Nestlé Deutschland AG

Nestlé in ersten vier Monaten 2001 mit deutlichem Wachstum

    Frankfurt/M. (ots) -
    * Nestlé-Gruppe schließt 2000 mit gutem Jahresergebnis ab
    * Nestlé Deutschland AG schlägt unveränderte Dividende von DM
        18,50 vor
    * Konzern Nestlé Deutschland AG mit positiver Umsatzentwicklung in
        2001
    
    Geschäftsverlauf Nestlé-Gruppe Deutschland 2000
    Die Nestlé-Gruppe Deutschland (Konzern Nestlé Deutschland AG
einschließlich der Beteiligungen Dallmayr, Cereal Partners
Deutschland und Konzern Blaue Quellen Mineral- und Heilbrunnen AG)
erzielte 2000 einen Umsatz von 8.233 Millionen DM. Dies entspricht
einem Wachstum zum Vorjahr von 2,4 Prozent. Getragen wurde das
Ergebnis insbesondere durch die gute Entwicklung der Blaue Quellen AG
in Höhe von + 5,6 Prozent und durch die Steigerung der Exporte der
Nestlé Deutschland AG.
    
    Konzern Nestlé Deutschland AG 2000 im Überblick
    Im Konzern Nestlé Deutschland AG belief sich der Jahresumsatz -
ohne Beteiligungen - auf 5.485,2 Millionen DM, was einer Steigerung
von 2,9 Prozent zum Vorjahr entspricht. Der Inlandsumsatz stieg um
1,4 Prozent, die Exporte legten um 11,4 Prozent zu. "Im Zuge einer
Vereinheitlichung des Ausweises verschiedener Vergütungsarten
innerhalb der Gesellschaften der Nestlé-Gruppe haben sich gegenüber
dem Vorjahr Verschiebungen zwischen den Umsatzerlösen und den
Vertriebskosten in der Größenordnung von DM 200 Millionen ergeben",
kommentierte  Paul Bulcke, Vorstandsvorsitzender der Nestlé
Deutschland AG, das Ergebnis. Bereinigt ergab sich dadurch ein
Rückgang um 1 Prozent. Der Jahresüberschuss betrug 2000 im Konzern
123,6 Millionen DM gegenüber 136,2 Millionen in 1999. Erstmals wurde
die PowerBar Europe GmbH, München, in den Konzernabschluss
einbezogen, wodurch jedoch keine Beeinträchtigung der
Vergleichbarkeit zum Vorjahr  eintritt. Aus dem leicht über dem
Vorjahr liegenden Bilanzgewinn der AG von 155,1 Millionen DM wird der
Hauptversammlung am 6. Juli 2001 die Auszahlung einer unveränderten
Dividende von 18,50 DM je Aktie vorgeschlagen. Nach einer bereits
erfolgten Abschlagszahlung von 7,50 DM verbleibt eine
Restausschüttung von 11 DM je Aktie. Der Personalbestand des Konzerns
Nestlé Deutschland AG betrug 2000 zum 31. Dezember 11.433
Mitarbeiter.
    
    Investitionen
    Insgesamt beliefen sich die Investitionen in Administration,
Informationstechnologie, Verkauf, Distribution und Technik im Konzern
auf 135 Millionen DM. Der Ausbau der Informationssysteme zur
Erneuerung und Erweiterung der IT-Architektur für die SAP-Anwendungen
in der Zentrale und den Werken bildete mit der Summe von 13 Millionen
DM einen Schwerpunkt. Der Aufbau zusätzlicher Vertriebskanäle zur
Stärkung der Produkte- und Markenpräsenz im Out-of-Home Markt  wurde
mit rund 4,8 Millionen DM unterstützt. Größere technische
Investitionen gingen in die Produktionsanlagen für Hunde- und
Katzensnacks, Euskirchen, sowie in Installationen zur Fertigung neuer
Produktvarianten in den Werken Berlin, Biessenhofen, Weiding, Neuss
und Lüneburg sowie in Maßnahmen für den Umweltschutz.
    
