Gruner+Jahr, ELTERN family

"Jedes Kind hat das Zeug zum Glückspilz"

    Hamburg (ots) - Aus Niederlagen lernen, sich nicht mit anderen
vergleichen, Risiken eingehen und den Augenblick genießen:
Grundsätzlich hat jedes Kind das Zeug zum Glückspilz. Glück und
Zufriedenheit hängen jedoch nach Einschätzung von Psychologen
entscheidend davon ab, wie Kinder lernen mit den Erfahrungen des
Alltags umzugehen. Die Zeitschrift "ELTERN for family" gibt in ihrer
Juli-Ausgabe Tipps, wie Eltern zu einer erfüllten Kindheit ihrer
Kleinen beitragen können.
    
    "Es stimmt nicht, dass einige Menschen mehr Glück haben als
andere", betont der amerikanische Glücksforscher Martin Seligman von
der Universität Pennsylvania. Entscheidend sei vielmehr, wie Kinder
mit den Ereignissen des Alltags umgingen. An Stelle von "Warum
passiert mir das?" fragen glückliche Kinder laut Seligman: "Wie kann
ich das künftig vermeiden?" Sie werten Niederlagen nicht als Beweis
für eigene Unfähigkeit, sondern überlegen, wie sie ihr Ziel dennoch
erreichen können. Eltern sollten auf Sätze wie "Pass auf, du fällst"
verzichten. Stattdessen sollten sie die positiven Leistungen des
Kindes loben und Tipps für die Lösung von Problemen geben.
    
    Tabu sollte es sein, das eigene Kind immer mit anderen zu
vergleichen. Für Kinder ist das Gefühl wichtig, nicht wegen ihrer
Leistungen, sondern um ihrer selbst willen geliebt zu werden.
    
    Dies heißt allerdings nicht, Kindern keine Aufgaben zuzuweisen.
Ganz im Gegenteil: Laut Seligman macht es gerade glücklich, Risiken
einzugehen und Herausforderungen zu meistern. "Wachstum zum Glück
findet außerhalb der Komfortzone statt", erklärt er. "Wer die
Möglichkeit zu verlieren meidet, kann auch nicht gewinnen." Daher
sollen Eltern nie für ihr Kind übernehmen, was dieses selbst tun
kann. Gerade die Erfahrung eigener Kraft steigert das
Durchhaltevermögen - in der Schule, im Sport und später im Beruf.
    
    Die Experten warnen vor übermäßigem Fernsehkonsum.
Wissenschaftliche Studien belegen die Kurzformel "Sitzen macht
muffig, Toben macht glücklich". Bewegung vertreibt
Niedergeschlagenheit und Konzentrationsstörungen. Im Gegensatz dazu
entleert gerade das Fernsehen den körpereigenen Speicher für das
Wohlfühlhormon Endorphin. Eltern sollten daher die Zeit ihrer Kinder
vor der Glotze begrenzen - auf eine halbe Stunde täglich für Vier-
bis Achtjährige, auf eine Stunde für Acht- bis Zwölfjährige.
    
    Überhaupt schaffen Unterforderung und Konsum auf Dauer mehr Frust
als Freude. Beschäftigungen wie das Bauen mit Lego-Steinen oder das
Legen eines Puzzles setzen dagegen das körpereigene Glückshormon
Serotonin frei. Bei der Auswahl der Spielsachen sollten Eltern
außerdem weniger auf Quantität setzen, sondern eher auf wenige Dinge,
die die Fantasie anregen, wie etwa Verkleidungen, Knete oder
Malsachen.
    
    Nicht zuletzt ist das Genießen ungeheuer wichtig. Glückliche
Menschen haben einen trainierten Blick für die erfreulichen Dinge des
Lebens. Die Fähigkeit, den Augenblick zu genießen, trägt zu
Gelassenheit bei: Wer sich ständig mit künftigen Problemen
beschäftigt, wird gestresst, zerfahren und unzufrieden - egal ob Kind
oder Erwachsener.
    
    
ots Originaltext: ELTERN for family
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

HEINZ KIRCHNER PROMEDIA PR, Falkenried 84, 20251 Hamburg
Tel. 040/48065518, Fax 040/465130, eMail H.Kirchner@Promedia-PR.de

Original-Content von: Gruner+Jahr, ELTERN family, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Gruner+Jahr, ELTERN family

Das könnte Sie auch interessieren: