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28.08.2018 – 10:00

TÜV Rheinland AG

TÜV Rheinland: Ruhepausen einlegen - Burnout vermeiden
Arbeitssituation und Persönlichkeit bedingen Burnout-Erkrankung
Wertschätzung von Vorgesetzten fördert die Motivation

Köln (ots)

Mal abschalten von der Arbeit, eine Ruhepause einlegen: für manche Arbeitnehmer undenkbar. Wer gefährdet für einen Burnout ist oder bereits akut am Erschöpfungssyndrom leidet, für den sind Ruhe und Erholung Fremdwörter - der Leistungsdruck hat diese Menschen fest im Griff. "Firmen können viel dafür tun, um das Erkrankungsrisiko in der Belegschaft möglichst gering zu halten", so Iris Dohmen. Die Betriebspsychologin von TÜV Rheinland kennt die Denkmuster gefährdeter Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und Führungskräfte und weiß, wie Unternehmen Anzeichen des Erschöpfungssyndroms in der Belegschaft erkennen und lindern können.

Führungskräfte gefordert

Neben einer gleichmäßigen Arbeitsverteilung über alle Mitarbeiter sind die einfachsten Mittel der Prävention gegenseitige Wertschätzung und eine intakte Kritikkultur. Führungskräfte sollten ihren Mitarbeitern regelmäßig Feedback geben, Konflikte ansprechen sowie Pausen und Regenerationsphasen zulassen. Wer Leistung fordert, aber die Befindlichkeiten der Belegschaft ignoriert, riskiert die psychische Abnutzung der Mitarbeiter. Für die eigene Gesundheit rät Dohmen Führungskräften, die gefährdet für eine Überlastung sind: "Bewusst Zeit für Pausen und Ruhezeiten nehmen. Hilfreiche Strategien, um gesund zu bleiben, sind auch: Abstand zulassen und die Fähigkeit, auch mal nein zu sagen."

Aus Leistungslust wird Leistungsdruck

Burnout ergibt sich nicht nur durch private oder berufliche Umstände, auch die eigene Persönlichkeit spielt eine große Rolle. So sind vor allem perfektionistische und ehrgeizige Menschen mit strenger Arbeitsmoral gefährdet. Leistungsdruck durch familiäre Prägung oder Vorgesetzte und fehlender sozialer Ausgleich können bei extrem leistungsbereiten Mitarbeitern zu einer Erschöpfungsspirale führen. Pausen und Ruhephasen werden als etwas Schlechtes empfunden und das Diensthandy wird auch am Feierabend und im Urlaub gecheckt. Die Folge sind Konzentrationsschwierigkeiten und hohe Infektanfälligkeit, auch Zynismus kann ein Anzeichen zunehmender Erschöpfung sein.

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