Kindernothilfe e.V.

Kindernothilfe-Botschafterin Christina Rau ehrt Action!Kidz: Platz 1 für die Flip-Flop-Gang aus Heiligenhaus und die Wilhelm-Busch-Realschule aus Dortmund

Köln (ots) - Die Flip-Flop-Gang aus dem nordrheinwestfälischen Heiligenhaus und die Schüler der Dortmunder Wilhelm-Busch-Realschule gewinnen den ersten Preis der von der Kindernothilfe organisierten bundesweiten Kampagne "Action!Kidz - Kinder gegen Kinderarbeit". Die Kinder und Jugendlichen setzten sich für Kindersklaven in Haiti ein. Für ihr außergewöhnliches Engagement zeichnete Christina Rau, Schirmherrin der Aktion, die 25 Kinder heute im Kölner Schokoladenmuseum aus.

Fotos zum Download unter: www.kindernothilfe.de

Christina Rau war von dem großartigen Engagement der Kinder überwältigt: "Mit ihrem persönlichen Arbeitseinsatz haben die Action!Kidz nicht nur Spenden gesammelt, sondern auch auf die schlimmen Arbeitsbedingungen von Kindern weltweit aufmerksam gemacht. Im Namen der Kindernothilfe danke ich den Mädchen und Jungen und speziell unseren Siegerteams. Sie haben dazu beigetragen, mehr Kindern in armen Ländern eine Chance auf ein eigenständiges Leben zu ermöglichen."

Insgesamt rund 50.000 Euro haben Mädchen und Jungen bei der bundesweiten Aktion "Action!Kidz - Kinder gegen Kinderarbeit" gesammelt. 90 Teams aus Schulen und Gemeinden leisteten freiwillig kleine Arbeiten im Haushalt, Garten oder in der Nachbarschaft. Insgesamt krempelten fast 3.300 Kinder und Jugendliche in ihrer Freizeit die Ärmel hoch, um mit Auto waschen, Waffeln backen oder Musizieren ein Zeichen gegen Kinderarbeit zu setzen. Sogar Feuerwehr und Schornsteinfeger wurden zu "Arbeitgebern" der Action!Kidz und auch in Backstuben und Buchläden wurden die Kinder aktiv. Der Erlös aus den diesjährigen Aktionen kommt Kindern in Haiti zugute, die der Sklavenarbeit entfliehen konnten und nun in einem Schutzhaus der Kindernothilfe Obdach und Schulbildung erhalten.

Die beiden ersten Preise wurden für die Kategorien "höchstes Gesamtspendenergebnis" und "höchstes Pro-Kopf-Spendenergebnis" vergeben. 126 Action!Kidz der Wilhelm-Busch-Realschule haben mit 4.700 Euro das bundesweit höchste Gesamtspendenergebnis erreicht - dafür haben sie Hunde ausgeführt, Apotheken geputzt, Blockflöte gespielt und Baby gesittet. "Wir haben im Schulunterricht gehört, wie arm die Kinder in Haiti sind und wollten unbedingt etwas machen, um ihnen zu helfen", begründet Max (11) sein Engagement. Zum Auftakt der Aktion hatten sie bereits im September für Spieler des Bundesligisten Borussia Dortmund Fußballschuhe geputzt und Trikots gewaschen.

Die zwölfjährigen Mädchen Yvonne Zajonz und Vanessa Eichberg lagen in der Kategorie "Pro-Kopf-Spendensumme" ganz vorn. Unter dem Namen "Flip-Flop-Gang" sammelten die Schülerinnen der UNESCO-Realschule Heiligenhaus jeweils 110,96 Euro ein. "Wir haben einen Flohmarkt veranstaltet, Rasen gemäht und Unkraut gejähtet", berichten die beiden stolz.

Die Action!Kidz gehen auch 2008 an den Start. Schon jetzt können sich interessierte Schulklassen und Jugendgruppen anmelden: per eMail unter actionkidz@d-fc.de oder telefonisch unter Tel. 030/ 2977 2417.

Hintergrundinformation

In diesem Jahr setzen sich die Action!Kidz für Kindersklaven in Haiti ein. Die so genannten Restavèks werden täglich bis zu 16 Stunden als Hausangestellte ausgebeutet und häufig sexuell missbraucht. Sie sind rechtlos, abhängig und ausgeliefert. Viele der mindestens 175.000 Restavèks sind erst fünf Jahre alt. Für diese Kindersklaven hat die Kindernothilfe gemeinsam mit einer lokalen Partnerorganisation ein Schutzhaus in einem Armenviertel der Haitischen Hauptstadt Port-au-Prince eingerichtet. Hier finden rund 75 Mädchen Zuflucht und können wieder zur Schule gehen. 300 Kinder werden von Sozialarbeitern ambulant betreut. Mit Unterstützung der Kindernothilfe finden diese Kinder einen Ausweg aus der ausbeuterischen Kinderarbeit und erhalten eine Chance auf Ausbildung und Beruf.

Nach Schätzungen der IAO (Internationale Arbeitsorganisation, Bericht von Juni 2006) arbeiten weltweit 190 Millionen Kinder im Alter zwischen fünf und 14 Jahren. Armut treibt viele Familien dazu, ihre Kinder zur Arbeit zu schicken. Viele Kinder werden Opfer von Sklaverei, Kinderhandel oder Prostitution. Die Kindernothilfe unterstützt Projekte, in denen Mädchen und Jungen vor Ausbeutung und Missbrauch geschützt werden. Sie erhalten die Möglichkeit, zur Schule zu gehen und damit eine Perspektive für eine bessere Zukunft.

Die Kindernothilfe ist eines der größten christlichen Kinderhilfswerke in Europa. Sie unterstützt über ihre Partnerorganisationen mehr als 300.000 Mädchen und Jungen in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa. Die Kindernothilfe ist Gewinner des Transparenz-Preises 2007.

Pressekontakt:

Maike Just, Deutsche Fundraising Company, Tel. 030 / 2977 2415;
mobil: 0177 825 4514
Emily Kürten, stellv. Pressesprecherin der Kindernothilfe, Tel. 0203
/ 7789 150; mobil: 0178 880 8013

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