GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG

25 Jahre HIV - Infektionsrate in Deutschland auf Rekordhoch - AIDS bleibt unbesiegt

    Münster / München (ots) - 25 Jahre nach Erstbeschreibung des HI-Virus ist die Infektionsrate in Deutschland auf neuem Rekordhoch. Laut den neuesten Zahlen des Robert Koch Instituts erhöhte sich allein die Zahl der HIV-Neuinfektionen in Deutschland im vergangenen Jahr um 30%. Gestiegene Lebenserwartung und verbesserte Behandlungsmethoden haben die Themen HIV und AIDS mehr und mehr aus dem Fokus öffentlichen Interesses ins Abseits gerückt. Bei allen medizinischen Fortschritten darf eines nicht vergessen werden: HIV ist eine potentiell tödliche Infektion. AIDS ist noch immer unheilbar. Noch dramatischer ist die Lage jedoch in den ärmsten Ländern der Welt. In Südafrika zum Beispiel infizieren sich täglich über 1.800 Menschen an der Immunschwächekrankheit. Der Kampf gegen AIDS ist noch lange nicht gewonnen.

    Die Kampagne "Anpfiff gegen AIDS" will sich für den Kampf gegen die Ausbreitung von HIV und AIDS stark machen. Initiiert wurde die Aktion vom SC Preußen 06 e.V. Münster, GlaxoSmithKline, einem der weltweit führenden Gesundheitsunternehmen im Bereich AIDS-Forschung und HIV-Therapie, der Stadt Münster und der Deutschen AIDS-Stiftung. Im Jahr der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland soll mit "Anpfiff gegen AIDS" das Top-Thema Fußball bewusst aufgegriffen werden, um AIDS wieder ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken und um zu helfen - vor allem dem Land mit der höchsten HIV-Infektionsrate der Welt: Südafrika, dem Austragungsland der nächsten Fußball-Weltmeisterschaft im Jahr 2010.

    Joachim "Jogi" Löw, Bundestrainerassistent der deutschen Nationalmannschaft, unterstützt "Anpfiff gegen AIDS": "AIDS ist zu sehr in Vergessenheit geraten, das zeigen steigende HIV-Infektionszahlen hier in Deutschland. Das darf und muss nicht sein - Fußball kann helfen, das Thema wieder in die Öffentlichkeit zu bringen. Lasst uns HIV und AIDS gemeinsam ins Aus kicken!"

    AIDS-Epidemie - Global schlimmer als befürchtet

    1981 wurden erstmals Erkrankungsfälle mit dem Human Immunodeficiency Virus (HIV) und Acquired Immunodeficiency Syndrome (AIDS) beschrieben. Die damals prognostizierten Szenarien sind heute weit übertroffen: 25 Millionen Menschen verstarben seither an AIDS und seinen Folgen - also eine Million pro Jahr seit der Entdeckung. 40 Millionen Menschen sind heute weltweit von HIV und AIDS direkt betroffen, die Tendenz ist steigend: 4,9 Millionen Neuinfektionen kommen jährlich hinzu.

    In Deutschland ist die in den 80er Jahren befürchtete AIDS-Epidemie dramatischen Ausmaßes ausgeblieben: Die intensive Aufklärung der Gesamtbevölkerung und vor allem die Propagierung von Präventionsmaßnahmen bei Jugendlichen und sexuell aktiven Risiko-Gruppe führten in den frühen 90er Jahren zu einem hohen Problembewusstsein, großer Vorsicht und einer Veränderung des Sexualverhaltens. Doch 25 Jahre nach Entdeckung des HI-Virus scheint man sich der Gefahr durch AIDS nicht mehr bewusst zu sein.

