DIRK - Deutscher Investor Relations Verband e.V.

Professionalisierung von Investor Relations schlägt sich in Vergütung nieder

    Frankfurt a.M./Hamburg (ots) -

    Unternehmensgröße, Börsensegment und Karrierestufe bestimmen über Höhe der Bezahlung von IR-Spezialisten - Variable Vergütungsbestandteile im DAX auch im europäischen Vergleich am höchsten

    In den zurückliegenden Jahren hat sich die Kapitalmarktkommunikation in deutschen Unternehmen deutlich professionalisiert. Diese Entwicklung schlägt sich auch in der Vergütung der mit Investor Relations (IR) befassten Fachkräfte nieder, die mittlerweile auch im internationalen Vergleich wettbewerbsfähig ist. Bei der Vergütungshöhe und -struktur zeigen sich zudem deutliche Unterschiede nach Börsensegmenten, insbesondere auf den höheren Karrierestufen. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Vergütungsstudie, die der DIRK - Deutscher Investor Relations Verband e.V. und die Unternehmensberatung Towers Perrin gemeinsam durchgeführt haben.

    "Mit unserer Studie liegt erstmalig eine die wichtigsten Börsensegmente umfassende Analyse der Vergütung von IR-Spezialisten in Deutschland vor", unterstreicht DIRK-Geschäftsführer Kay Bommer die Bedeutung des Vergütungsvergleichs. "Die Studienergebnisse belegen für uns, dass sich die IR-Funktion in Deutschland nach nur gut zehn Jahren etabliert hat und in ihrer materiellen Ausstattung auf etwa gleicher Höhe mit anderen wichtigen Zentralfunktionen im Unternehmen liegt. Dies sei so nicht zu erwarten gewesen", so Bommer.

    IR-Leiter aus DAX-Unternehmen klar an der Spitze

    So beläuft sich die Grundvergütung eines Junior Spezialisten im Median über alle Segmente auf 50.000 Euro, die eines IR-Leiters auf rund 110.000 Euro, zu der bei den Junior Spezialisten nur in Ausnahmefällen noch eine geringe variable Vergütungskomponente hinzukommt - im Gegensatz zum IR-Leiter, dessen Gesamtvergütung sich mit der variablen Vergütung auf 150.000 Euro addiert.

    Sowohl bei der Höhe als auch Struktur der Vergütung belegt die Studie je nach Karrierestufe deutliche Unterschiede nach Zugehörigkeit der Unternehmen zu bestimmten Börsensegmenten. Dieser Unterschied fällt umso deutlicher aus, je höher die betrachtete Position auf der Karriereleiter angesiedelt ist. Während die Vergütung von IR-Spezialisten auf mittlerem Karriereniveau mit rund 15 Prozent Spreizung zwischen DAX und anderen Börsensegmenten relativ dicht beieinander liegt, beläuft sich beispielsweise das Gesamtgehalt eines IR-Leiters im DAX im Median etwa auf das Doppelte seiner Kollegen im MDAX und auf das Dreifache der Kollegen aus den nicht börsennotierten Unternehmen. Diese Unterschiede erklären sich in erster Linie aus der Unternehmensgröße und der damit zusammenhängenden unterschiedlich hohen Budget- und Personalverantwortung.

    Die Unterschiede nach Börsensegmenten schlagen sich auch in der variablen Vergütung nieder. So erhalten IR-Spezialisten im DAX einen deutlich höheren variablen Anteil an der Gesamtvergütung. Der variable Anteil in der Vergütung eines IR-Leiters in DAX-Unternehmen beläuft sich auf rund ein Drittel der Gesamtvergütung, in MDAX-Unternehmen macht dieser Anteil ein Fünftel aus, in SDAX / TecDAX ein Viertel. Auch steigt der variable Vergütungsanteil mit der Karrierestufe. "IR-Leiter in DAX-Unternehmen - wie im Übrigen auch deren Stellvertreter - verfügen somit über die am stärksten Performance-orientierte Vergütung im Vergleich", erläutert Ralph Lange, Studien-Co-Autor und Vergütungsexperte bei Towers Perrin, der auch auf einen weiteren generellen Fakt verweist: "Je höher die Position im Unternehmen angesiedelt ist, desto größer wird der Einfluss des Unternehmenserfolgs auf die individuelle Vergütung."

    Eine Analyse der europäischen Vergütungsniveaus belegt zudem, dass IR-Leiter in Großbritannien rund ein Viertel mehr, in Frankreich dagegen ca. ein Fünftel weniger verdienen als ihre deutschen Kollegen. Deutschland ist hingegen Spitzenreiter bei der Höhe der variablen Vergütung.

