TÜV Rheinland AG

Autoverkauf ins Ausland: Sicherer Weg per Ausfuhrkennzeichen
TÜV Rheinland: Schecks können auch nach Wochen noch platzen
Niemals eigene Daten per E-Mail preisgeben

Köln (ots) - Das klingt nach einem guten Geschäft. Der Interessent für die leicht betagte Luxuslimousine feilscht nicht, akzeptiert sofort den geforderten Preis. Zahlen will er per Scheck. Wirklich ein guter Deal? "Spätestens jetzt müssen beim Verkäufer alle Alarmanlagen angehen", mahnt TÜV Rheinland-Kraftfahrtexperte Hans-Ulrich Sander zur Vorsicht: "Solche Geschäfte nur gegen Barzahlung abwickeln oder den endgültigen Zahlungseingang auf dem Konto abwarten, bevor eine Herausgabe des Fahrzeuges und aller Unterlagen erfolgt." Der Grund für diese Absicherung ist eine beliebte Masche bei Gaunern, die mit Lockangeboten über dem Kaufpreis Sicherheit vortäuschen. Der überhöhte Differenzbetrag soll dann bei Fahrzeugübergabe an einen Mittelsmann bar zurückgezahlt werden. Wenn dann der Scheck platzt, sind Auto und Geld bereits über alle Berge und in den meisten Fällen für immer verloren. "Außerdem beim Autoverkauf niemals Kfz-Papiere oder Ausweisdokumente per E-Mail versenden, denn häufig wollen Betrüger damit lediglich an die Daten für kriminelle Machenschaften herankommen", erklärt Hans-Ulrich Sander.

Ein weiterer wichtiger Tipp: Generell Geschäfte mit Unbekannten nie alleine machen und sich nie auf fremdem und abgelegenem Terrain zum Besichtigungstermin treffen. Zur Probefahrt niemals den Wagen einfach so überlassen: Der Verkäufer sollte mitfahren, vorher immer den Ausweis des Interessenten kopieren und hinterlegen sowie dessen Gesicht fotografieren, um notfalls nachweisen zu können, wer den Wagen übernommen hat - selbst wenn auch dann ein Restrisiko bleibt, denn die Papiere könnten schließlich gefälscht sein.

Auf Nummer sicher geht, wer nach dem Verkauf zusammen mit einem Zeugen und dem Käufer das Geld zur Bank bringt, um Blüten auszuschließen. Anschließend bei der Zulassungsstelle das Fahrzeug abmelden oder auf den neuen Eigentümer ummelden. Der neue Besitzer kann auch ein zeitlich befristetes Ausfuhrkennzeichen beantragen, wenn der Wagen ins Ausland überführt werden soll. Benötigt werden dazu ein Ausweis des Käufers und ein Versicherungsnachweis, den zu diesem Zweck auch deutsche Versicherungen ausstellen. "Der Verkäufer ist somit auch nicht mehr haftbar für eventuelle Verkehrsverstöße durch den Käufer bei der Überführung des Fahrzeugs", betont TÜV Rheinland-Fachmann Hans-Ulrich Sander.

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