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21.11.2019 – 10:23

ImmobilienScout24

WirtschaftsWoche Städteranking 2019: Berlin erstmals dynamischste Stadt Deutschlands, ostdeutsche Städte uneinheitlich

WirtschaftsWoche Städteranking 2019: Berlin erstmals dynamischste Stadt Deutschlands, ostdeutsche Städte uneinheitlich
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Datenanalyse von WirtschaftsWoche und ImmobilienScout24

Städteranking 2019: Berlin erstmals dynamischste Stadt Deutschlands, ostdeutsche Städte mit uneinheitlicher Entwicklung, Autostädte sacken deutlich ab

Berlin, 21. November 2019. Wo stehen die deutschen Großstädte in puncto Standortqualität, Wirtschaftskraft und Zukunftsperspektive? WirtschaftsWoche und ImmobilienScout24 haben dafür im Städteranking 2019 alle 71 kreisfreien Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern unter die Lupe genommen. Im Zukunftsindex verteidigt Darmstadt den ersten Platz, München liegt erneut im Niveauranking vorn. Im Dynamikranking erobert Berlin den ersten Rang. Die Autostädte Wolfsburg und Ingolstadt rutschen deutlich ab. 30 Jahre nach dem Mauerfall finden sich Leipzig und Jena in sehr guter Verfassung. Das Ruhrgebiet bleibt wirtschaftlich schwach, während Süddeutschland weiter zulegt.

In Zusammenarbeit mit der WirtschaftsWoche und ImmobilienScout24 hat das Institut der deutschen Wirtschaft Köln seinen jährlichen großen Städtetest erhoben. Die Analyse setzt sich aus drei Teilbereichen zusammen. Das Niveauranking vergleicht die Ist-Werte von 52 Einzelindikatoren, also die aktuelle Situation. Das Dynamikranking untersucht die Veränderung von 36 Indikatoren in einem Zeitraum von fünf Jahren. Darin zeigen sich Chancen für Städte mit schlechter Ausgangslage. Hinzu kommt ein Zukunftsindex. Dieser umfasst 13 Indikatoren rund um Innovation, Kreativität und Digitalisierung und zeigt, wie weit die Städte auf dem Weg ins digitale Zeitalter vorangekommen sind.

"Unsere gemeinsame Datenanalyse mit dem Institut der deutschen Wirtschaft und der Wirtschaftswoche zeigt die Verschiebungen im Gefüge der Großstädte und deren teilweise starke Abhängigkeit von einzelnen Wirtschaftszweigen wie der Autoindustrie. Im Jubiläumsjahr des Mauerfalls nimmt Berlin erstmals den ersten Platz im Dynamik-Ranking ein. Auch Leipzig und Jena entwickeln sich erfreulich im Gegensatz zu den Autostandorten.", kommentiert Dr. Thomas Schroeter, Geschäftsführer von ImmobilienScout24.

Beat Balzli, Chefredakteur der WirtschaftsWoche, ergänzt: "Das Städteranking ist auch ein Gradmesser für die Managementqualität im Kommunalbereich. Die Aufsteiger zeigen, wie sich die Fokussierung auf die Standortattraktivität für eine Metropole auszahlen kann."

Das Niveauranking zeigt die Krise der deutschen Autoindustrie

Klassische Auto- und Industriestädte sind im Niveauranking im Vergleich zum Vorjahr deutlich abgerutscht. Ingolstadt fällt von Rang 2 auf 4, Wolfsburg von 5 auf 7. Wesentlicher Grund: Ihre Steuerkraft hat sich im Vergleich zu 2012, dem Jahr der Hochkonjunktur in der Automobilindustrie, deutlich verschlechtert. Während sie im Durchschnitt über alle Städte in den letzten fünf Jahren um knapp 200 Euro je Einwohner stieg, ist sie in Wolfsburg und Ingolstadt gefallen - am deutlichsten in Wolfsburg um 176 Euro je Einwohner.

