Reader's Digest Deutschland

Michaela May beklagt sinkendes Niveau der Drehbücher
Die Schauspielerin über TV-Rollen, Erziehungsfragen und Mukoviszidose

    Stuttgart (ots) - Schauspielerin Michaela May beklagt, dass die Qualität von Drehbüchern in Deutschland immer schlechter wird. "Das Sinken des Niveaus, der Niedergang des guten Stils ist nicht zu übersehen", sagt die 53-Jährige gegenüber dem Magazin Reader's Digest (Oktober-Ausgabe). "Früher gab es zu jeder Figur eine detaillierte Rollenbeschreibung, heute muss man oft selber hart am Skript arbeiten." Für ein ausgefeiltes Drehbuch fehle offenbar zunehmend das Geld und die Zeit.

    Michaela May ist besonders bekannt geworden als Kommissarin aus der ARD-Krimireihe "Polizeiruf 110", aber auch ihr Part in der Society-Satire "Kir Royal" bescherte ihr eine weiter wachsende Beliebtheit. Inzwischen prüft sie immer sorgfältiger, welche Rollen sie annimmt. Rollen in Marathonserien wie Forsthaus Falkenau kommen für sie nicht mehr in Frage: "Dialoge à la 'Der Förster hat angerufen, das Reh ist krank' sind mir einfach zu dürftig."

    Dabei wollte die Schauspielerin, die eigentlich Gertraud-Michaela Mittermayr heißt und sich selbst ein "echtes Münchner Kindl" nennt, ursprünglich gar nicht vor die Kamera, sondern machte eine Ausbildung zur Kindergärtnerin. "Mein Vater wollte, dass ich auf jeden Fall eine anständige Ausbildung habe." Regisseur Helmut Dietl verhalf ihr aber 1974 mit einer Rolle in seinen "Münchner G'schichten" endgültig zum Durchbruch. "Wenn der Dietl nicht gekommen wäre, hätt' ich vielleicht einen Kindergarten aufgemacht", meint sie. Und setzt erläuternd hinzu: "Viele Eltern sind doch heutzutage schon froh, wenn die Kinder aufgeräumt sind, ohne sich schmutzig zu machen. Ich habe eine andere Vorstellung von Erziehung."

    Inzwischen hat Michaela May über 300 Film- und Fernsehrollen hinter sich. Abseits der Bühne und der Kameras widmet sie sich dem Kampf gegen die unheilbare Stoffwechselkrankheit Mukoviszidose, seitdem ein Nachbar von ihr daran gestorben ist. "Ich habe ihm versprochen, diese fürchterliche Erbkrankheit bekannter zu machen und mich für die Suche nach besseren Behandlungsmethoden einzusetzen." Michaela May wirbt deshalb, wo immer es geht, für die Aktivitäten des Mukoviszidose-Vereins (www.muko.de) und kritisiert zugleich die Pharmaindustrie: "8000 Kranke in Deutschland sind wohl zu wenig, um mehr Geld für die Forschung locker zu machen."

    Für weitere Informationen zu diesem Reader's Digest-Thema stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Die Oktober-Ausgabe von Reader's Digest ist ab 26. September an zentralen Kiosken erhältlich.

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