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Blühende Landschaften?
Wohnungsmarkt in Ostdeutschland ist 20 Jahre nach der Einheit geprägt von deutlichen Gewinner- und Verliererregionen (mit Bild)

Aktuelle Immobilienpreise in den neuen Bundesländern. Für die Untersuchung der Kaufpreise in den neuen Bundesländern wurden über 900.000 Wohnungen und Häuser analysiert, die im Zeitraum vom 01.01.2009 bis zum 30.06.2010 bei ImmobilienScout24 inseriert waren. Die Verwendung dieses Bildes ist für... mehr

Berlin (ots) - Gesunder Wohnungsmarkt, aber auch trister Leerstand: Preise und Mieten für Wohneigentum in den neuen Bundesländern weisen 20 Jahre nach der deutschen Einheit enorme regionale Unterschiede auf. Während sich städtische Gebiete vielerorts positiv entwickelt haben, liegen die Immobilienmärkte in den ländlichen Regionen Ostdeutschlands oft brach. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Analyse der Miet- und Kaufpreise von ImmobilienScout24, Deutschlands größtem Immobilienportal.

Bei den Quadratmeterpreisen für Immobilien von Mecklenburg bis Sachsen zeichnet sich ein eindeutiges Bild: In den Städten, wie Berlin, Potsdam, Jena und Dresden, sowie in attraktiver Lage, insbesondere an der mecklenburgischen Ostseeküste, kostet Wohneigentum heute mindestens doppelt so viel wie auf dem Land. Spitzenreiter bei den Immobilienpreisen ist Potsdam. Dort kostet der Quadratmeter im Schnitt schon über 2.100 Euro. In den ländlichen Regionen, vor allem Sachsen-Anhalts und in Teilen Thüringens, liegen die durchschnittlichen Quadratmeterpreise hingegen deutlich unter 900 Euro. Mancherorts wird hier die Marke von 700 Euro bereits unterschritten. Lediglich im östlichen und südlichen Brandenburg liegt das Preisniveau noch etwas höher.

Diese Situation spiegelt sich auch im ostdeutschen Mietmarkt wider. Auch hier zählen vor allem die urbanen Regionen zu den Gewinnern. Während auf dem Land die durchschnittlichen Angebotsmieten vielerorts weit unter 5 Euro liegen, wird in manchen Städten die Sieben-Euro-Marke deutlich überschritten. Im direkten Städtevergleich sind Jena, Potsdam, Falkensee, Greifswald und Radebeul die Top-Fünf bei den Mietpreisen in den neuen Bundesländern. Spitzenreiter ist Jena. Dort werden derzeit bei einer Neuvermietung durchschnittlich 7,69 Euro pro Quadratmeter fällig, in Potsdam müssen Mieter mit 7,53 Euro rechnen.

"20 Jahre nach der deutschen Einheit zählen vor allem die Städte zu den deutlichen Gewinnerregionen. Auf dem Land hingegen kann von blühenden Landschaften vielerorts keine Rede sein", urteilt Michael Kiefer, Leiter Immobilienbewertung bei ImmobilienScout24. "Viele ländliche Regionen in den neuen Bundesländern haben in den letzten beiden Jahrzehnten einen oft schmerzhaften Strukturwandel durchlebt. Die hohe Arbeitslosigkeit hat zu einem Rückgang der Bevölkerung geführt, der sich katastrophal auf die betroffenen Immobilienmärkte auswirkt. Ein weiterer Preisverfall ist dort nicht auszuschließen."

Für die aktuelle Untersuchung der Miet- und Kaufpreise in den neuen Bundesländern wurden über 900.000 Wohnungen und Häuser analysiert, die im Zeitraum vom 01.01.2009 bis zum 30.06.2010 bei ImmobilienScout24 inseriert waren.

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