München verteidigt den ersten Platz im Niveauranking zum siebten Mal in Folge. Erlangen klettert von Platz 4 auf 2, den dritten Rang belegt erneut Stuttgart. Verbessert haben sich Frankfurt am Main (von 6 auf 5) und Hamburg, das von Platz 11 im Vorjahr wieder auf Rang 9 in die Top Ten zurückgekehrt ist. Regensburg steigt von Platz 7 auf 6 auf, Würzburg verteidigt Rang 10 sowie Ulm Platz 8. Am unteren Ende der Tabelle verharren Bremerhaven auf Rang 69 sowie die Ruhrgebietsstädte Herne auf Platz 70 und Gelsenkirchen auf dem Rang 71.

Medical Valley Mittelfranken

Der Städtetest 2019 zeigt die Stärke von Mittelfranken. Hier ist ein neues wirtschaftliches Kraftzentrum entstanden. Erlangen (Platz 2) bekommt Unterstützung von den Nachbarstädten Nürnberg und Fürth. Eine gemeinsame Stärke ergibt sich aus dem gesunden lokalen Arbeitsmarkt. Die Arbeitsplatzversorgung ist in Erlangen (Platz 11), Nürnberg (Platz 7) und Fürth (Platz 5) sehr hoch. Jeweils mehr als 70 Prozent der Erwerbsfähigen sind beschäftigt. Überdurchschnittlich viele Beschäftigte arbeiten im prosperierenden Gesundheits- und Sozialwesen, nicht umsonst ist die Region bekannt als Medical Valley.

Weitere Anzeichen für eine steigende Attraktivität der Region lassen sich mit einem Blick auf die Dynamik des Immobilienmarkts ableiten. Bei der Entwicklung der Mietpreise auf ImmobilienScout24 platzieren sich Nürnberg (Platz 6, +28,4 Prozent seit 2014) und Fürth (Platz 12, + 24,4 Prozent seit 2014) vor Metropolen wie Frankfurt und Köln (jeweils +22 Prozent). Preissteigerungen reflektieren eine gestiegene Nachfrage - für immer mehr Menschen wird es attraktiv, in den mittelfränkischen Großstädten zu leben.

30 Jahre nach dem Mauerfall: Berlin erstmals dynamischste Stadt Deutschlands, Leipzig in Top Ten

Im Dynamikranking hat sich einiges getan. Den ersten Platz erobert Berlin. 30 Jahre nach dem Mauerfall führt die Hauptstadt erstmals dieses Ranking an und ist die dynamischste Großstadt der Republik. Berlin hat vor allem am Immobilien- und Arbeitsmarkt eine außerordentliche Dynamik entfaltet. In den sechs Jahren von 2012 bis 2017 sind rund 250.000 Menschen mehr nach Berlin gezogen als abgewandert sind. Das entspricht einer mittleren Großstadt und hat die Nachfrage stark verschärft. Nirgendwo zogen die Mietpreise daher so kräftig an wie in Berlin. Auch die Preise für Eigentumswohnungen wuchsen überdurchschnittlich stark. Leipzig zeigt ebenfalls eine hohe Dynamik. 30 Jahre nach den Montagsdemonstrationen liegt die Stadt auf Rang 9 der dynamischsten Großstädte Deutschlands.

Auf dem 2. Platz landet München, gefolgt von Fürth - die Stadt hat einen Satz von Rang 11 auf 3 gemacht. Vom 9. auf den 4. Platz klettert Regensburg, Frankfurt am Main büßt einen Rang ein und liegt nun auf dem 5. Platz. Heilbronn (von 7 auf 6), Nürnberg (von 10 auf 7), Augsburg (8) sowie Würzburg (von 6 auf 10) komplettieren die Top Ten. Tief gefallen sind die Autostädte: Ingolstadt von Rang 3 in 2018 auf Platz 39, Wolfsburg von Platz 5 auf Tabellenplatz 49. Die Schlusslichter des Dynamikrankings bilden die Ruhrgebietsstädte Hagen auf Platz 69, Duisburg auf Platz 70 sowie das niedersächsische Salzgitter auf Platz 71.

