TÜV SÜD AG

TÜV SÜD wächst weiter: Umsatz steigt auf über 2,4 Milliarden Euro

Prof. Dr.-Ing. Axel Stepken, Vorstandsvorsitzender der TÜV SÜD AG. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/38406 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/TÜV SÜD AG"
Prof. Dr.-Ing. Axel Stepken, Vorstandsvorsitzender der TÜV SÜD AG. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/38406 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/TÜV SÜD AG"

München (ots) -

   - Zukunftsinvestitionen: 123 Mio. Euro für Prüfinfrastruktur und 
     Digitalisierung
   - Neue Bestmarken: 2,427 Mrd. Euro Umsatz und 216,7 Mio. Euro 
     Ergebnis (bereinigtes EBIT)
   - Wachstumsmärkte: Digitalisierung - Cyber Security - Autonomes 
     Fahren 

Die Menschen vor nachteiligen Auswirkungen der Technik zu schützen - das ist der Auftrag von TÜV SÜD seit 1866. Der internationale Dienstleistungskonzern erreichte 2017 neue Bestmarken bei Umsatz und Gewinn. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 Prozent auf 2,427 Milliarden Euro; das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (bereinigtes EBIT) verbesserte sich um 7,4 Prozent auf 216,7 Millionen Euro. Weltweit beschäftigte TÜV SÜD im Jahr 2017 über 24.000 Mitarbeiter, rund die Hälfte davon im Ausland.

TÜV SÜD verfolgt seit Jahren einen erfolgreichen Wachstumskurs, der von der gezielten Weiterentwicklung der Dienstleistungen und vom kontinuierlichen Ausbau des weltweiten Experten- und Labornetzwerks getrieben wird. Im Jahr 2017 hat der internationale Dienstleister rund 123 Millionen Euro in die Erweiterung der Prüfinfrastruktur und die Entwicklung von Leistungen und Geschäftsmodellen im Umfeld von Digitalisierung und Industrie 4.0 sowie in die Weiterbildung der Mitarbeiter für "Digital Readiness" investiert. Das Vertrauen von Kunden auf der ganzen Welt war ein wichtiger Grund dafür, dass TÜV SÜD auch im Jahr 2017 weiter profitabel gewachsen ist. "Politische Unsicherheiten, negative Währungseffekte und protektionistische Tendenzen haben auch unser Geschäft beeinflusst, das im Kern mit dem weltweiten Austausch von Waren und dem Zugang zu internationalen Märkten zu tun hat - und mit der Sicherheit von Produkten, Anlagen und Prozessen", erklärte Prof. Dr.-Ing. Axel Stepken, Vorstandsvorsitzender der TÜV SÜD AG, auf der Bilanzpressekonferenz des Unternehmens in München. Trotz dieser widrigen Effekte konnte der internationale Dienstleister seinen Umsatz im Jahr 2017 auf 2,427 Milliarden Euro und das Ergebnis (bereinigtes EBIT) auf 217 Millionen Euro steigern und damit neue Rekordmarken setzen. Dabei wurden 42 Prozent des Umsatzes mit Kunden außerhalb Deutschlands erwirtschaftet.

Erfolg auf breiter Basis

Besonders erfreulich ist nach Aussage von Dr. Matthias J. Rapp, Finanzvorstand der TÜV SÜD AG, dass alle operativen Bereiche zum erfolgreichen Verlauf des Geschäftsjahres 2017 beigetragen haben: "Das Segment MOBILITY überzeugte erneut mit einem Umsatzzuwachs von über 5 Prozent auf 772,4 Millionen Euro, das Segment INDUSTRY steigerte den Umsatz leicht um 0,3 Millionen Euro auf über 961 Millionen Euro und das Segment CERTIFICATION setzte seine Erfolgsgeschichte mit einem starken Umsatzplus von 7,4 Prozent auf rund 714 Millionen Euro fort." Positiv bewertete Dr. Rapp auch die Entwicklung der Division Business Assurance, die zum Segment CERTIFICATION gehört und die im Jahr 2017 mit Blick auf die wachsenden Sicherheitsanforderungen im Umfeld der Digitalisierung neu aufgestellt wurde. "Besonders erfreulich ist, dass auch unsere Leistungen zur Cyber Security schon zum Wachstum dieser Division beitragen", so der Finanzvorstand. Das sei ein positives Signal für die weitere Entwicklung in diesem wichtigen Bereich und für das gesamte, schnell wachsende Leistungsspektrum von TÜV SÜD im Umfeld der digitalen Transformation.

