Das könnte Sie auch interessieren:

Premiere des SUPER COMMUNICATION LAND by news aktuell morgen in Hamburg

Hamburg (ots) - Morgen startet die dpa-Tochter news aktuell ihr neues Event-Format SUPER COMMUNICATION LAND ...

ÖKO-TEST überprüft für Gratis-Test erstmals 400 Produkte / Unser Testurteil zu allen wichtigen Zahncremes jetzt exklusiv online

Frankfurt am Main (ots) - Fünf Zahnpastatuben verbraucht jeder von uns durchschnittlich im Jahr. Stolze 734 ...

Hackerbay schließt Büros in Silicon Valley und Singapur - Deutsche Weltkonzerne erfordern volle Aufmerksamkeit

Berlin (ots) - Das Berliner Vorzeige-Startup Hackerbay schließt seine Standorte in Palo Alto und Singapur mit ...

15.04.2008 – 11:00

TÜV Rheinland AG

Opiate im Straßenverkehr: Sicher am Steuer trotz Schmerzmitteln
Ärztliche Zustimmung zum Auto fahren einholen
Fahrt gut vorbereiten
Im Zweifel Fahrzeug stehen lassen

Köln (ots)

In Deutschland leiden immer mehr Menschen an akuten und chronischen Schmerzen. Opiate helfen dabei, mittelstarke bis starke Nervenschmerzen, wie schwere rheumatische Beschwerden oder Tumorschmerzen, zu mildern. Sie beeinträchtigen jedoch die eigene Leistungsfähigkeit. Das kann verheerende Folgen haben, vor allem im Straßenverkehr, wo Autofahrer oft blitzschnell reagieren müssen: "Zu Beginn einer Schmerzmitteltherapie, wenn ein Patient auf ein Opiat eingestellt wird, treten häufig Nebenwirkungen wie Konzentrationsschwäche, Kreislaufreaktionen, Sehstörungen, oder Müdigkeit auf, die die Wahrnehmung beeinträchtigen", warnt Dr. Christiane Weimann-Schmitz, verkehrsmedizinische Gutachterin von TÜV Rheinland. "Deshalb dürfen Betroffene in dieser Einstellungsphase oder bei größeren Dosiskorrekturen auf keinen Fall Auto fahren." Achtung: Auch zusätzlicher Alkoholkonsum oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten können die Leistungsfähigkeit beeinflussen.

Ein generelles Fahrverbot für Schmerztherapiepatienten gibt es aber nicht. "Nach der Einstellungsphase dürfen sie ein Fahrzeug führen, müssen ihre Fahrtauglichkeit aber immer mit ihrem behandelnden Arzt klären", sagt Dr. Weimann-Schmitz. "Dieser ist verpflichtet, seine Patienten genau über die Opiatwirkung aufzuklären und seine Zustimmung zum Auto fahren zu dokumentieren." Vorraussetzungen für die Zustimmung: ein guter Allgemeinzustand, Zuverlässigkeit in der Einnahme sowie ein stabiler Therapieverlauf. "Wer möchte, kann auch eine unverbindliche Leistungsüberprüfung bei TÜV Rheinland machen", so die Expertin. Weiterhin rät sie Schmerzpatienten, mögliche Unfallsituationen von vornherein zu umgehen. "Am besten sie bereiten längere Fahrten gut vor, steigen nicht bei schlechten Sichtverhältnissen ins Auto und meiden verkehrsstarke Zeiten, wie zum Beispiel den Feierabendverkehr."

Kommt es dennoch zu einem selbst verschuldeten Unfall, sind Schmerzpatienten gesetzlich nicht dazu verpflichtet, ihre Medikamente gegenüber der Polizei oder der Versicherung anzugeben. "Die Polizei darf allerdings eine Blutentnahme veranlassen, die eventuell ein rechtsmedizinisches Gutachten nach sich zieht", so Dr. Weimann-Schmitz. "Im schlimmsten Fall drohen dem Patienten dann der Verlust des Versicherungsschutzes, ein Bußgeld oder sogar der Entzug des Führerscheins." Deshalb gilt: Herrscht Unklarheit über die Folgen der Medikamenteneinnahme, besser das Auto stehen lassen und auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen.

Ihr Ansprechpartner für redaktionelle Fragen:


Hartmut Müller-Gerbes, Presse, Tel.: 0221/806-2657
Die aktuellen Presseinformationen erhalten Sie auch per E-Mail über
presse@de.tuv.com sowie im Internet: www.tuv.com/presse

Original-Content von: TÜV Rheinland AG, übermittelt durch news aktuell

Alle Meldungen
Abonnieren Sie alle Meldungen von TÜV Rheinland AG
  • Druckversion
  • PDF-Version

Themen in dieser Meldung

Weitere Meldungen: TÜV Rheinland AG