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11.10.2011 – 12:10

Europäische Kommission

Effizientes und sicheres EU-Visa-System geht in Betrieb

Brüssel / Berlin (ots)

Mit dem Start des neuen europäischen Visa-Informationssystems (VIS) werden die Außengrenzen der Schengen-Länder von heute (Dienstag) an noch sicherer. Zugleich profitieren Ausländer, die die EU besuchen wollen, von klareren und fairen Regeln für den Visumsantrag. EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström sagte: "Ausstellung und Prüfung von Visa werden jetzt effizienter und sicherer. Damit kommen wir einer besseren gemeinsamen Visumpolitik der EU ein Stück näher."

Dank biometrischer Merkmale (Fingerabdrücke und digitales Gesichtsbild) werden Visaanträge künftig erheblich schneller bearbeitet. Das neue System ermöglicht es den Schengen-Ländern, Daten über Visa für einen kurzfristigen Aufenthalt rasch und wirksam auszutauschen. Beim neuen VIS wird auch die Systemintegrität gestärkt und das Vertrauen unter den zugehörigen Mitgliedstaaten verbessert. Als erste werden die konsularischen Vertretungen der Schengen-Länder in Nordafrika (Ägypten, Algerien, Libyen, Mauretanien, Marokko und Tunesien) angeschlossen.

Die 25 Schengen-Mitgliedstaaten stellen jährlich rund 13 Millionen Schengen-Visa aus - Tendenz steigend. Das bisherige System zur Erteilung, Überwachung und Prüfung von Visa ist für eine solche Nachfrage nicht ausgelegt. Betrug und Missbrauch ließen sich nicht immer leicht verhüten, außerdem kann das Verfahren für Personen, die rechtmäßig ein Visum für einen kurzfristigen Aufenthalt beantragen, beschwerlich sein.

Bei dem neuen System kann mit einigen Mausklicks die wirkliche Identität eines Visuminhabers überprüft und Visumbetrug verhindert werden. Gleichzeitig werden Visaanträge wesentlich schneller bearbeitet werden. Die Visumbehörden aller Schengen-Länder können die VIS-Daten bei Bedarf abrufen, etwa wenn jemand, der bereits ein Visum beantragt hatte, einen neuen Visumantrag stellt. Im VIS werden alle Visumanträge für Schengen-Länder sowie alle Entscheidungen der Visumbehörden gespeichert. Dadurch kann ein Antragsteller schneller und einfacher ein neues Visum erhalten, weil die Behörden feststellen können, ob er sich ordnungsgemäß verhalten hat und als zuverlässig gelten kann.

Das VIS wird schrittweise Region für Region bereitgestellt. Auf Nordafrika sollen bald der Nahe Osten (Israel, Jordanien, Libanon und Syrien) sowie die Golfregionen (Afghanistan, Bahrain, Irak, Iran, Katar, Kuwait, Jemen, Oman, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate) folgen. Die konsularischen Vertretungen der Schengen-Länder in der Welt sollten binnen zwei Jahren an das VIS angeschlossen werden.

Das Verfahren für die Erfassung von Fingerabdrücken ist schnell, einfach und diskret. Der Antragsteller muss lediglich seine Finger auf einen digitalen Fingerabdruckscanner legen. Wird innerhalb von fünf Jahren ein neuer Antrag gestellt, müssen nicht noch einmal Fingerabdrücke abgenommen werden, denn sie werden aus dem im VIS gespeicherten letzten Antrag kopiert. Die Abdruckdaten werden nach fünf Jahren gelöscht.

Beim Eintreffen des Visum-Inhabers an der Außengrenze überprüfen die Schengen-Grenzschutzbeamten seine Identität und kontrollieren die Echtheit seines Visums im VIS.

Audiovisuelles Informationsmaterial: http://ots.de/kN3cp

Pressekontakt:

Europäische Kommission - Vertretung in Deutschland
Unter den Linden 78 - 10117 Berlin

Carsten Lietz: Tel 030 2280-2250
carsten.lietz@ec.europa.eu

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