jährlich sechs Millionen Kinder an vermeidbaren Krankheiten."

Die Zahlen bleiben dramatisch: 85 Millionen Kinder müssen unter unzumutbaren Bedingungen arbeiten, 57 Millionen können nicht zur Schule gehen. "Diese eklatanten Kindesrechtsverletzungen müssen weiter mit aller Kraft beseitigt werden", so Weidemann. "Um die Rechte von Kindern endlich weltweit umzusetzen, bieten die neuen Nachhaltigen Entwicklungsziele wichtige Anknüpfungspunkte."

Nach einem langen Verhandlungsprozess haben sich die Staaten auf 17 Nachhaltige Entwicklungsziele verständigt, die bis 2030 umgesetzt werden sollen. Acht dieser 17 Ziele nehmen die Lebenssituation von Kindern konkret in den Blick, darunter die zentralen Ziele einer Beseitigung von Armut und Hunger, der Gewährleistung von sauberem Wasser und Sanitärversorgung, einer qualitativ hochwertigen Bildung und der Möglichkeit zu einem gesunden Leben.

"Die Nachhaltigen Entwicklungsziele betrachten die soziale, wirtschaftliche und ökologische Entwicklung gemeinsam und nehmen auch die Länder des Nordens in die Pflicht", erläutert Weidemann. "Jedes Land muss sich jetzt der Herausforderung stellen, sie mit Leben zu füllen und umzusetzen. Als Kindernothilfe setzen wir uns besonders dafür ein, dass wirklich 0,7 Prozent des deutschen Bruttonationaleinkommens zeitnah als Gelder für die Entwicklungszusammenarbeit zur Verfügung gestellt werden und dass der Bildungssektor dort endlich ausreichend finanziert wird." Hier müsse von der frühkindlichen Bildung, über Schul- und Ausbildung bis hin zum Vermitteln von Lebensfertigkeiten umfassend investiert werden, um qualitativ hochwertige und inklusive Angebote zu schaffen. "Nur wenn die Menschen in ihrer Heimat Perspektiven für ihr Leben haben, bleiben sie auch dort", mahnt Weidemann angesichts weltweit zunehmender Flüchtlingsströme. Die Umsetzung der Nachhaltigen Entwicklungsziele sei damit auch ein wichtiger Schritt zur Vermeidung von Fluchtursachen.

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Angelika Böhling, Pressesprecherin
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