    Geschäftsverlauf der ersten vier Monate 2001
    
    Der Konzern Nestlé Deutschland AG verzeichnete bis zum 30. April
2001 ein gutes Wachstum gegenüber der Vorjahresperiode. Dabei stieg
insbesondere der Export kräftig an. "Diese Steigerungen brauchen wir
im Hinblick auf das schwache Periodenergebnis im Vorjahr, wenn wir
unser Umsatzziel von zwei bis drei Prozent zum Jahresende erreichen
wollen", fügte Paul Bulcke hinzu.    
    
    In den ersten vier Monaten konnte das Vorjahresergebnis in der
Produktgruppe Getränke überschritten werden. Zuwächse verzeichneten
die löslichen Kaffee- und Kakaoprodukte unter den Marken Nescafé und
Nesquik, während im Kondensmilchgeschäft das Vorjahresniveau noch
nicht erreicht wurde. Positiv entwickelte sich auch die Produktgruppe
Milch-, Diätetikprodukte und Speiseeis. Ein deutliches Umsatzplus
erzielten die innovativen Produktkonzepte für Säuglingsmilchnahrung.
Umsatzrückgänge sind im Bereich gekühlte Milchprodukte zu
verzeichnen. Bei Speiseeis setzt Motta auf ertragsstarke Absatzkanäle
bei gleichzeitiger Fokussierung auf Kostenminimierung. Die
umsatzstärkste Produktgruppe Fertiggerichte und Produkte für die
Küche konnte nochmals ein deutliches Wachstum verzeichnen,
insbesondere durch Produkte unter den Marken Maggi, Thomy, Libby's
und Buitoni. Herta ging im Vergleich zur Fleischindustrie gestärkt
aus der BSE Krise hervor, indem die Verbraucher bei gestiegenem
Qualitätsbewusstsein Vertrauen in die Marke bewiesen. Die
Produktgruppe Schokolade und Süßwaren steigerte ihr Umsatzwachstum
gegenüber Vorjahr ebenfalls deutlich, was im Wesentlichen auf die
Einführung neuer Produkte zurückzuführen ist.
    
    Ausblick 2001: Erhöhung der Erträge und Marktanteile durch
internes Wachstum sichern
    
    Die ökonomischen Indikatoren der deutschen Wirtschaft deuten auf
ein reduziertes Wachstum von zwei Prozent hin. Die
Ernährungsindustrie bewegt sich noch immer in einem turbulenten
Umfeld und wird nach wie vor von einem verhaltenen Konsum der
Verbraucher und Verunsicherung durch Krisen, ausgelöst durch BSE und
MKS, bestimmt. Die Situation im deutschen Lebensmittel-Einzelhandel
wird unverändert von einem starken Preiswettbewerb, Überkapazitäten,
Zuwachs der Handelsmarken und Discounter geprägt. Dennoch geht die
Nestlé Deutschland AG davon aus, die gesetzten Ziele - Erhöhung der
Erträge und Marktanteile durch internes Wachstum - zum Jahresende zu
erreichen.
    
    Durch Innovation und Renovation Wettbewerbsfähigkeit ausbauen
    
    Um die für 2001 verabschiedeten Pläne zu realisieren, hält Nestlé
konsequent an der Umsetzung der Vier-Säulen-Strategie
(kontinuierliche Innovation und Renovation, Erhöhung der
Produktverfügbarkeit, intensivere und effizientere
Verbraucherkommunikation, Steigerung der Effizienz) fest mit dem
Ziel, nachhaltiges, kapitaleffizientes und profitables Wachstum
sicherzustellen. Um eine stärkere Marktausrichtung zu erreichen,
werden die Verkaufsorganisationen effizienter gestaltet. Zur
Ausschöpfung der Potentiale im klassischen Lebensmittel-Einzelhandel
verfolgt Nestlé weiterhin Kooperationen mit den Handelskunden und
setzt verstärkt auf Category Management und Trade Marketing. Nach wie
vor wird der konsequente Ausbau zusätzlicher Vertriebskanäle
weiterverfolgt, was der fortschreitenden Entwicklung des Out-of-Home
Verzehrs entgegen kommt. Im Rahmen der kontinuierlichen Innovation
und Renovation wird die Konzentration auf die strategischen
Produktgruppen - Kulinarische Produkte, Schokolade und Süßwaren,
löslicher Kaffee und gekühlte Milchprodukte - weiter voran getrieben.
Die erfolgreichen Neueinführungen beweisen die führende
Innovationsstärke des Unternehmens.
    
