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EINFACH.KPMG - Neunte Ausgabe des Digitalmagazins

Berlin (ots) - Die aktuelle Ausgabe "Geld und Werte" des Digitalmagazins von KPMG zeigt, wie sehr die Finanzkrise die Branche verändert hat. Aber auch, dass sich die Branche weiter konstant anpassen muss, denn technische Innovationen und Disruptionen verstärken den Druck.

Ob die Finanzkrise bereits der Vergangenheit angehört, ist umstritten. Eines ist jedoch sicher: Ihre Auswirkungen haben ganze Volkswirtschaften erschüttert. In "Geld und Werte", der neuen Ausgabe des Online-Magazins einfach.kpmg.de, beschreiben zehn Experten von KPMG, wie sehr die Krise die Finanzbranche verändert hat und wie die nächsten regulatorischen Herausforderungen gemeistert werden können.

Mehr Aufmerksamkeit für das Risiko

Die Verwerfungen der Finanzkrise haben das Vertrauen in Finanzinstitutionen gehörig untergraben. In Folge wurde eine Vielzahl an neuen Regulierungsmaßnahmen in bisher unbekanntem Umfang umgesetzt, allen voran durch die EZB. Es wird deutlich: Die neuen Standards erfordern beträchtliche Investitionen. Britta Jelinek, Partnerin bei KPMG, ist überzeugt: "Der Bilanzierungsstandard IFRS 9 für Finanzinstrumente zum Beispiel wird ab 2018 Kreditrisiken früher als heute offen legen und die Risikovorsorge erhöhen. Das ist gut, doch die betroffenen Unternehmen stehen vor enormen Herausforderungen."

Und damit Kontrollen durch übergeordnete Instanzen möglich werden, müssen Finanzinstitute zukünftig auch komplexe Daten schnell zur Verfügung stellen können, BCBS 239 ist hier der Schlüsselbegriff. "Dafür ist es nötig, dass sie ihre Datenarchitektur umbauen und strukturelle Veränderungen anstoßen. Das kostet viel Zeit und Geld. Doch am Ende sind die Banken nur so zukunftsfähig", sagt Marco Lenhardt, KPMG-Partner.

Die Karten werden neu gemischt

Auch die Digitalisierung fordert die etablierten Unternehmen der Finanzbranche heraus. Mit raffinierten Ideen sind Dutzende von Start-ups am Markt aktiv, denen es in kürzester Zeit gelungen ist, sich zu etablieren. Peter Heidkamp, Head of Technology bei KPMG, meint: "Finanzunternehmen, die sich nicht aktiv an der Entwicklung von digitalen Produkten beteiligen, laufen Gefahr, ihre Kunden an agilere Wettbewerber zu verlieren." Und die digitale Revolution verändert die Marktsituation in der Finanzbranche in vielfältiger Hinsicht, denn der technologische Fortschritt hat auch indirekte Folgen. So werden z.B. die Fahrzeuge auf deutschen Straßen zukünftig verstärkt über Systeme verfügen, die Unfälle vermeiden helfen. Gut für die Nutzer, deren Versicherungsprämien dadurch sinken werden, aber eine entsprechende Herausforderung für Kfz-Versicherer.

Rendite verzweifelt gesucht

Der aktuelle Finanzmarkt bietet aufgeschlossenen Unternehmen aber auch enorme Chancen. Denn der Druck auf die Investoren ist groß, weil es bei klassischen Zinsprodukten kaum noch Rendite gibt. "Asset Manager stehen vor einem großen Umbruch. Die Nachfrage nach alternativen Investments steigt, das Angebot ist bisher überschaubar", so Elmar Schobel, Head of Investment Management bei KPMG in Deutschland: "Hier gilt es, alte Strukturen aufzubrechen, um neue Möglichkeiten zu erschließen. Allerdings müssen diese mit den verbesserten Regulierungsstandards in Einklang stehen." Dr. Markus Lange, Partner bei der KPMG Law, ergänzt: "Komplexe Schuldverschreibungen etwa dürfen nicht mehr allen Anlegern angeboten werden, sondern nur den Gruppen, die in der Lage sind, zu verstehen, was sie sich ins Depot holen. Das bedeutet mehr Arbeit und höhere Kosten, ist aber auch eine große Chance, Kunden fester an sich zu binden."

Auch in der neuen EINFACH-Ausgabe "Geld und Werte" schreiben die KPMG-Partner zu den großen Themen, die sie bewegen - hintergründig und unterhaltsam. Die Artikel zum Lesen im Web finden Sie ab dem 9. Dezember 2015 online unter einfach.kpmg.de.

"Geld und Werte" - ab 9. Dezember online: http://einfach.kpmg.de

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