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04.08.2005 – 17:57

Der Tagesspiegel

Der Tagesspiegel: Inlandspresse/Der Tagesspiegel Berlin meint zur Debatte um Jörg Schönbohms Äußerungen:

    Berlin (ots)

Schönbohm hat mit einem falschen Begriff, dem von der "erzwungenen Proletarisierung", ein ernstes, wichtiges Thema getroffen. In der DDR wurde nicht nur das Bürgertum enteignet oder vertrieben. Die SED hat auch die Arbeiterschaft, das Proletariat, erniedrigt und um die Emanzipation und politische Partizipation betrogen, die es sich in Westdeutschland erkämpfen konnte. Aber die Erklärung für "Verwahrlosung und Gewaltbereitschaft" (Schönbohm) muss auch in der zurückliegenden Diktatur gesucht werden. Dass die Entwicklung nach 1989 wiederum ihren eigenen Anteil daran hat, wird dadurch ja nicht falsch. Schönbohm hat uns darauf gestoßen, dass das ganze Land noch an den Folgen trägt. Befremdlich, dass weder eine ostdeutsche Kanzlerkandidatin noch ein Kanzler, der von unten kommt, zur Sache selbst ein Wort zu sagen haben.

    Inhaltliche Rückfragen richten Sie bitte an: Der Tagesspiegel, Meinung, Telefon 030-26009-444

Der Tagesspiegel Chef vom Dienst Thomas Wurster Telefon: 030-260 09-419 Fax: 030-260 09-622 thomas.wurster@tagesspiegel.de

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