    Nicht nur in Deutschland sondern in allen westlichen Industriestaaten ist AIDS wieder auf dem Vormarsch. Zur Eindämmung der HIV-Epidemie ist es unerlässlich, HIV und AIDS auf dem afrikanischen Kontinent intensiv und nachhaltig zu bekämpfen. Mehr als 90 Prozent der von HIV und AIDS Betroffenen leben in Ländern mit wenig leistungsfähigen Gesundheitssystemen. Der Brennpunkt der weltweiten Epidemie liegt im südlichen Afrika, dort sind inzwischen über 25 Millionen Menschen mit HIV infiziert und die durchschnittliche Lebenserwartung ist aufgrund von HIV inzwischen auf unter 40 Jahre gesunken. Zwei von drei aller weltweit mit HIV Infizierten leben in dieser Region, 2,3 Millionen sterben pro Jahr an der Infektion und ihren Folgen und jährlich infizieren sich über drei Millionen Menschen neu mit dem HI-Virus. Südafrika ist eines der von HIV und AIDS am stärksten betroffenen Länder weltweit, mit 1.800 Neuinfektionen pro Tag führt es die traurige Liste der höchsten Ansteckungsraten an. Das Land, in dem 2010 die nächste Fußball-Weltmeisterschaft ausgetragen werden wird, sieht sich mit massiven Generationsproblemen konfrontiert. Besonders betroffen sind die Kinder des Landes: Durch die Krankheit verlieren sie nicht nur ihre Eltern und werden zu Waisen, oft wurden sie selbst durch die Mutter vor oder während der Geburt infiziert.

    Einmal HIV-positiv - immer HIV-positiv

    Trotz aller medizinischen Fortschritte in Forschung und Therapie bleiben HIV und AIDS unbesiegt. Es dauert meist lange, bis erste Krankheitssymptome auftreten. Eine Infektion mit dem HI-Virus bleibt häufig geraume Zeit unentdeckt, sofern kein Test auf Antikörper gegen HIV durchgeführt wird. Die Fortschritte der antiretroviralen Therapie seit der Einführung von Retrovir®, dem ersten wirksamen HIV-Medikament im Jahr 1987 durch GlaxoSmithKline, hat zur relativen Kontrollierbarkeit einer HIV-Infektion geführt. Betroffene können wie mit einer chronischen Infektionskrankheit leben. "Auch wenn wir das Virus bis heute nicht besiegen können, so haben wir dank der intensiven Forschung der vergangenen Jahre doch gelernt, es einigermaßen in Schach zu halten", sagt Dr. Ravi Walli, Leiter der medizinischen Fachabteilung Virologie/ Antiinfektiva bei GlaxoSmithKline.

    Da das HI-Virus seine Molekülstruktur spontan verändern kann, sehen sich Forscher ständig neuen Herausforderungen gegenüber gestellt. Medikamente verlieren durch Mutation des Virus ihre Wirksamkeit, es entstehen so genannte Resistenzen.

    Die biologischen Eigenschaften des Virus haben bisher zwar verhindert, dass eine Impfung gegen das HI-Virus entwickelt werden konnte. Weltweit arbeiten die Forscher-Teams aber an kontinuierlichen Weiter- bzw. Neuentwicklungen von antiretroviralen Substanzen, welche die Vermehrung des Virus im Körper des Menschen hemmen können. Eine Impfung soll - ähnlich einer Grippe-Impfung - die Ansteckung mit HIV verhindern oder bei bereits infizierten Patienten deren Immunsystem stärken, so dass es besser gegen das HI-Virus ankämpfen kann. Die Entwicklung eines Impfstoffes gegen HIV und AIDS bleibt eine der größten medizinischen Herausforderungen.

    Über "Anpfiff gegen AIDS"

    Seit der Entdeckung des HI-Virus 1981 verstarben weltweit über 25 Millionen Menschen an AIDS. In Deutschland infizieren sich etwa 2.250 Menschen pro Jahr. Besonders betroffen ist das südliche Afrika. 2,5 Millionen Menschen sterben dort jährlich an der Krankheit und deren Folgen. AIDS ist noch immer unbesiegt. Aufklärung, Prävention und tatkräftige Hilfe sind unverändert notwendig. "Anpfiff gegen AIDS" ist eine Initiative des SC Preußen 06 e.V. Münster, GlaxoSmithKline, der Stadt Münster und der Deutschen AIDS-Stiftung, um HIV/AIDS wieder in das Bewusstsein zu rücken und konkret zu helfen. Die Aktion unterstützt das AIDS-Hilfsprojekt HOPE in Südafrika, dem Austragungsort der nächsten Fußball-Weltmeisterschaft 2010. Mehr Informationen zu HIV und AIDS finden Sie auf www.hiv-info.de, Informationen zu "Anpfiff gegen AIDS" erhalten Sie von unserem Kontaktbüro.

Abdruck honorfrei Belegexemplare erbeten

Pressekontakt: Kontakt: "Anpfiff gegen AIDS" Kontaktbüro c/o Ketchum, Arne Neumeyer Telefon: 089 12 44 51 94 E-Mail: arne.neumeyer@ketchum.com

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