TÜV Rheinland AG

Barrierefreies Wohnen: Hilfen beim Umbau
Demografischer Wandel erhöht Bedarf an barrierefreien Wohnungen
TÜV Rheinland-Zertifikat "Fachplaner für barrierefreies Bauen"

Köln (ots) - Eine Behinderung, ein Unfall oder das steigende Alter: Es gibt zahlreiche Gründe, weshalb Menschen in ihrer Bewegungsfähigkeit eingeschränkt oder auf einen Rollstuhl angewiesen sind. Für sie ist es wichtig, dass öffentliche Gebäude, vor allem aber auch die eigenen vier Wände so ausgestattet sind, dass sie sich darin problemlos bewegen können. "Barrierefrei" heißt das im Fachjargon. Notwendig dafür sind ausreichend breite Türen, keine Schwellen, keine Stufen, im Bad keine Badewanne, deren Rand man erst überwinden muss, sondern eine ebenerdige Dusche. Und eine Toilette mit erhöhtem Sitz. Wer seine Wohnung oder sein Haus entsprechend umrüsten will oder einen Neubau plant, sollte sich Expertenrat einholen. Das Zertifikat "Fachplaner für barrierefreies Bauen", das der TÜV Rheinland ausstellt, macht Betriebe kenntlich, die für diese Aufgabe geschult sind. "Fachplaner für barrierefreies Bauen sollten nicht nur Erfahrung im barrierefreien Umbauen haben, sondern sie müssen auch in der Lage sein, die baulichen Maßnahmen entsprechend dem individuellen Krankheitsbild des Betroffenen umzusetzen", so Michael Reichmann vom TÜV Rheinland.

Barrierefreiheit ist nicht nur für Menschen im Rollstuhl wichtig. Auch für Blinde und stark Sehbehinderte sowie für die immer größer werdende Gruppe alter Menschen ist neben einer eindeutigen Struktur in der Möblierung das barrierefreie Wohnen eine große Erleichterung. Es ermöglicht auch bei Pflegebedürftigkeit ein Wohnen zu Hause. Die eigenen vier Wände barrierefrei umzurüsten kostet Geld. Zuschüsse bis zu 2.557 Euro zahlt auf Antrag nach entsprechender Genehmigung die Pflegeversicherung für "Maßnahmen zur Wohnumfeldverbesserung" nach § 40 Abs. 4 SGB XI, sobald die Pflegestufe des Betroffenen festgestellt worden ist. Wer Rat und Hilfe beim Bau oder Umbau von barrierefreien Wohnungen sucht, sollte sich an ausgewiesene Fachleute wenden. Architektenkammern und Wohnungsberatungsstellen für ältere und behinderte Menschen geben Hinweise auf geeignete Planer.

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