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01.06.2011 – 09:30

Mercedes-Benz AG

ots.Audio: "Die Österreicher glauben nicht an ihre Nationalmannschaft". Franz Beckenbauer zum ewig heißen Duell Österreich gegen Deutschland und zur Kritik an der Terminierung der beiden Quali-Spiele

Ein Audio

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WienWien (ots)

Im EM-Qualifikationsspiel trifft das Team von Joachim Löw am Freitag in Wien auf den Außenseiter

MANUSKRIPT MIT O-TÖNEN FRANZ BECKENBAUER UND AUSSCHNITTEN AUS DER LEGENDÄREN CORDOBA-REPORTAGE VON EDI FINGER

Anmoderation:

Wenn am Freitag die deutsche Nationalmannschaft im EM-Qualifikationsspiel in Wien gegen Österreich antritt, dann trifft der Tabellenerste auf den Tabellenvierten. Die Mannschaft von Joachim Löw hat bisher keinen Punkt abgegeben, hat fünf Siege auf dem Konto und kann sich schon vorzeitig für die Europameisterschaft nächstes Jahr qualifizieren. Die Österreicher dagegen haben zwar aus den ersten drei Spielen sieben Punkte geholt, doch beide Spiele in diesem Jahr gegen Belgien und die Türkei mit 0:2 verloren. Und sie haben damit kaum noch eine Chance 2012 dabei zu sein. Für die Deutschen also leichtes Spiel am Freitag? Franz Beckenbauer ist da skeptisch.

1. O-Ton Franz Beckenbauer

Es ist ein Nachbarschaftskampf. Für die Österreicher geht es praktisch um nichts mehr. Obwohl, wenn sie jetzt alle Spiele gewinnen, hätten sie vielleicht noch eine Chance Zweiter zu werden. Das tun sie aber nicht, denn sie müssen in Deutschland ja auch noch spielen, Türkei auch noch. Also, ich kann mir nicht vorstellen, dass sich da irgendwas Großes ändert. Aber es sind halt Nachbarschaftsduelle, die halt immer dann, wenn der "Kleine" gegen den "Großen" spielt, und der Kleine hat ja dann natürlich den Ehrgeiz, den Großen ein Bein zu stellen. Ich hoffe nicht, dass das passiert. Aber obwohl, die Deutschen können es sich leisten, sie haben ja eine fast makellose Bilanz, sie könnten ein paar Punkte hergeben, um unseren Nachbarn, den Österreichern, zu helfen. (0'42)

Vor dem EM-Nachbarschaftsduell beschwören österreichische Medien zum wiederholten Mal den Geist von Cordoba. 1978 - lang, lang ist's her - gelang der Nationalmannschaft Österreichs bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Argentinien der legendäre 3:2 Sieg gegen Deutschland:

2. O-Ton Original-Reportage Edi Finger (letzte 1'30)

Wenn es um das Thema Fußballduelle Österreich - Deutschland geht, dann ist der Kaiser Experte. Denn Franz Beckenbauer lebt seit vielen Jahren in Österreich. Erst in Kitzbühel, jetzt in Salzburg. Und er bekommt, wenn er morgens zum Bäcker geht oder mal abends am Stammtisch sitzt, natürlich mit, was der Österreicher so von seiner Nationalmannschaft hält:

3. O-Ton Franz Beckenbauer

Die Österreicher haben da so was - ich würd nicht sagen Negatves - aber sie trauen ihrer Mannschaft nicht über den Weg, denn es hat schon oft so Situationen gegeben, wo man gesagt hat, jetzt sind wir dran, jetzt sind wir dran, und genau in dem Moment haben sie dann die Spiele vergeigt. Es war ja auch bei der letzten Runde so, das Spiel gegen Belgien hätte gewonnen werden müssen, um noch dran zu bleiben, das haben sie zu Hause verloren. Damit stehen die Chancen nicht gut, aber sie werden nicht aufgeben. (0'30)

Franz Beckenbauer kennt die österreichischen Ligamannschaften und natürlich auch die österreichischen Nationalspieler. Immerhin fünf Bundesliga-Profis stehen im Aufgebot von ÖFB-Teamchef Dietmar Constantini. Also so schlecht, sagt Franz Beckenbauer, ist Österreich gar nicht:

4. O-Ton Franz Beckenbauer

Die Österreicher haben eine gute Mannschaft, aber was mir so ein bisschen fehlt ist das Zusammenspiel. Es sind sehr gute Einzelspieler und so spielen sie auch. Es ist keine Mannschaft in dem Sinne, und das ist halt das Geheimnis, deswegen ist es ja ein Mannschaftsspiel, da müssen die Mechanismen innerhalb der Mannschaftsteile funktionieren. Das funktioniert in der deutschen Mannschaft sehr gut, bei den Österreichern nur teilweise. (0'25)

Die Österreicher wollen also ihre letzte Chance nutzen, sich doch noch zu qualifizieren und der Mannschaft von Joachim Löw einen heißen Fight liefern. Dagegen sind die deutschen Nationalspieler gar nicht glücklich über die drei Länderspiele drei Wochen nach Ende der Saison. Am Rande der Mercedes-Benz Sternfahrt zum Pokalfinale in Berlin nahm Mercedes-Marken-Repräsentant Franz Beckenbauer auch zu dieser Diskussion Stellung:

5. O-Ton Franz Beckenbauer

Ja, aber das ist die Situation so. Das ist bei den anderen Ländern auch so, die mir ihrer Liga zu Ende sind. Ich glaube an diesem Wochenende macht die italienische zu, die englische. Das ist natürlich unglücklich, wenn man drei Wochen keinen Wettbewerb hat, drei Wochen kein Spiel hat. Gut, ein bisschen Regeneration brauchen die Spieler, aber drei Wochen ist zu viel. Sie kommen natürlich da aus dem Rhythmus, aber wie gesagt, die anderen sind in der gleichen Situation. Man sollte sich mal Gedanken machen, wie man das in der Zukunft handhabt, denn auch teilweise die Länderspiele, diese Doppelveranstaltungen, wo dann die Spieler wieder für 14 Tage weg sind, da musst du wieder in den Vereinsrhythmus hinein. Das ist nicht sehr glücklich, aber die Lösung kenne ich auch nicht. (0'48)

Abmoderation:

Franz Beckenbauer, Mercedes-Benz Marken-Repräsentant, hat am Rande einer Mercedes-Veranstaltung letzte Woche Stellung zur Kritik an der Terminierung der Qualifikationsspiele genommen. Und der Kaiser sagt: Das EM-Qualifikationsspiel Österreich gegen Deutschland am Freitagabend in Wien ist mehr als ein normales Spiel, es ist ein klassisches Nachbarschaftsduell.

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