Umsatzstärkste Region war im Jahr 2017 erneut die Region EUROPE, die Europa inklusive Deutschland umfasst. Der Umsatz kletterte um 4,8 Prozent auf über 1,8 Milliarden Euro. "Mehr als 1,5 Milliarden Euro steuerte unser Heimatmarkt Deutschland bei, auf dem wir ein Umsatzplus von 6,5 Prozent verzeichnen konnten", sagte Rapp. "Das ist ein sehr guter Wert, wenn man unseren hohen Marktanteil und den harten Wettbewerb in Betracht zieht." Das prozentual stärkste Wachstum erzielte TÜV SÜD in Nord- und Südamerika, wo der Umsatz um 7,2 Prozent auf über 220 Millionen Euro gesteigert werden konnte. Die Region ASIA leistete einen Beitrag von 380 Millionen Euro zum Gesamtumsatz des Konzerns.

Mit Blick auf den aktuellen Geschäftsverlauf sagte Rapp: "Wir sind gut ins Jahr 2018 gestartet und ich bin zuversichtlich, dass wir unsere robuste Geschäftsentwicklung weiter fortsetzen können." Die Erfolgsfaktoren seien das internationale Netz an Prüflaboren, das breite Angebot an Dienstleistungen - auch für neue und innovative Technologien - sowie das Know-how und die Erfahrung der mehr als 24.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf der ganzen Welt.

Ausbau der weltweiten Prüfinfrastruktur

TÜV SÜD hat auch 2017 kräftig investiert und über 123 Millionen Euro für die Weiterentwicklung des Unternehmens ausgegeben. Die wichtigsten Investitionsschwerpunkte waren der Ausbau der weltweiten Prüfinfrastruktur, die Entwicklung von neuen Dienstleistungen und Geschäftsmodellen im Umfeld der Digitalisierung sowie in die Vorbereitung der Mitarbeiter auf die Herausforderungen der digitalen Transformation. In den USA wurden insgesamt neun Millionen Euro investiert, unter anderem in den Bau eines hochmodernen Labors für die Prüfung von Elektronikprodukten. In Schottland startete der Aufbau eines Entwicklungs- und Forschungszentrums für Unterwasserpipelines, der - verteilt auf mehrere Jahre - mehr als zehn Millionen Euro erfordern wird. "Die Modernisierung und den Ausbau unserer Prüfeinrichtungen werden wir konsequent fortsetzen", kündigte Stepken an. So sollen in den nächsten beiden Jahren allein in China drei neue Batterietechnologiezentren errichtet werden und das bestehende Netz von Laboren in Deutschland, Kanada, den USA und Südkorea ergänzen. "Zudem haben wir in Singapur mit dem Bau eines neuen Gebäudes begonnen, in dem wir unsere Einheiten und Prüfeinrichtungen an diesem Standort konzentrieren", so der Vorstandsvorsitzende. Dazu zählt auch das Center of Excellence Digital Services, das vor zwei Jahren eröffnet wurde.

Die digitale Transformation des bestehenden Kerngeschäfts und die Entwicklung von neuen Dienstleistungen und Geschäftsmodellen ist der zweite Investitionsschwerpunkt von TÜV SÜD. "Die 'Speerspitze' dieser Entwicklung sind unsere beiden Centers of Excellence in Singapur und München und die 2016 gegründete Digital Service GmbH, in denen wir wichtige Projekte initiieren und vorantreiben", erklärte Stepken. Dazu zählt beispielsweise der Singapore Smart Industry Readiness Index, den TÜV SÜD im Auftrag des Economic Development Board (EDB) des Stadtstaates entwickelt hat. Mit diesem Index können Unternehmen ihre Ausgangssituation im Umfeld der Industrie 4.0 bestimmen und daraus eine Strategie für ihre digitale Transformation ableiten. Weitere Entwicklungen von TÜV SÜD konzentrieren sich auf Datensicherheit und Cyber Security. "Aus praktisch allen Branchen bekommen wir Anfragen, wie ein besserer Datenschutz, wie eine höhere Cyber Security erreicht werden kann", so der Vorstandsvorsitzende. "Das sind genau die Bereiche, in denen wir unsere Kompetenzen und Leistungen massiv ausbauen."