Darmstadt führt weiterhin den Zukunftsindex an

Erneut auf Platz 1 des Zukunftsindex liegt Darmstadt. Das liegt insbesondere am Engagement des Chemiekonzerns Merck in der Stadt. Merck beschäftigt rund 11.000 Mitarbeiter in Darmstadt und engagiert sich in zahlreichen Forschungskooperationen vor Ort. Den zweiten Platz nimmt nun München ein (Vorjahr: 4), Erlangen rutscht von 2 auf 3, Stuttgart von 3 auf 4 und Jena springt von 7 auf 5. In Jena macht sich die Ansiedlungspolitik mit Forschungsinstituten offenbar bezahlt: Die Stadt sticht mit einer Akademikerquote von 32,5 Prozent aller Beschäftigten als Hoffnungsschimmer aus den weitgehend stagnierenden ostdeutschen Großstädten heraus. Trotz Autokrise kann Ingolstadt im Zukunftsranking den 6. Rang verteidigen, Wolfsburg rutscht von 5 auf 7 ab. Karlsruhe behauptet sich auf dem 8. Platz, gefolgt von Heidelberg (von 10 auf 9) und Regensburg (von 9 auf 10).

Teilranking Immobilienmarkt

Nirgendwo zogen die Mietpreise in den vergangenen fünf Jahren so stark an wie in Berlin. Von 2014 bis 2019 stiegen sie um 37,5 Prozent (Durchschnitt der Städtetest-Großstädte: 18,9 Prozent). Auch die Preise für Berliner Eigentumswohnungen entwickeln sich sehr dynamisch und kletterten um 77,1 Prozent (Durchschnitt: 46,5 Prozent). Nur in Augsburg wuchsen die Preise für Eigentumswohnungen mit 81,0 Prozent noch mehr. Leipziger Eigentumswohnungen stehen auf Rang 3 mit einer Preissteigerung von 74,4 Prozent in fünf Jahren. Die geringsten Preissteigerungen erlebten Cottbus mit 24,3 Prozent sowie die beiden Ruhrgebietsstädte Gelsenkirchen mit 21,5 Prozent und Hagen mit 16,3 Prozent.

Über das Städteranking

Im Auftrag von WirtschaftsWoche und ImmobilienScout24 hat das Institut der deutschen Wirtschaft Köln den umfangreichen Leistungscheck durchgeführt. Unter die Lupe genommen wurden die 71 deutschen kreisfreien Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern. Über 100 Indikatoren aus den Bereichen Wirtschaftsstruktur, Arbeitsmarkt, Immobilienmarkt, Lebensqualität und Zukunftsfähigkeit gingen in die Bewertung ein. Das Ranking setzt sich aus drei Komponenten zusammen: Das Niveauranking bildet die Wirtschaftskraft der Städte ab. Es vergleicht Ist-Werte ausgewählter Kennziffern, wie etwa die aktuelle Zahl der Baugenehmigungen. Das Dynamikranking analysiert die Veränderungsraten ausgewählter Indikatoren und zeigt, welche Städte sich in den vergangenen fünf Jahren am besten entwickelt haben. So lässt sich zeigen, welche Stadt sich unabhängig von ihrer ökonomischen Ausgangslage erfreulich entwickelt. Das Zukunftsranking misst die Industrie-4.0-Kompetenz und das Zukunftspotenzial der jeweiligen Stadt. Dazu gehören Faktoren rund um Innovation, Kreativität und Digitalisierung, etwa die Breitbandversorgung oder die Anzahl der Hochschulabsolventen in den MINT-Fächern. Da die positive Entwicklung eines Standortes nicht ohne Effekte auf die Immobilienpreise bleibt, ergänzt eine umfassende Miet- und Kaufpreisanalyse von ImmobilienScout24 das Städteranking. Die ausführlichen Ergebnisse stehen unter www.wiwo.de/staedteranking zur Verfügung.

Über WirtschaftsWoche

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Über Institut der deutschen Wirtschaft Köln Consult GmbH

Die IW Consult Köln steht seit 1998 für umfassende wissenschaftliche Expertise im Bereich der Branchen- und Regionalanalysen, dem Bewerten von Standortfaktoren und Zukunftstrends sowie der Formulierung von Lösungen für die wirtschaftliche Entwicklung von Unternehmen und Regionen. Die IW Consult selbst greift auf Erfahrungen aus über 100 Regional- und Branchenanalysen zurück. Seit 2004 wird regelmäßig ein Ranking der deutschen Großstädte in der WirtschaftsWoche veröffentlicht. Nähere Informationen unter www.iwconsult.de

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