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Statistisches Bundesamt

79% mehr erzieherische Hilfen von 1991 bis 2006

Wiesbaden (ots)

Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes
(Destatis) haben im Jahr 2006 in Deutschland mehr als 651 000 junge 
Menschen im Alter bis zu 26 Jahren erzieherische Hilfe in Anspruch 
genommen. Das waren 11% oder 66 000 mehr als 2001 und 79% oder 
288 000 mehr als 1991, dem Jahr, in dem das neue Kinder- und 
Jugendhilfegesetz in Kraft getreten ist.
Unter dem Stichwort "erzieherische Hilfe" erhalten junge Menschen 
und Familien bei persönlichen Schwierigkeiten und Konflikten im 
sozialen Umfeld verschiedene pädagogische Hilfen und Förderungen. Das
Spektrum der Unterstützung reicht von Erziehungsberatung über 
Erziehungsbeistände und soziale Gruppenarbeit, sozialpädagogische 
Familienhilfe und Tagesgruppenerziehung bis zur Vollzeitpflege in 
einer anderen Familie und Heimerziehung. 28 von 1 000 jungen Menschen
dieser Altersgruppe nahmen im Jahr 2006 eines dieser Hilfeangebote 
wahr, mehr als doppelt so viele wie 1991 (13 von 1 000).
Ziel der Kinder- und Jugendhilfe ist es, den jungen Menschen einen
Verbleib in der Familie zu ermöglichen. So wurden 2006 fast drei 
Viertel der Hilfen innerhalb der Familie (ambulant) durchgeführt, 4% 
teilstationär und 23% stationär. Der Anteil der ambulanten Hilfen 
stieg gegenüber 1991 um 17 Prozentpunkte an, während der Anteil der 
stationären Hilfen in derselben Größenordnung abnahm.
Insgesamt nahmen mehr Jungen als Mädchen erzieherische Hilfen in 
Anspruch. Die Geschlechterverteilung variierte 2006 zwischen 50:50 
bei der Vollzeitpflege in einer anderen Familie und einem Anteil von 
75% männlicher junger Menschen bei der sozialen Gruppenarbeit.
Eine zusätzliche Tabelle enthält die Online-Fassung dieser 
Pressemitteilung unter www.destatis.de.
Weitere Auskünfte gibt:
Zweigstelle Bonn,
Dorothee von Wahl,
Telefon: (01888) 644-8167,
E-Mail:  jugendhilfe@destatis.de

Rückfragen an obigen Ansprechpartner oder an:

Statistisches Bundesamt
Telefon: (0611) 75-3444
E-Mail: presse@destatis.de

Original-Content von: Statistisches Bundesamt, übermittelt durch news aktuell

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