Sealed Cloud und Cyber Security

Ein Meilenstein in dieser Entwicklung war die Beteiligung an der Uniscon GmbH im Jahr 2017, einem Anbieter von hochsicheren Cloud-Lösungen für die Datenverarbeitung. "Damit setzen wir unser erklärtes Ziel um, neue Wege zu beschreiten und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln", betonte Stepken. "Mit Uniscon positionieren wir uns als Betreiber einer zuverlässigen und sicheren Plattform für das Handling von Daten mitten im Zentrum der digitalen Transformation." Die Einzigartigkeit der Uniscon-Lösungen besteht darin, dass die Verarbeitung von Daten in der Cloud möglich ist, ohne dass der Betreiber der Cloud einen Zugriff auf die Daten hat. Die Einsatzmöglichkeiten der Sealed Cloud-Technologie reichen von der Auswertung von Videodaten im öffentlichen Raum über die sichere Verarbeitung von Daten in der Medizin bis zu Anwendungen in der Versicherungswirtschaft oder im Automobilbereich.

In der Sealed Cloud sind Daten sicher, aber auch andere Anwendungen und Umgebungen müssen vor Angriffen aus dem Netz geschützt werden. Um Unternehmen beim Umgang mit solchen Risiken noch besser zu unterstützen, hat TÜV SÜD im Jahr 2017 die entsprechenden Aktivitäten und Leistungen unter dem Dach der Division Business Assurance neuformiert. "Mit dem Ziel der Risikominimierung bringen wir in dieser Division branchenübergreifend die organisatorische, technische und digitale Prozesssicherheit zusammen und vermitteln auch das entsprechende Know-how - beispielsweise durch Trainings für die Mitarbeiter", erklärte Stepken. Den Kern der Division bilden die "klassischen" Zertifizierungen von Managementsystemen nach internationalen Standards wie ISO 9001, ISO 14001 oder ISO 50001, hinzu kommen neue Leistungen zum Datenschutz und zur Cyber Security. Dazu zählen beispielsweise die Unterstützung bei der Umsetzung der neuen Datenschutz-Grundverordnung, die am 25. Mai 2018 in Kraft tritt und hohe Anforderungen an die Verarbeitung mit personenbezogenen Daten stellt, oder die Cyber Security von industriellen Steuerungssystemen, die durch Instrumente wie Risikoanalyse, Informationssicherheitsmanagement und Penetrationstests überprüft und optimiert wird.

Autonomes Fahren und Automotive Platform

Auch im Automobilbereich ist die Digitalisierung das bestimmende Thema. "Wir bringen unsere umfassenden Erfahrungen aus der Homologation von Fahrzeugen und den Hauptuntersuchungen in wichtige Forschungs- und Pilotprojekte ein", sagte Stepken. So haben die TÜV SÜD-Experten nicht nur die Zulassung des ersten autonom fahrenden Personenbusses in Deutschland begleitet, sondern arbeiten auch zusammen mit dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) an einer offenen Entwicklungsplattform für Automobilhersteller, Zulieferer und Technologieunternehmen. Im Rahmen einer Initiative des VdTÜV hat TÜV SÜD zudem ein Konzept für eine Automotive Platform entwickelt, die einen sicheren und neutralen Zugang zu den Daten ermöglicht, die moderne Fahrzeuge bereits heute erzeugen. "Diese Daten sind für verschiedene Nutzungen wie individuelle Wartungsintervalle oder die Festlegung von Versicherungsprämien interessant", erklärte der Vorstandsvorsitzende. Aber ein Markt für solche neuen Dienstleistungen werde nur dann entstehen, wenn die Sicherheit und Neutralität des Datenhandlings gewährleistet sei.

Weitere Informationen im Internet:

   - Inhalte der Pressemappe unter 
  www.tuev-sued.de/bilanzpressekonferenz
   - Geschäftsbericht 2017 von TÜV SÜD unter 
  http://geschaeftsbericht.tuev-sued.de
   - Bildmaterial in reprofähiger Auflösung unter 
  www.tuev-sued.de/pressefotos in der Rubrik "Aktuelles & 
     Veranstaltungen"
   - Podcast bzw. O-Töne von Prof. Dr.-Ing. Axel Stepken unter 
  www.tuev-sued.de/audio-pr (ab 16:00 Uhr am 17. April 2018). 

Pressekontakt:

Sabine Hoffmann
TÜV SÜD AG
Unternehmenskommunikation
Westendstr. 199, 80686 München
Tel. +49 (0) 89 / 57 91 - 16 13
E-Mail s.hoffmann@tuev-sued.de
Internet www.tuev-sued.de

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