Electrolux Deutschland GmbH

Wegen anhaltend negativer Marktentwickung schließt Electrolux bis Ende 2007 das Werk Nürnberg

Electrolux hat das Werk in Nürnberg, das für 350.000 Geräte ausgelegt war, seit der Übernahme sukzessive erweitert und seit 1999 jedes Jahr mehr als 10 Millionen EUR investiert. 2003 liefen in Nürnberg 1,8 Millionen Geräte der Marken Juno, Electrolux, Zanussi und AEG vom Band. Aufgrund des veränderten Verbraucherverhaltens und des dramatischen Preisverfalls gehen Nachfrage und Auslastung seit 2003 kontinuierlich zurück. Schon heute verliert Electrolux an jeder Waschmaschine, die in Nürnberg produziert und in Deutschland verkauft wird 60 EUR, an jedem Geschirrspüler 45 EUR. Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Abdruck bitte unter Quellenangabe: "obs/Electrolux"
Electrolux hat das Werk in Nürnberg, das für 350.000 Geräte ausgelegt war, seit der Übernahme sukzessive erweitert und seit 1999 jedes Jahr mehr als 10 Millionen EUR investiert. 2003 liefen in Nürnberg 1,8 Millionen Geräte der Marken Juno, Electrolux, Zanussi und AEG vom Band. Aufgrund des... mehr

3 Dokumente

    Folgende Dokumente stehen zum Download zur Verfügung:
    1. Medieninformation Dezember 2005
         AEG: Meilensteine für den Haushalt
    2. Medieninformation Dezember 2005
         Weiße Ware in der Krise - eine Marktanalyse
    3. Medieninformation Dezember 2005
         Wegen anhaltend negativer Marktentwickung schließt Electrolux  
         bis Ende 2007 das Werk Nürnberg

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    Nürnberg (ots) - Der Aufsichtsrat des schwedischen Electrolux Konzerns hat heute der Empfehlung des Konzernvorstandes zugestimmt, das Werk in Nürnberg bis Ende 2007 zu schließen. In Nürnberg produziert das Unternehmen Waschmaschinen und Geschirrspüler der Marken AEG, Electrolux, Juno und Zanussi. Der Entscheidung gingen intensive Beratungen mit der Arbeitnehmerseite voraus.

    „Diese Entscheidung war eine der schwierigsten in meiner Zeit bei Electrolux, aber mit Blick auf das Gesamtunternehmen gibt es keine Alternative", erklärte Konzernvorstand Johan Bygge, verantwortlich für das Hausgerätegeschäft in Europa und Asien. „Das ist für alle Betroffenen in Nürnberg eine schlimme Nachricht, die ich bedauere. Leider lässt uns die Kostensituation am Standort Nürnberg, im Verhältnis zum ungemein hohen Preisdruck im deutschen Hausgerätemarkt, nach Abwägung aller Alternativen keine andere Wahl. Wir werden nun alles daransetzen, die betroffenen Mitarbeiter in dieser schwierigen Situation so gut wie möglich zu unterstützen."

    Aufgrund des rasanten Preisverfalls sind die Produktionskosten am Standort Nürnberg nicht mehr wettbewerbsfähig. Der Durchschnittspreis für freistehende Waschmaschinen ist allein in den vergangenen zwei Jahren um rund 15 Prozent gesunken, bei gleichzeitig steigenden Rohstoffpreisen. Electrolux macht mit jeder Waschmaschine aus Nürnberg, die in Deutschland verkauft wird, 60 Euro Verlust, bei jedem Geschirrspüler sind es 45 Euro.

    „Als Verantwortliche für das Gesamtunternehmen dürfen wir die Augen vor den Realitäten nicht verschließen. Der Weiße-Ware-Branche stehen Umwälzungen ins Haus wie der Unterhaltungselektronik in den 80er Jahren. Viele Unternehmen haben den Wandel verschlafen und nicht überlebt. Wir müssen sicherstellen, dass Electrolux als weltweit agierender europäischer Hersteller in diesem turbulenten Wettbewerb nicht dasselbe Schicksal erleidet", so Bygge.

    Das Management von Electrolux Deutschland wird in den nächsten Tagen die Verhandlungen mit dem Betriebsrat über einen Sozialplan aufnehmen. Der Arbeitsplatzabbau wird sich voraussichtlich in mehreren Schritten über 24 Monate bis Ende 2007 vollziehen.

    Im Jahr 2004 wurden in Nürnberg 1.634.500 Geräte gefertigt. Im laufenden Jahr verlassen nur noch 1,4 Millionen Geräte das Werk. Auf Basis einer Betriebsvereinbarung vom 1. Januar 2005 arbeiten die von der Schließung betroffenen 1.750 Werksangehörigen derzeit 30 Wochenstunden. Diese Betriebsvereinbarung wurde im November bis Ende Juni 2006 verlängert. Bis dahin wird es keine Entlassungen geben.

    Auch nach der Schließung der Produktion in Nürnberg wird Electrolux mit insgesamt rund 2.000 Mitarbeitern ein bedeutender Arbeitgeber in der Region und Deutschland bleiben. Die Produktion von Einbauherden sowie das zentraleuropäische Ersatzteillager in Rothenburg ob der Tauber mit rund 1.300 Mitarbeitern bleiben erhalten. Die produzierte Stückzahl in Rothenburg wird von 1,5 Millionen im laufenden Jahr auf rund 1,6 Millionen Geräte im Jahr 2006 ausgeweitet. Das Werk Rothenburg ist  das europäische Kompetenzzentrum für Einbau-Kochgeräte.

    Die Schließung des Produktionsstandortes Nürnberg hat keinerlei Einfluss auf die Markenpolitik des Unternehmens. Electrolux hat die AEG Hausgeräte GmbH 1994 übernommen und seither die Marke AEG international weiter ausgebaut. Die Marke AEG stand und steht für herausragende Qualität, technische Innovationen und edles Design.

    Hintergrund:

    Der Aufsichtsrat des Electrolux-Konzerns in Schweden hatte am 7. Juni 2005 das deutsche Management beauftragt, eine Untersuchung über die mögliche Schließung des Nürnberger Werks zu beginnen. Bereits am 15. Februar dieses Jahres hatte der CEO des Konzerns, Hans Stråberg, angekündigt, dass etwa die Hälfte aller Werke in Hochlohnländern potenziell gefährdet sind und möglicherweise verlagert oder geschlossen werden müssen.

    Weitere Informationen finden Sie unter     http://www.electrolux-presse.de

    Electrolux ist der weltweit größte Hersteller von Geräten für die Küche, zum Reinigen und für Forst und Garten - wie zum Beispiel Kühlschränke, Waschmaschinen, Herde, Staubsauger und Gartentraktoren. 2004 setzte die Gruppe mit ca. 72.000 Mitarbeitern rund 13,2 Mrd. Euro um. Jedes Jahr kaufen Kunden in über 150 Ländern weltweit über 55 Millionen Produkte aus der Electrolux Gruppe für den privaten oder gewerblichen Einsatz. Zur Electrolux Gruppe gehören bekannte Marken wie AEG, Electrolux, Zanussi, Frigidaire, Eureka und Husqvarna.

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