Alle Storys
Folgen
Keine Story von Deutsche Wildtier Stiftung mehr verpassen.

Deutsche Wildtier Stiftung

Kürzere Jagdzeiten, Nachtjagdverbot und Wildruhezonen für den Rothirsch!
Forderungen der Deutschen Wildtier Stiftung zum Hubertustag 2007

Hamburg (ots)

Die Jagd auf den Rothirsch im Herbst gehört für
viele Jäger zum Höhepunkt des Jagdjahres. Anlässlich des 
Hubertustages am 3. November 2007 fordert die Deutsche Wildtier 
Stiftung ein Umdenken bei der Bejagung von Rotwild. Denn der 
Rothirsch, die größte einheimische Säugetierart, hat in Deutschland 
inzwischen einen schweren Stand. Rothirsche wurden aus dem Offenland 
in die Wälder zurückgedrängt. Aber auch dort werden sie als 
"Rindenfresser" intensiv bejagt. Zusätzlich wird der Lebensraum des 
Rothirsches durch Straßen und Siedlungen immer kleiner. "Neben 
Landnutzung und Straßenbau muss auch die Jagd Weitblick entwickeln 
und mehr Rücksicht auf die Bedürfnisse des Rotwildes nehmen", erklärt
Hilmar Freiherr von Münchhausen, Geschäftsführer der Deutschen 
Wildtier Stiftung. Deshalb fordert die Deutsche Wildtier Stiftung: 
Jagdzeit auf Rotwild verkürzen, das Nachtjagdverbot strikt einhalten 
und Wildruhezonen ausweiten.
Per Gesetz darf Rotwild neun Monate im Jahr bejagt werden. Ein 
Verkürzen der Jagdzeit reduziert die Unruhe für die Tiere. Sie ziehen
sich dann nicht ausschließlich in die Wälder zurück, um dort ihren 
Hunger notgedrungen mit jungen Bäumen und Baumrinde zu stillen. 
Deshalb fort die Stiftung, die Jagdzeit auf Rothirsche auf fünf (1. 
August bis 31. Dezember) und auf Hirschkühe auf vier Monate (1. 
September bis 31. Dezember) zu konzentrieren.
Die Nachtjagd auf Rothirsche ist verboten - eigentlich! Doch 
dieses Nachtjagdverbot ist an vielen Orten aufgehoben, weil das 
Rotwild Schäden auf landwirtschaftlichen Flächen anrichtet. Der 
starke Jagddruck auch in der Nacht treibt jedoch die Tiere immer 
tiefer in den Wald hinein und die Fraßschäden im Wald nehmen zu - ein
Teufelskreis. Deshalb fordert die Deutsche Wildtier Stiftung, dass 
nur noch eng begrenzt nachts auf Rotwild gejagt werden sollte, wenn 
Schäden in der Landwirtschaft anders nicht mehr abgewendet werden 
können.
Rotwild ist sehr lernfähig. Dort, wo es größere Wildruhezonen mit 
Jagdverbot gibt, werden die Tiere schnell wieder tagaktiv, bewegen 
sich auch in der Offenlandschaft, und die Fraßschäden in den Wäldern 
reduzieren sich.
Gemeinsam mit Grundbesitzern, Landwirten, Förstern, Jägern und 
Naturschützern hat die Deutsche Wildtier Stiftung das "Leitbild 
Rotwild - Wege für ein fortschrittliches Management" erarbeitet, das 
Forderungen und konkrete Maßnahmen für den Schutz des Rotwildes und 
seiner Lebensräume in Deutschland zusammenfasst.

Pressekontakt:

Deutsche Wildtier Stiftung: Birgit Radow, Geschäftsführerin,
Billbrookdeich 216, 22113 Hamburg, Tel. 040 73339-1880,
B.Radow@DeWiSt.de, www.DeutscheWildtierStiftung.de

Detaillierte Forderungen zum Hubertustag 2007 unter
www.Presse.DeutscheWildtierStiftung.de

Original-Content von: Deutsche Wildtier Stiftung, übermittelt durch news aktuell

Weitere Storys: Deutsche Wildtier Stiftung
Weitere Storys: Deutsche Wildtier Stiftung