    Out-of-Home erhöht Produktverfügbarkeit und öffnet neue
Kommunikations- Wege
    Neben dem konsequenten Ausbau der Vertriebsnetze, z.B. in
Tankstellen, Multiplex-Kinos, bei der Deutschen Bahn und Lufthansa,
ist Nescafé Out-of-Home mit 3 Coffee Shops, 73 Coffee Bars und 270
Coffee Corners an mehr als 300 Standorten in Deutschland, ein
herausragendes Beispiel für hohe Markenpräsenz und
Produktverfügbarkeit. Neue Wege eröffnen sich auch aus den
Aktivitäten gemeinsamer Markenauftritte wie z.B. dem Nestlé
Kinderland auf dem Hessentag oder beim Frankfurter Wolkenkratzerfest,
der Nestlé Frühstücksaktion, der Ausschreibung des Nestlé-Cup beim
Deutschen Spring-Derby in fünf deutschen Städten und der Präsenz der
Nestlé Nutrition Unit bei den Turnieren der European Professional
Golf Association (PGA). Mit dem Relaunch des Internet-Auftritts
forciert Nestlé die Zielsetzung, mit Verbrauchern und weiteren
interessierten Usern noch stärker den Dialog aufzunehmen.
    
    Prozess- Veränderungen steigern Flexibilität
    
    
    Sowohl in den Werken als auch Zentralen wird Nestlé
Prozessveränderungen umsetzen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu
stärken. Langfristig wird an einer Technologie- und
Innovationsführerschaft gearbeitet mit der Zusammenlegung gleicher
Technologien, um Ressourcen zu bündeln. Die in den vergangenen Jahren
eingeleiteten Veränderungen in den Werken Biessenhofen, Neuss, Mainz,
Singen, Weiding haben bereits dazu geführt, die Auslastung und damit
die Wettbewerbsfähigkeit der Werke zu verbessern.
    
    Mit dem vom Mutterkonzern in diesem Jahr weltweit initiierten
Projekt GLOBE (Global Business Excellence Programme) werden im
gesamten Konzern die Weichen gestellt, Marktchancen noch schneller zu
erkennen und umzusetzen. Ziel ist es, die Effizienz zu steigern und
die Komplexität des Unternehmens durch flexible Systeme und
standardisierte Abläufe zu reduzieren und zu vereinfachen.
    
    Nestlé schreibt der Rolle von E-Business im Bereich der
Beschaffung und Versorgung eine zunehmende Bedeutung zu. Der im
vergangenen Jahr neu geschaffene Internetmarkt CPGmarket.com wird um
die Bereiche Logistik und Zahlungswesen erweitert.
    
    Finanzholding Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH
    Mit Wirkung zum 1. Januar 2001 hat die Nestlé S.A. ihre
Beteiligungen in Deutschland auf die im Oktober 2000 neu gegründete
Finanzholding Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH, Frankfurt,
übertragen, um die Finanzkraft der verschiedenen Beteiligungen zu
bündeln. Sie umfasst die direkten Beteiligungen an der Nestlé
Deutschland AG, Blaue Quellen Mineral- und Heilbrunnen AG, San
Pellegrino Deutschland GmbH, Alcon Pharma GmbH, Food Ingredients
Specialities Deutschland GmbH und Nespresso Deutschland GmbH. Die
beiden letzteren Gesellschaften wurden dabei aus der Nestlé
Deutschland AG ausgegliedert, während sie als Neuzugang die am 20.
Dezember 2000 neu gegründete PowerBar Europe GmbH verzeichnen kann.
    
    
    
ots Originaltext: Nestlè Deutschland AG
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de


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Barbara Nickerson
Tel. 069/6671-2421

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