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ARD-Intendanten stimmen Gründung des Deutschen Auslandsfernsehens zu

    Baden-Baden/Köln (ots) - Der Gründung eines gemeinsamen Deutschen Auslandsfernsehens haben die ARD-Intendanten auf ihrer heutigen Tagung in Baden-Baden im Grundsatz zugestimmt. Der Sender wird öffentlich-rechtliche Qualitäts-Programme wie Nachrichten und Informationen aus Deutschland, Dokumentationen, Musiksendungen, Unterhaltung  und  fiktionale Sendungen bieten. Unter dem Dach der Deutschen Welle (DW) ist  neben der ARD auch das ZDF an dem neuen deutschsprachigen Auslandskanal beteiligt. Der Start ist für Anfang 2002 vorgesehen. "Mit dem Auslandsfernsehen leisten wir einen wichtigen Beitrag zur medialen Präsenz Deutschlands in der Welt. Dabei spielen wir unsere Stärken als öffentlich-rechtlicher Sender aus und bringen unsere besten Marken mit, von der "Tagesschau" bis zu "Boulevard Bio", vom "Tatort" bis zum anspruchsvollen Fernsehfilm, von den politischen Magazinen bis zu Reportagen und Themen aus der Wirtschaft," so der ARD-Vorsitzende Fritz Pleitgen.

    Es ist beabsichtigt, den neuen Auslandskanal weltweit zu verbreiten. Im Rahmen der Finanzierbarkeit und der optimalen Erreichbarkeit der Zielgruppen wird die freie Empfangbarkeit des Kanals angestrebt. In Gebieten mit besonderen Marktbedingungen kann auch auf alternative Verbreitungsformen zurückgegriffen werden.

    Dies gilt beispielsweise für Nordamerika, wo eine relevante Verbreitung nur per Pay TV möglich ist. Der Kanal sendet drei achtstündige Programme rund um die Uhr. Der genaue Ablauf wird sich an der jeweiligen Prime Time der Verbreitungsgebiete orientieren.

    Der Intendanten-Beschluss steht unter dem Vorbehalt, dass das Projekt vollständig vom Bund finanziert wird. Die entsprechenden Mittel für 2002 sollen mit den Haushaltsberatungen im Herbst dieses Jahres zur Verfügung gestellt werden. Gebührengelder werden nicht in das Auslandsfernsehen fließen.  Das ebenfalls vom Bund  finanzierte bereits vorhandene mehrsprachige Auslandsprogramm der DW wird es weiterhin geben.


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