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12.11.2013 – 14:00

Mercedes-Benz

Wissenschaftliche Studie der EBS Universität: "Nationalmannschaft ist die vierte Kraft im Staat"und zur Vorbildfunktion der Nationalspieler - INTERVIEW MIT OLIVER BIERHOFF

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München (ots)

Interview mit Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff zu den Inhalten der Studie, zur Verantwortung der Nationalmannschaft in der Gesellschaft

Anmoderation:

Dass die deutsche Fußball-Nationalmannschaft einen festen Platz in unserer Gesellschaft hat, dazu braucht es keine Untersuchung. Wer aber wissen will, ob Nationalspieler Vorbilder sind, ob Mesut Özil mehr Menschen erreicht, als Bundeskanzlerin Angela Merkel, oder welche Rolle die Nationalmannschaft bei der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund spielt, der muss schon wissenschaftlich an das Thema herangehen. Das hat Professor Dr. Sascha Schmidt vom Institut für Sports, Business and Society von der EBS Universität gemacht. Eineinhalb Jahre hat er die Bedeutung und die Entwicklung der Nationalmannschaft in den Jahren 1998 bis Ende 2012 untersucht. Auszüge aus seinen Ergebnissen:

   - Die aktuelle Stärke der Nationalmannschaft ist das Ergebnis 
     eines langjährigen Wandelprozesses
   - Die Nationalmannschaft ist eine sinnstiftende Quelle einer 
     Volks-Identifikation
   - Die "Magie" der Nationalmannschaft generiert sozialen Mehrwert 
     für die Gesellschaft
   - Die Nationalmannschaft verbessert die Integration von Menschen 
     in unsere Gesellschaft 

Nach der Bekanntgabe der Untersuchung haben wir uns mit dem Auftraggeber der Studie, dem Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff, unterhalten:

1. Frage: Herr Bierhoff, was ist für Sie die wichtigste Erkenntnis aus den Ergebnissen der Studie?

Den hohen Stellenwert, den die Nationalmannschaft wirklich im Land besetzt, im sozialen wie im ökonomischen Sinne aber natürlich auch was die Integration betrifft. Man hat das alles, was in der Studie ist ja so ein bisschen gefühlt aber das waren schon starke, prägnante Aussagen von Außenstehenden, wo man einfach gespürt hat, dass die Nationalmannschaft ein fester Bestandteil des Landes ist, eine hohe Bedeutung hat und natürlich auch der Gesellschaft in vielen Bereichen noch Halt gibt. (0:30)

2. Frage: 68 Prozent der Deutschen sagen, dass sie die Nationalspieler als Vorbild sehen, 40 Prozent haben einen Spieler als ihr persönliches Vorbild. Das bedeutet aber auch eine Menge Verantwortung...

Ja, es ist schon bedeutend. Das ist natürlich eine Verpflichtung auch für unsere Nationalspieler, für uns, sich immer entsprechend zu verhalten. Aber, was auch schön ist, dass es jetzt nicht nur ein Teenie-Faktor ist. Bei 10- oder 12-Jährigen könnte man es natürlich verstehen aber das es doch schon über alle Gesellschaftsschichten hinausgeht. Und auch das ist toll, dass selbst Ausländer, die hier leben, die Nationalmannschaft anfeuern, mit ihr leben und sie auch als Möglichkeit sehen, sich in diese Gesellschaft zu integrieren. (0:29)

3. Frage: Die Nationalmannschaft ist ein wichtiger Faktor bei der Integration von Menschen. Zahlen sich hier die Anstrengungen des DFB und seiner Partner in den vergangenen Jahren aus?

Das auf jeden Fall. Ich glaube wir zeigen in den einzelnen Maßnahmen einfach, dass wir uns dieser Verantwortung bewusst sind. Uns freut es dann, wenn Partner, wie Mercedes-Benz, einfach solch einen Preis auch mit hohen Werten irgendwo auch prämieren, dass die Menschen, die diese Aktivitäten durchstarten nicht nur ein Dankeschön bekommen sondern wirklich auch davon profitieren können, durch Geldleistungen oder Sachleistungen. Und das ist auch immer wieder ein Antrieb nicht nachzulassen. (0:26)

4. Frage: Was sagen Sie zur Aussage von Professor Schmidt, "Die Nationalmannschaft ist die vierte Gewalt im Staat"?

Das ist eine wahnsinnige Aussage. Ich habe mich auch nur getraut, die zu sagen, als Verantwortlicher dieser Mannschaft, weil ich jemanden zitiert habe, nämlich den Professor. Es ist natürlich ein bisschen provokant aber man kann auch mit prägnanten Aussagen ein bisschen etwas hervorheben und in dieser Studie war schon deutlich, dass sie eine feste Säule unserer Gesellschaft ist, dass sie ein fester Bestandteil ist und das freut mich natürlich, dass man dies auch immer wieder als Grundlage dafür nutzen kann, dass die Nationalmannschaft stattfinden muss. (0:30)

5. Frage: Die Studie beleuchtet die Jahre von 98 bis Ende 2012 und stellt fest, es wurde mit dem radikalen Umbau der Nationalmannschaft durch Jürgen Klinsmann und Joachim Löw alles richtig gemacht. Wirklich alles?

Fast alles richtig, ja. Die Kurve hat nicht ganz nach oben auf den ersten Platz geführt. Da arbeiten wir natürlich sportlich dran aber meine Aufgabe ist es ja nicht nur, den Sport zu sehen, sondern eben auch die anderen Bereiche und da, denke ich, haben wir hervorragende Arbeit geleistet. (0:14)

Abmoderation:

Oliver Bierhoff im Interview zur wissenschaftlichen Studie "Analyse der Entwicklung und gesellschaftlichen Bedeutung der Fußball-Nationalelf", die heute in den Räumen der Mercedes-Benz Niederlassung München präsentiert wurde.

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