    Über den (Vergütungs-) Tellerrand geschaut

    Eine Auswertung von Firmenwagenberechtigung und Neuwagenpreisen ergab keine Index-spezifischen Unterschiede. In der Regel erhalten fast alle IR-Leiter (95 Prozent) einen Firmenwagen, während Mitarbeiter auf den untersten beiden Karrierestufen diesen nur in Ausnahmefällen (bis zu 15 Prozent) gestellt bekommen. Ist dies dennoch der Fall, beläuft sich der durchschnittliche Brutto-Neuwagenpreis auf rund 28.000 Euro, der vergleichbare Wert für IR-Leiter auf rund 37.000 Euro. Die untersuchten Unternehmen unterschieden sich deutlich in der Anzahl der Mitarbeiter, die in IR-Abteilungen tätig sind. In DAX-Unternehmen bestehen diese Abteilungen im Durchschnitt aus sechs Mitarbeitern, im MDAX aus zwei und im SDAX sowie TecDAX aus einem Mitarbeiter. Etwa zwei Drittel der Mitarbeiter sind dabei mindestens zu 80 Prozent mit Themen der Kapitalmarktkommunikation befasst.

    Den IR-Abteilungen steht in der Regel ein Budget in Höhe von 500.000 bis zu 2 Millionen Euro zur Verfügung. In Einzelfällen geht es zum Teil deutlich darüber hinaus, zum Teil bis auf fast 10 Millionen Euro.     Hintergrundinformation zur Studie und Bezug:

    Die Datenerhebung für die vorliegende Studie wurde im März 2006 abgeschlossen. Zielgruppe der Befragung waren Verbandsmitglieder des Deutschen Investor Relations Verbands. Insgesamt haben 48 Unternehmen teilgenommen, die zu annähernd gleichen Teilen aus den Börsenindizes DAX, MDAX und SDAX / TecDAX sowie aus dem nicht börsennotierten Unternehmensbereich stammen.

    Eine Zusammenfassung der Studienergebnisse ist kostenlos zu beziehen bei: Towers Perrin, Frau Anna-Maria Angermann, Eschersheimer Landstraße 50, 60322 Frankfurt a.M., T. +49 (0)69.1505 5161, E-Mail: marketing_germany@towersperrin.com.

    Über den DIRK:

    Der DIRK - Deutscher Investor Relations Verband e.V. ist der deutsche Berufsverband für professionelle Investor Relations. Mit über 200 Mitgliedern setzt der DIRK die Standards für die Kommunikation zwischen Unternehmen und dem Kapitalmarkt. Die Bandbreite der im DIRK organisierten Unternehmen umfasst sämtliche DAX-Werte sowie das Gros der im MDAX, SDAX und TecDAX gelisteten Aktiengesellschaften bis hin zu kleinen Unternehmen im General Standard. Eine zunehmende Rolle spielen zudem nicht börsennotierte Mitglieder, die den Gang an die Börse noch vor sich haben oder Fremdkapitalinstrumente emittieren. Im Jahr 1994 gegründet verfügt der DIRK heute über eine professionelle Organisation mit ständiger Geschäftsstelle und regionalen Treffpunkten. Seinen Mitgliedern bietet der DIRK aktive fachliche Unterstützung und fördert den regelmäßigen Austausch untereinander sowie mit Investor Relations-Fachleuten aus aller Welt. Darüber hinaus setzt sich der DIRK für die Aus- und Weiterbildung des Investor Relations-Nachwuchses in Deutschland ein.

    Über Towers Perrin:

    Towers Perrin zählt zu den weltweit führenden Management-Beratungen. Die Beratungsgesellschaft unterstützt Unternehmen, ihre Mitarbeiter so einzusetzen und zu führen, dass sie die Unternehmensperformance nachhaltig steigern. Das Unternehmen bietet innovative Lösungen in den Beratungsbereichen HR Services (Human Resource Management Consulting), Tillinghast (Managementberatung für Finanzdienstleister) sowie Reinsurance. Die Geschäftsbereiche sind mit mehr als 5.000 Mitarbeitern in 24 Ländern weltweit präsent. In Deutschland unterhält Towers Perrin Büros an den Standorten Frankfurt, Köln und Reutlingen mit aktuell rund 290 Mitarbeitern. Im Geschäftsbereich HR Services berät Towers Perrin Unternehmen in den Themenfeldern Vergütung und Compensation Intelligence, Talent Management sowie Strategie und Organisation der HR-Funktion.

Für weitere Informationen: Kay Bommer DIRK - Deutscher Investor Relations Verband e.V. Baumwall 7 (Überseehaus) 20459 Hamburg T.  +49 (0)40.4136 3960 F.  +49 (0)40.4136 3969 info@dirk.org www.dirk.org

Thomas Müller Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Towers Perrin Eschersheimer Landstraße 50 60322 Frankfurt a.M. T. +49 (0)69.1505 5118 F. +49 (0)69.1505 5544 thomas.mueller@towersperrin.com www.towersperrin.com

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