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30.03.2010 – 09:00

Reader's Digest Deutschland

Stihl fordert mehr Bodenhaftung von deutschen Politikern und Unternehmern

Stuttgart (ots)

Seniorchef des Motorsägen-Imperiums erklärt bei
Reader's Digest, wie er in seinem Firmenverbund die Weichen für die 
Zukunft stellt
Hans Peter Stihl, ehemaliger Präsident des Deutschen Industrie- 
und Handelstages sowie Seniorchef des gleichnamigen 
Motorsägenherstellers, verliert zunehmend das Vertrauen in die 
Entscheidungsfähigkeit von Politikern und Unternehmern. "Ich mache 
mir ernsthafte Sorgen über manche Übernahmeversuche in Deutschland", 
sagt der 77-Jährige dem Magazin Reader's Digest (April-Ausgabe) und 
untermauert seine Skepsis mit einem konkreten Beispiel: "Wenn ich mir
vorstelle, dass Porsche versucht hat, das wesentlich größere 
Unternehmen Volkswagen zu schlucken, kann ich nur den Kopf 
schütteln."
Die Firma Stihl gilt seit Jahrzehnten als deutsches 
Vorzeigeunternehmen, das seine Produkte weltweit in rund 160 Ländern 
verkauft, derzeit 11.500 Mitarbeiter beschäftigt und mit 2,14 
Milliarden Euro im Jahr 2008 der Weltmarktführer auf dem Markt der 
Motorsägen geblieben ist. Trotz des Erfolgs ist Hans Peter Stihl 
bodenständig geblieben und hat das Familienunternehmen so 
weitergeführt, wie er es von seinem Vater und Firmengründer Andreas 
Stihl gelernt hatte: mit dem bekannten schwäbischen Fleiß und der 
Pflege der Mitarbeiter, die sich mit Genussrechten an der Firma 
beteiligen können und obendrein eine großzügige Altersversorgung 
sowie Erfolgsprämien erhalten.
"Wir haben großes Interesse an einer langen und 
partnerschaftlichen Verbindung zu unseren Mitarbeitern", umreißt 
Stihl den Stil der Firma, in der Verantwortungsbewusstsein und 
Loyalität viel zählen. Deshalb gibt es auch Prinzipien, an denen 
Stihl nicht rütteln lässt. So beliefert das Unternehmen keine 
Großflächenmärkte, weil man dort den Service nicht garantieren könne.
"Unser Qualitätsanspruch darf nicht an der Kasse enden", begründet 
Stihl diese Entscheidung.
Gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise macht sich die stringente 
Form der Unternehmensführung bezahlt. "Wir müssen nicht zur Bank, um 
einen Kredit aufzunehmen, sondern nur, um Geld anzulegen", sagt der 
Mann aus Waiblingen bei Stuttgart, der sich inzwischen wie seine 
Geschwister - der für Finanzen zuständigen Eva Mayr-Stihl und dem 
Juristen Rüdiger Stihl - in den Beirat des Unternehmens zurückgezogen
hat. An der Art und Weise, wie die Firma geleitet wird, hat sich 
dadurch aber nichts geändert. "Die Musik spielt bei Stihl im Beirat",
gibt der langjährige Chef zu, "ohne uns geht bei wichtigen 
Investitions- und Produktentscheidungen gar nichts".
Für weitere Informationen zu diesem Reader's Digest-Thema stehen 
wir Ihnen gerne zur  Verfügung. Die April-Ausgabe von Reader's Digest
Deutschland ist ab sofort an zentralen Kiosken erhältlich.

Pressekontakt:

Reader's Digest Deutschland: Verlag Das Beste GmbH
Öffentlichkeitsarbeit, Uwe Horn
Vordernbergstraße 6, 70191 Stuttgart
Tel.: 0711 / 6602-521, Fax: 0711 / 6602-160,
E-mail: presse@readersdigest.de

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