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21.05.2008 – 10:00

Reader's Digest Deutschland

Für Sport gibt es keine Altersgrenzen

Stuttgart (ots)

Magazin Reader's Digest gibt Ratschläge für mehr
körperliche Fitness ab 40
Sport ist das beste Mittel, um die Verschleißerscheinungen des 
Körpers im Alter zu verlangsamen. "Regelmäßige Bewegung beugt 
chronischen Krankheiten wie Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen, 
Arthrose, Osteoporose, Adipositas und Diabetes vor", sagt Winfried 
Banzer, Sportmediziner an der Universität Frankfurt. Das Magazin 
Reader's Digest gibt in seiner Juni-Ausgabe wichtige Tipps, wie man 
sich in der zweiten Lebenshälfte fit halten kann. Grundsätzlich gilt:
Zum Sporttreiben ist es nie zu spät. Denn Studien haben ergeben, dass
sportlich aktive Menschen nicht nur eine höhere Lebenserwartung 
haben, sondern dass bei sportlichen Aktivitäten auch Endorphine, also
Glückshormone, ausgeschüttet werden.
Wichtig ist vor allem: Nicht kurzfristige Aktivitätsschübe bringen
den Körper in Form, besser ist vielmehr eine längerfristige 
Betätigung ohne dauernde Unterbrechung. "Wenn Sie längere Zeit keinen
Sport getrieben haben, sollten Sie langsam anfangen", rät Banzer. 
Möglicherweise ist vorab auch ein ärztlicher Gesundheitscheck zu 
empfehlen, um Belastungsgrenzen und Risiken abzuklären und 
gegebenenfalls einen individuellen Trainingsplan zu erstellen.
Wer im Alter ab 40 Jahren wieder intensiver Sport betreiben 
möchte, sollte erst einmal die Muskeln, Sehnen und Bänder kräftigen, 
zum Beispiel in einem Fitness-Studio. Auf dieser Basis sind in diesem
Alter alle Sportarten möglich. Bei Wettkämpfen sollte man aber nicht 
allzu ehrgeizig sein, weil es sonst leicht zu Verletzungen kommen 
kann. Sportmediziner empfehlen einen Mix: 30 Minuten täglich moderat 
Sport betreiben, darüber hinaus drei Mal wöchentlich 20 bis 30 
Minuten Ausdauertraining sowie zwei Einheiten Kraft und Beweglichkeit
machen.
Etwas anderes ist die Lage der über 50-Jährigen. In vielen Fällen 
empfinden Menschen dieser Zielgruppe bereits einen Alterungsprozess 
des Körpers, oftmals ist dies aber nur auf mangelnde Bewegung und 
"auf den Nichtgebrauch der Muskeln" zurückzuführen, erklärt Banzer. 
In der zweiten Lebenshälfte verlangsamt sich der Stoffwechsel, der 
Körper braucht weniger Kalorien und setzt leichter Fett an. Für 
Einsteiger eignen sich deshalb besonders Ausdauersportarten wie 
Wandern, Nordic Walking, Schwimmen und Radfahren. Wenn's geht, sollte
man sich zwei Mal pro Woche zum Sport aufraffen, noch besser sind 
drei bis vier Einheiten von jeweils bis zu 45 Minuten.
Mit Blick auf die demografische Entwicklung der Gesellschaft wird 
die Gruppe der über 60-Jährigen in den nächsten Jahren weiter 
wachsen. Auch wenn in dieser Altersgruppe durchaus Wehwehchen oder 
Beschwerden zum Alltag gehören, muss dies kein Grund sein, nicht 
Sport zu treiben. Im Gegenteil: Gerade Herz-Kreislauf-Erkrankungen 
können durch Sport gebessert werden. Der Trend zum Sport im Alter 
hält jedenfalls an. Seit 1990 hat sich die Zahl der Menschen über 60 
Jahre, die in einem deutschen Sportverein Mitglied sind, von 1,3 auf 
jetzt 3,5 Millionen vervielfacht.
Bei der Auswahl der Sportarten gibt es praktisch keine Grenzen. 
Tennis und Turnen sind genauso möglich wie Eisschnelllaufen und 
Segeln. Der Kardiologe Frank Praetorius hält Segeln für einen idealen
Alterssport: "Es fördert die Fitness und schult die Koordination."
Und auch im Alter ab 70 muss niemand auf Sport verzichten. Wichtig
ist hier nur: Sowohl im Training als auch zwischen den 
Trainingseinheiten sollte man Pausen einlegen. Dabei ist zu beachten:
Die Übungseinheit so aufbauen, dass man sich dabei noch unterhalten 
kann und nicht keuchen muss. So gilt Gymnastik und Tanzen als idealer
Sport für diese Altersgruppe, weil jeder die Intensität des Trainings
selbst dosieren kann und obendrein die Gemeinschaft gepflegt wird.
Klar ist: Wer körperlich aktiv ist, weist schnellere 
Reaktionszeiten sowie eine verbesserte Gedächtnisleistung auf. Das 
wiederum reduziert das Risiko für eine Alzheimer- oder 
Demenzerkrankung. Eines darf bei körperlicher Aktivität aber nie 
vergessen werden: das Trinken. Zwei Liter täglich sollten es sein, am
besten Mineralwasser oder Apfelsaftschorle.
Für weitere Informationen zu diesem Reader's Digest-Thema stehen 
wir Ihnen gerne zur Verfügung. Die Juni-Ausgabe von Reader's Digest 
Deutschland ist ab 26. Mai an zentralen Kiosken erhältlich.
Artikel aus der Juni-Ausgabe zum Download:
http://www.readersdigest.de Auf Service für Journalisten klicken
(Rubrik Magazin Reader's Digest)

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