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ots-Eilmeldung: Electrolux: Jeder Streiktag vernichtet 10 kerngesunde Arbeitsplätze

Nürnberg (ots) - Electrolux forciert Zusammenarbeit mit Dienstleistern, um Lieferfähigkeit und Kundenservice aufrecht zu erhalten / „Aus Notlösungen können Dauerlösungen werden.“

Der anhaltende Streik im Werk Nürnberg führt dazu, dass bei Electrolux mit jedem weiteren Streiktag 10 Arbeitsplätze verloren gehen. Das Unternehmen hat Maßnahmen eingeleitet, um die Lieferfähigkeit und den Kundenservice weiterhin sicher zu stellen. Im Bereich Logistik, der seit 27. Januar bestreikt wird, laufen seit letzte Woche die ersten Lieferungen über externe Dienstleister. „So schaffen wir Arbeitsplätze bei anderen Firmen, obwohl wir die Kapazitäten im eigenen Haus gehabt hätten“, erläuterte Horst Winkler, verantwortlicher Manager für alle Electrolux-Werke in Europa. Jeder weitere Streiktag führt ferner zu einer noch schnelleren Verlagerung der Nürnberger Produktion. Bereits jetzt hat der Konzern erhebliche Volumen in andere Werke verlagern müssen, um seinen Verpflichtungen gegenüber den Kunden nachzukommen. „Im Moment sind das noch Notszenarien, die aber schnell zu Dauerlösungen werden, wenn die IG Metall weiter versucht, unser Unternehmen zu blockieren. Der Prozess ist dann unumkehrbar.“

Die Gewerkschaft lässt nach wie vor eine Bereitschaft zu realistischen Lösungen nicht erkennen. Bis heute wartet das Unternehmen auf eine konstruktive Antwort auf das letzte Woche vorgelegte, weit reichende Angebot für einen Sozialtarifvertrag mit einem einmaligen, flexiblen System („Nürnberger Modell“), einem Gesamtpaket mit einem Volumen von über 100 Millionen € für Abfindungen und Beschäftigungsgesellschaft. Dieses Angebot liegt deutlich über sämtlichen bisher mit dem AEG Betriebsrat vereinbarten Sozialplänen, und um rund 40 Prozent über dem in Deutschland durchschnittlich üblichen Niveau. „Die IGM muss nun rasch von ihren utopischen Forderungen runterkommen und mit uns die Details des Angebots weiter ausgestalten“, so Winkler.

Das Verhalten der IG Metall sorgt bei immer mehr Electrolux- Mitarbeitern und Partnern für Verärgerung. In der jüngst ausgelagerten Electrolux Distriparts für Ersatzteile haben 60 von 200 Mitarbeitern vor einigen Tagen per Brief dem Betriebsrat und der IG Metall ihr Vertrauen entzogen. „Die IG Metall tut so, als stünden alle Mitarbeiter hinter ihren Forderungen“, so Winkler. „Das ist schlicht unwahr.“

Hintergrund Werksschließung: Wegen anhaltend negativer Marktentwicklung gab Electrolux am 12. Dezember 2005 die Schließung des Werks in Nürnberg bis Ende 2007 bekannt. Auf Basis einer Betriebsvereinbarung vom 1. Januar 2005 arbeiten die von der Schließung betroffenen 1.700 Werksangehörigen derzeit 30 Wochenstunden. Diese Betriebsvereinbarung wurde im November 2005 bis Ende Juni 2006 verlängert. Vorher wird es keine Entlassungen geben. In Nürnberg produziert das Unternehmen Waschmaschinen und Geschirrspüler der Marken AEG, Electrolux, Juno und Zanussi. Die Schließung des Produktionsstandortes Nürnberg hat keinerlei Einfluss auf die Markenpolitik des Unternehmens. Electrolux hat das deutsche Traditionsunternehmen 1994 übernommen und seither die Marke AEG international weiter ausgebaut. Die Marke AEG stand und steht für herausragende Qualität, technische Innovationen und edles Design.

Hintergrund Ausgliederung Service-Gesellschaften: Um die Kostenstruktur und Wettbewerbsfähigkeit in den Service- bereichen zu verbessern und um die Struktur der AEG Hausgeräte GmbH an die internationale Matrixorganisation innerhalb der Electrolux- Gruppe anzupassen, wurden zum 1. September 2005 alle Bereiche des Unternehmens verselbständigt, die an der Herstellung und Montage der Produkte nicht unmittelbar beteiligt sind. So entstanden die Electrolux Service GmbH (427 Mitarbeiter), Electrolux Logistics GmbH (180 Mitarbeiter), Distriparts Deutschland GmbH (212 Mitarbeiter) und Electrolux Hausgeräte Vertriebs GmbH (636 Mitarbeiter). Es ist heute Standard, dass die Servicebereiche eines Unternehmens von Produktion und Supply Chain getrennt sind. Mitbewerber haben diesen Schritt bereits vollzogen und auch in anderen Branchen ist dies üblich. Obwohl die Service-Gesellschaften im engeren Sinne nicht mehr in den Tätigkeitsbereich der IG Metall fallen, versucht die Gewerkschaft dort ihren Einfluss zu behalten und eine Angliederung an der Abeitgeberverband des Groß- und Außenhandels zu verhindern.

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Electrolux ist der weltweit größte Hersteller von Geräten für die Küche, zum Reinigen und für Forst und Garten – wie zum Beispiel Kühlschränke, Waschmaschinen, Herde, Staubsauger und Gartentraktoren. 2004 setzte die Gruppe mit ca. 72.000 Mitarbeitern rund 13,2 Mrd. Euro um. Jedes Jahr kaufen Kunden in über 150 Ländern weltweit über 55 Millionen Produkte aus der Electrolux Gruppe für den privaten oder gewerblichen Einsatz. Zur Electrolux Gruppe gehören bekannte Marken wie AEG, Electrolux, Zanussi, Frigidaire, Eureka und Husqvarna.

Michael Eichel Pressesprecher Electrolux Deutschland Muggenhofer Straße 135, 90429 Nürnberg Telefon +49 911 3231454 Mobil +49 160 96359297 Fax +49 911 323491454 michael.eichel@electrolux.de

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