Mercedes-Benz

Wenn das Auto zum Lebensretter wird! Automatischer Notruf eCall ab April EU-weit in allen Neuwagen Pflicht - Mercedes-Benz bietet den Service schon seit 2012 an - MANUSKRIPT MIT O-TÖNEN

Ein Audio

  • mercedes_e-call-allgemeiner-beitrag-frei.mp3
    MP3 - 3,3 MB - 02:24
    Download

Stuttgart (ots) - Anmoderation:

Es ist ein Alptraumszenario: Ein Unfall irgendwo auf einer einsamen Landstraße, das Auto liegt in einem Graben, der Fahrer ist eingeklemmt, womöglich bewusstlos. Eigentlich zählt jetzt jede Minute. Doch weit und breit niemand, der Hilfe holen kann. Genau um so ein Szenario zu vermeiden, führt die EU das Notrufsystem eCall ein. Ab dem 1. April muss dieses System in allen typgeprüften Pkw-Neufahrzeugen eingebaut sein. Bei einem Unfall kann das System manuell durch den Fahrer ausgelöst werden oder es sendet - wenn dieser dazu nicht in der Lage ist - automatisch einen Notruf an die einheitliche europäische Notrufnummer 112. Mercedes-Benz bietet eCall bereits seit Mitte 2012 an - mit dem Unterschied, dass die Notrufe direkt an die Mercedes-Benz Notrufzentrale in Berlin gehen. Und das bringt entscheidende Vorteile, erläutert Andreas Häfner, Teamleiter Produktmanagement Mercedes me connect:

O-Ton Andreas Häfner

112 bedeutet einfach nur, dass ein Notruf direkt an die 112 geht. Unser System ist da deutlich weiterentwickelt: Wir haben einen Notruf, der bei uns im Callcenter eingeht. Wir können die Daten analysieren. Außerdem koordinieren wir dann in der Sprache des Landes auch die Rettungsmaßnahmen mit den Rettungskräften direkt vor Ort. (0:26)

Und egal ob auf der Landstraße zwischen Bad Oldesloe und Ratzeburg oder in der Provence - der Mercedes-Benz eCall funktioniert immer nach demselben Prinzip. Der entscheidende Unterschied ist, dass der Mitarbeiter in der Notrufzentrale mit dem Fahrer immer in dessen Muttersprache kommuniziert. Was in einer Ausnahmesituation wie einem Notfall von größter Bedeutung sein kann:

O-Ton Andreas Häfner

Entscheidend ist die Einstellung der Sprache im Fahrzeug. Wenn ich also als Deutscher zum Beispiel im Ausland unterwegs bin, habe ich in der Regel natürlich die Bediensprache Deutsch eingestellt. Dies ist ein Teil der Information, die wir übertragen und der Callcenter-Mitarbeiter sieht dann: Aha, ein deutsches Fahrzeug, ein deutscher Fahrer und spricht diesen dann direkt auf Deutsch an, um abzuklären, wie schwer der Unfall ist und kann dann aber danach in der Landessprache die Rettungsmaßnahmen koordinieren. Was ein enormer Mehrwert ist, denn in der Regel ist man der Sprache ja nicht so mächtig, wenn man im Ausland ist. Und in so einer Stresssituation tut man sich auch nochmal schwerer. (0:40)

Damit die Notrufzentrale die Rettungsmaßnahmen auch zielführend einleiten kann, werden vom eCall-System die genauen Standortdaten, der Unfallzeitpunkt, die Anzahl der Insassen, die Art des Treibstoffs und sogar die Fahrtrichtung, in der das Fahrzeug steht, übermittelt. Wichtige Informationen, die Leben retten können - die allerdings auch die Datenschützer auf den Plan rufen. Droht uns mit dem System gar der gläserne Autofahrer? Hans-Jürgen Mäurer, Leiter Entwicklung Prüftechnik bei DEKRA, der seit Jahren auf EU-Ebene in die eCall-Entwicklung involviert ist, sagt "NEIN".

O-Ton Hans-Jürgen Mäurer

Die Verkehrsleitzentralen sind ganz verbindlich angehalten, nur die Daten auszuwerten, die sie von dem Fahrzeug bekommen und nach dem Vorfall wieder zu löschen. Ich denke also, es gibt viele andere Themen, bei denen man sich Sorgen machen muss, was Datensicherheit und Datenschutz betrifft, aber bei eCall nicht. Hier besteht keine Gefahr, dass mit den Daten missbräuchlich umgegangen wird. Außerdem ist auch gesetzlich verpflichtend eingeführt, dass die Leitzentralen nicht irgendwelchen beliebigen Leuten Informationen zur Verfügung stellen dürfen. Das heißt also, nicht jeder beliebige Rettungswagen wird dann informiert, sondern es gibt ganz klare Vorgaben, wer wann wo angerufen wird. Das würde sonst zu einer Art Rush Hour zum Unfallort führen und das wird vermieden durch Vorgaben, die da sehr verbindlich sind. (0:46)

Die EU geht davon aus, dass dank des einheitlichen Notfallsystems eCall mehr als 2.500 Menschenleben pro Jahr gerettet werden können, da die Rettungskräfte schneller und auch besser vorbereitet am Unfallort eintreffen. Für Hans-Jürgen Mäurer ist eCall damit definitiv so etwas wie ein digitaler Lebensretter im Auto:

O-Ton Hans-Jürgen Mäurer

Es bringt insgesamt für die Verkehrssicherheit und für die Möglichkeit der Rettung eine ganze Menge. Dazu muss man sagen, eCall ist etwa vor 15 Jahren auf Kiel gelegt und entwickelt worden. Seinerzeit gab es noch ganz wenige Mobiltelefone, jetzt hat man im ganzen Straßenverkehr eine hohe Abdeckung mit Mobiltelefonen. Also eine qualifizierte und fachlich korrekte Information für die Rettungsdienste ist durch den eCall jetzt gegeben. (0:28)

Abmoderation:

Wenn das Auto zum Lebensretter wird. Ab dem 1. April wird das europaweite Notrufsystem eCall, das im Falle eines Unfalls selbstständig die Rettungskräfte alarmiert, in allen neu typgeprüften Wagen Pflicht. Mercedes-Benz bietet einen solchen Emergency Call bereits seit 2012 an.

Pressekontakt:

Ansprechpartner:
Mercedes-Benz, Georg Walthart, 0711 17 99474
Mercedes-Benz, Karin Buchmann, 0711 17 58317
all4radio, Hannes Brühl, 0711 3277759 0

Original-Content von: Mercedes-Benz, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Mercedes-Benz

Das könnte Sie auch interessieren: