Reader's Digest Deutschland

Die meisten Deutschen helfen gern Fremden

Stuttgart (ots) -

Magazin Reader's Digest veröffentlicht repräsentative Umfrage - 98 
Prozent zeigen Fremden den richtigen Weg, 87 Prozent helfen beim 
Tragen von Koffer oder Kinderwagen

Was tun Sie, wenn ein Fremder Sie nach dem richtigen Weg fragt? Was 
machen Sie, wenn der alten Dame der Koffer zu schwer ist, um ihn in 
die Gepäckablage im Zugabteil zu hieven? Wie verhalten Sie sich, wenn
es einem Menschen auf der Straße plötzlich schlecht wird? Und wie 
reagieren Sie, wenn jemandem am Fahrkartenautomat das passende 
Kleingeld fehlt? Solchen Fragen ist das Meinungsforschungsinstitut 
Emnid jetzt in einer repräsentativen Umfrage für das Magazin Reader's
Digest (Februar-Ausgabe) nachgegangen. Das zentrale Ergebnis: Die 
Deutschen helfen gern ihren Mitmenschen. So sind 87 Prozent der 
Befragten etwa bereit, anderen beim Tragen von Koffern oder 
Kinderwagen zu helfen. 

Für die Umfrage zum Thema Hilfsbereitschaft befragte Emnid insgesamt 
1013 repräsentativ ausgewählte Personen. Dabei zeigte sich, dass 
Deutschland nicht nur bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise ein 
offenes Herz hat, sondern auch im Alltag. So würden fast alle 
Befragten (98 Prozent) einem Fremden in der Stadt ganz 
selbstverständlich den richtigen Weg zeigen. 77 Prozent würden bei 
der Suche nach etwas Verlorenem helfen, 70 Prozent wären bei einer 
Autopanne zur Hilfe bereit. 

"Die Werte sind erfreulich hoch", sagt Andrea Abele-Brehm, 
Professorin für Sozialpsychologie an der Universität 
Nürnberg-Erlangen, in der neuen Ausgabe des Magazins Reader's Digest.
Nach Ansicht der Wissenschaftlerin würden viele Helfer in solchen 
Momenten gedanklich eine Kosten-Nutzen-Kalkulation vornehmen, um für 
sich zu klären, welcher Aufwand mit einer Hilfeleistung verbunden 
ist. "Das setzen wir ins Verhältnis zum Nutzen, den unser Gegenüber 
aus der Hilfeleistung zieht", so Abele-Brehm. Solche Abwägungen 
entfallen eher, wenn eine Notlage eintritt. So ergab die Umfrage, 
dass 97 Prozent der Menschen sofort helfen würden, sollte es jemand 
gesundheitlich schlecht gehen. "Ich denke, hinter dieser hohen 
Zustimmung steckt der Wunsch, dass auch andere helfen sollen, wenn 
man selbst in diese Lage käme", analysiert Abele-Brehm.

Zwei Drittel der Befragten unter 30 Jahren und drei Viertel der 30- 
bis 39-Jährigen gaben an, erst "vor Kurzem" einem Unbekannten 
geholfen zu haben. "Menschen in diesem Alter spüren sicher eher den 
sogenannten Aufforderungscharakter der Situation - von Jüngeren wird 
Hilfsbereitschaft am ehesten erwartet", sagt Dr. Martin Korndörfer 
vom Psychologischen Institut der Universität Leipzig. Ob jünger oder 
älter: 62 Prozent in der Umfrage sagten, dass sie zuletzt jemandem 
geholfen hätten, ohne darum gebeten worden zu sein. 33 Prozent gaben 
an, sie hätten nach Aufforderung mit angepackt. Es gibt aber auch 
Menschen, die deutlich zurückhaltender sind. So räumten 38 Prozent 
der Befragten ein, schon einmal nicht geholfen zu haben, weil sie 
sich nicht aufdrängen wollten oder unsicher waren.


Für weitere Informationen zu diesem Reader's Digest-Thema stehen wir 
Ihnen gern zur Verfügung. Die Februar-Ausgabe von Reader's Digest 
Deutschland ist ab 25. Januar an zentralen Kiosken erhältlich. 

Pressemitteilung und Artikel aus der Februar-Ausgabe zum Download: 
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(Rubrik Magazin Reader's Digest) 

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