GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG

GSK und Verily gründen Galvani Bioelectronics - eine neue Firma, die sich die Entwicklung von bioelektronischen Medizinprodukten zur Aufgabe macht

Ein Dokument

Marktführer der Gesundheits- und Technologiebranchen wollen elektrische Signale im Körper für die Behandlung von chronischen Erkrankungen nutzbar machen

GSK (LSE/NYSE: GSK) gab am 1. August 2016 bekannt, einen Vertrag mit Verily Life Sciences LLC (ehemals Google Life Sciences), einer Firma der Alphabet-Holding, zur Gründung von Gal-vani Electronics geschlossen zu haben, um die Erforschung, Entwicklung und Vermarktung bio-elektronischer Medizinprodukte zu ermöglichen. GSK hält an dem neuen Gemeinschaftsunter-nehmen eine Beteiligung von 55 % und Verily 45 %.

Der zukünftige Sitz von Galvani Bioelectronics ist in Großbritannien. Die Mutterkonzerne bringen bestehende Patente ein und investieren in den nächsten sieben Jahren bis zu 540 Millionen £ unter der Voraussetzung, dass verschiedene Meilensteine in der Erforschung und Entwicklung erfolgreich erreicht werden.

Bioelektronische Medizinprodukte sind ein verhältnismäßig neues Wissenschaftsgebiet, das da-rauf ausgerichtet ist, eine große Bandbreite an chronischen Erkrankungen mit miniaturisierten implantierbaren Geräten zu bekämpfen, die über die Nerven verlaufende elektrische Signale im Körper modifizieren können; dazu gehören auch bei vielen Krankheiten auftretende unregelmä-ßige oder veränderte Impulse. GSK ist seit 2012 auf diesem Gebiet tätig und glaubt, dass be-stimmte chronische Erkrankungen wie Arthritis, Diabetes und Asthma potenziell mit diesen Ge-räten behandelt werden können.

Der Vertrag zur Gründung von Galvani Bioelectronics ist ein weiterer wichtiger Schritt für die Bioelektronikforschung von GSK. Die neue Firma vereint GSKs Fachwissen von Weltrang auf dem Gebiet der Erforschung und Entwicklung von Medikamenten und das tiefgehende Wissen über die Biologie von Krankheiten mit dem weltweit führenden technischen Fachwissen von Verily auf den Gebieten der Miniaturisierung von Elektronik mit geringer Leistungsaufnahme, der Geräteentwicklung, der Datenanalyse und der Entwicklung von Software für klinische An-wendungen. Die Arbeit konzentriert sich zunächst auf den klinischen Konzeptnachweis bei ent-zündlichen, metabolischen und endokrinen Krankheiten, darunter Typ-2-Diabetes, bei dem be-reits auf Tiermodellen basierende substanzielle Evidenz vorliegt, und auf die Entwicklung ent-sprechender miniaturisierter Präzisionsgeräte.

Moncef Slaoui, Chairman der weltweiten Global-Vaccines-Sparte von GSK, der wesentlich an der Einführung der Investitionen von GSK auf dem Gebiet der Bioelektronik beteiligt war, wird den Aufsichtsratsvorsitz in der neuen Firma übernehmen. Er sagte:

"Viele der im menschlichen Körper ablaufenden Vorgänge werden durch elektrische Signale gesteuert, die zwischen Nervensystem und Körperorganen ausgetauscht werden und bei vielen chronischen Erkrankungen gestört sein können. Die Vision der bioelektronischen Medizin be-steht darin, die neuesten Fortschritte in Biologie und Technologie zu nutzen, um diese elektri-sche Kommunikation verstehen zu lernen und die bei krankhaften Zuständen vorgefundenen Unregelmäßigkeiten mithilfe miniaturisierter, an den einzelnen Nerven angebrachter Geräte zu korrigieren. Ist dieser Ansatz erfolgreich, hat er das Potenzial, neue therapeutische Möglichkei-ten neben den herkömmlichen Medikamenten und Impfstoffen erschließen zu können.

Dieser Vertrag mit Verily zur Gründung von Galvani Bioelectronics ist ein entscheidender Schritt nach vorn auf dem Weg, den GSK in Richtung Bioelektronik eingeschlagen hat. Er vereint Gesundheitsfürsorge und Technologie, um daraus eine gemeinsame Vision von miniaturisierten Präzisionselektrogeräten für Therapiezwecke zu verwirklichen. Gemeinsam können wir den Fortschritt auf diesem hochinteressanten Gebiet rasch beschleunigen, um innovative Medizin-produkte zu entwickeln, die tatsächlich die elektrische Sprache des Körpers sprechen."

Brian Otis, Chief Technology Officer bei Verily, sagte: "Das ist ein ehrgeiziges Kooperationsprojekt, das es GSK und Verily ermöglicht, ihre Kräfte zu vereinen und einen enormen Einfluss auf ein neues, gerade entstehendes Gebiet auszuüben. Die bioelektronische Medizin ist ein neuer Bereich der Erforschung therapeutischer Möglichkeiten, und wir wissen, dass hier tiefgehendes biologisches Wissen und neue hochminiaturisierte Technologien zusammenwachsen müssen, um erfolgreich zu sein.

"Diese Partnerschaft bietet die Möglichkeit, Verilys Mission weiter voranzubringen, indem wir unser konzentriertes Fachwissen über miniaturisierte Therapeutika mit geringer Leistungsauf-nahme und unsere automatisierte Auswertung von Daten (Data Analytics Engine) einsetzen, um potenziell viele Krankheitsbereiche mit höherer Präzision und mit dem Ziel anzugehen, die Ergebnisse zu verbessern."

