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GSK-Chef Werner zum neuen Spargesetz im Gesundheitswesen: "Das Sparen wird uns teuer zu stehen kommen"

    München (ots) - Kurzfristiger Aktionismus prägt das heute im Bundestag verabschiedete Arzneimittelverordnungs-Wirtschaftlichkeitsgesetz (AVWG). Dem neuen Spargesetz, das wieder nur an einzelnen Kostenschrauben dreht, prognostiziert GSK-Deutschland-Chef Dr. Thomas Werner keine lange Halbwertszeit.

    "Das AVWG geht in die falsche Richtung", so Werner. "Als forschendes Gesundheitsunternehmen sehen wir mit Sorge, dass der Trend, Patente auf Umwegen zu entwerten, weitergeht." Über eine aggressive Festbetragsregelung werden die Preise für Medikamente weiter in den Keller geschraubt. "Eine preisliche Anerkennung für hochwertige medizinische Produkte, die Leben verlängern oder retten, wird kurzfristigen Sparzielen geopfert."

    Dabei machen die Kosten für Medikamente nur knapp ein Fünftel der Ausgaben der Krankenkassen aus - schon von daher ist die einseitige Fokussierung auf Arzneimittel problematisch. Und während die Preise für Arzneimittel seit Jahren stabil sind und durch ein zusätzliches Preismoratorium nun zusätzlich gedeckelt werden, treibt der Staat durch die Erhöhung der Mehrwertsteuer die Ausgaben für Arzneimittel ab 2007 selber in die Höhe.

    "Dieses 'Sparen auf Teufel komm raus' wird uns teuer zu stehen kommen", resümiert Thomas Werner. Die Festbetragsregelung, mit der sich der Staat erstmals Zugriff auf die Preisgestaltung neuer Medikamente verschafft hat und die im AVWG noch verschärft wurde, steht im Gegensatz zu den Bekundungen über den Innovationsstandort Deutschland.  "Wo bleibt da eigentlich der Innovationsstandort Deutschland, den alle einfordern? Eine Innovationsoffensive, die Deutschland fit machen will für die Zukunft, sieht in meinen Augen anders aus", so Werner. Der gut gemeinte Ansatz mit der Innovationsschutzklausel werde kaum greifen, weil die Messlatte für Ausnahmen von der Festbetragsregelung zu hoch angesetzt sei.

    Dabei könne die pharmazeutische Industrie dazu viel beitragen, so Werner: "Die forschende Arzneimittelindustrie ist ein Innovationstreiber, der wie kaum eine andere Branche Wissen produziert, neue Technologien fordert und fördert, Forschungs-strukturen schafft und belebt, und direkt wie indirekt hochwertige Arbeitsplätze schafft. Eine auf die Bewältigung von Zukunft spezialisierte Industrie, die Magnet ist für die besten Köpfe, für Innovationskapital und damit für weiteren Fortschritt. Ein Unternehmen wie GlaxoSmithKline setzt sich und sein direktes Umfeld unter ständigen Modernisierungsdruck. Weil Fortschritt weiteren Fortschritt generiert. Aber dafür brauchen wir Rahmenbedingungen, die das honorieren."

    Fazit: "Das AVWG ist innovationsfeindlich und ein Bürokratie-Monstrum. Das System der Festbeträge - sowieso schon problematisch -wird überdreht. Ich hoffe, dass die anstehende Finanzreform als Chance erkannt wird, dass Gesundheitspolitik auch als Wirtschafts-, Standort- und Forschungspolitik gesehen werden muss."

    Unternehmensinformation     GlaxoSmithKline - eines der weltweit führenden forschungsorientierten Arzneimittel- und Healthcare-Unternehmen - engagiert sich für die Verbesserung der Lebensqualität, um Menschen ein aktiveres, längeres und gesünderes Leben zu ermöglichen.

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