Statistisches Bundesamt

DESTATIS: Sommer 2001: 500 000 Flugpassagiere weniger ins Ausland

        Wiesbaden (ots) - Wie Destatis, das Statistische Bundesamt
mitteilt, flogen während der Sommerreisesaison 2001 (April bis
Oktober) 33,2 Mill. Personen von Deutschland ins Ausland, 1,5 % bzw.
rund 500 000 weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Damit
ging im Vorjahresvergleich erstmals seit 1990 das Passagieraufkommen
im Auslandsluftverkehr zurück.

  Dies ist in erster Linie auf die Nachwirkungen der Terroranschläge
im September zurückzuführen: Während für die Monate April bis August
(24,2 Mill. Passagiere mit Auslandsziel) noch ein Plus von 1,6 %
verbucht wurde, ergab sich für den Zeitabschnitt April bis September
2001 (29,1 Mill.) eine Stagnation (+ 0,4 %); das Minus für die
Sommersaison wurde somit hauptsächlich durch einen zweistelligen
Rückgang der Fluggastzahlen im Oktober (- 12,9 % gegenüber dem
Vorjahresmonat) verursacht.

  In europäische Zielländer flogen in der Sommerreisesaison 2001 fast
soviele Passagiere wie im Vorjahr (25,7 Mill. ; - 0,1 %): Für
Spanien, das bedeutendste Land, war ein Minus von 3,1 % zu
verzeichnen, wobei 2,8 Mill. (- 9,3 %) Personen auf die Balearen und
1,5 Mill. (- 3,7 %) auf die Kanaren flogen. In die Türkei (3,4
Mill.) reisten per Flugzeug 14,3 % mehr Gäste. Die Ergebnisse für
Großbritannien und Nordirland (2,5 Mill.; - 5,0 %), Griechenland
(2,2 Mill.; - 4,9 %), Italien (1,9 Mill.; - 0,2 %), Frankreich (1,6
Mill.; - 0,9 %) und für die Schweiz (1,0 Mill.; - 2,4 %) lagen unter
den Werten des Vorjahreszeitraums.

  Das Fluggastaufkommen nach Amerika ging um 9,7 % auf 3,5 Mill.
Passagiere zurück. Die Passagierzahl in die USA (2,3 Mill.) blieb
mit einem Minus von 11,0 % deutlich unter dem Vorjahresergebnis, in
die Dominikanische Republik (0,2 Mill.) flogen sogar 21,9 % weniger
Personen.

  Nach Afrika flogen insgesamt 1,6 Mill. Personen (- 5,3 %); dabei
mussten auch die nordafrikanischen Mittelmeeranrainerstaaten
Tunesien (0,7 Mill.; - 6,5 %) und Ägypten (0,5 Mill.; - 6,3 %)
Rückgänge verbuchen. Südafrika hingegen legte entgegen der
Gesamttendenz sogar zweistellig (+ 11,0 %) auf den neuen Höchststand
von 143 000 Passagieren zu; damit reisten in dieses Land ca. 100 000
Fluggäste mehr als im Sommer 1990.

  In asiatische Länder flogen 2,3 Mill. Passagiere (+ 0,4 %). Japan
(0,3 Mill.; - 6,2 %) und Hongkong (0,1 Mill.; - 2,8 %) verzeichneten
Verluste, während nach Thailand (0,2 Mill.; + 8,4 %), Singapur (0,2
Mill.; + 10,8 %) und Indien (0,2 Mill.; + 1,1 %) mehr Passagiere als
in der Sommerreisesaison 2000 flogen.

  Im innerdeutschen Luftverkehr (12,0 Mill.) reisten 6,3 % weniger
Passagiere als von April bis Oktober 2000.

  Die vollständige Pressemitteilung, incl. Tabelle, ist im
Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes unter www.destatis.de
zu finden.

Weitere Auskünfte erteilt: Roland Fischer,
Telefon: (0611) 75-2115,
E-Mail: luftverkehr@destatis.de



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