Die Firmenzentrale von Galvani Bioelectronics wird im globalen Forschungs- und Entwicklungs-zentrum von GSK in Stevenage in Großbritannien angesiedelt. Ein zweiter Forschungsknoten-punkt befindet sich in der Anlage von Verily im Süden von San Francisco. Zunächst beschäftigt Verily dort etwa 30 erfahrene Wissenschaftler, Ingenieure und Kliniker und finanziert und inte-griert eine breite Palette an Kooperationen mit beiden Mutterfirmen, mit Hochschulen und ande-ren Forschungs- und Entwicklungsunternehmen. GSK und Verily sind überzeugt, dass diese Form der Kooperation die Entwicklung bioelektronischer Medizingeräte rasch beschleunigen wird.

Kris Famm, Vice President of Bioelectronics Forschung und Entwicklung bei GSK, wurde zum President der neuen Firma ernannt. Famm hat Pionierarbeit bei der Entdeckung groß- wie kleinmolekularer Arzneimittel geleistet und zehn Jahre lang an der Entwicklung und Bereitstel-lung einer Forschungs- und Entwicklungsstrategie gearbeitet, wobei er sich immer wieder auf aufstrebende Technologien konzentrierte. Er hat die Erforschung der Bioelektronik bei GSK mitgestaltet und sie geleitet. Außerdem wird ein siebenköpfiges Board unter dem Vorsitz von Moncef Slaoui ernannt, zu dem Andrew Conrad, CEO von Verily gehört. Die neue Firma wird vollständig in die Geschäftsberichte von GSK aufgenommen.

Dieser Vertrag unterliegt den üblichen Bedingungen für einen Abschluss (darunter auch die er-forderlichen kartellrechtlichen Genehmigungen). Es wird davon ausgegangen, dass er vor Ende 2016 abgeschlossen wird.

GSK und Bioelektronik:

Seit 2012 betreibt ein dafür abgestelltes Team bei GSK Forschung auf dem Gebiet potenzieller bioelektronischer Medizinprodukte. Seither hat sich die Firma eine führende Position auf diesem Gebiet erarbeitet, wozu auch die Gründung eines weltweiten Netzwerks von etwa 50 For-schungskooperationen und die Investition von 50 Millionen $ in einen Risikokapitalfond für Bio-elektronik gehören. Durch diese Kooperationen und Investitionen hat GSK bei einer Reihe von Erkrankungen viel versprechende Konzeptnachweise bei Tiermodellen erreichen können. Nach Auffassung von GSK könnten die ersten bioelektronischen Medizinprodukte innerhalb der nächsten 10 Jahre zulassungsreif sein.

Weitere Informationen finden Sie im Ressourcenzentrum für die Medien des bioelektronischen Bereichs von GSK unter http://www.gsk.com/en-gb/media/resource-centre/bioelectronics/

Geschichte von Galvani:

Galvani Electronics ist nach Luigi Aloisio Galvani benannt, einem italienischen Wissenschaftler, Arzt und Philosophen des 18. Jahrhunderts, der als einer der ersten das Gebiet der Bioelektro-nik erforscht hat. Er machte 1780 die entscheidende Entdeckung, dass die Beine eines Fro-sches zuckten, wenn er den Ischiasnerv mit zwei Metallstücken berührte, was ihn veranlasste, die Theorie der Bioelektrizität aufzustellen. Galvanis Entdeckung wurde zwar von vielen seiner Berufskollegen bestritten, machte aber den Weg frei für die modernen Untersuchungen der Elektrophysiologie und Neurowissenschaft - zwei Gebiete, die für die Entwicklung bioelektroni-scher Medizinprodukte von zentraler Bedeutung sind.

GlaxoSmithKline - eines der weltweit führenden forschenden Arzneimittel- und Healthcare-Unternehmen - engagiert sich für die Verbesserung der Lebensqualität, um Menschen ein akti-veres, längeres und gesünderes Leben zu ermöglichen. In Deutschland gehört GSK zu den wichtigsten Anbietern medizinischer Produkte und engagiert sich darüber hinaus in vielfältigen sozialen Projekten: So unterstützen wir "wellcome - für das Abenteuer Familie" und den "För-derverein Bildung für kranke Kinder und Jugendliche München e.V.".Zudem stellt GSK seine MitarbeiterInnen einen Tag im Jahr am so genannten "OrangeDay" frei, um in sozialen Einrich-tungen mitzuhelfen. Seit 2013 besteht eine einzigartige weltweite Partnerschaft mit der Nichtre-gierungsorganisation "Save the Children", die das Ziel hat, einer Million Kindern in Entwick-lungsländern das Leben zu retten.

GSK enquiries:

UK Media enquiries:

David Mawdsley +44 (0) 20 8047 5502 (London) Simon Steel +44 (0) 20 8047 5502 (London) David Daley +44 (0) 20 8047 5502 (London) Eleanor Bunch +44 (0) 20 8047 5502 (London)

Ansprechpartner für Journalisten:

Claudia KubackiSenior Managerin Unternehmenskommunikation Tel.: 089/360 44-8324E-Mail: Claudia.C.Kubacki@gsk.com

Markus Hardenbicker

Leiter UnternehmenskommunikationTelefon: 089/360 44-8329E-Mail: Markus.M.Hardenbicker@gsk.com

GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG, Prinzregentenplatz 9, 81675 München



Weitere Meldungen: GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG

Das könnte Sie auch interessieren: