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22.01.2019 – 11:41

HKTDC Hong Kong Trade Development Council

FinTech-Startup bietet KMUs Alternative zum traditionellen Bankkonto

FinTech-Startup bietet KMUs Alternative zum traditionellen Bankkonto
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FinTech-Startup bietet KMUs Alternative zum traditionellen Bankkonto

Wenn man ein disruptives Geschäft aufbauen will, soll man zunächst ein Problem lösen, das traditionelle Akteure in diesem Sektor haben. Davon ist David Rosa, Mitgründer und CEO von Neat, einem disruptiven Hongkonger Finanzservice, überzeugt. Er stellte fest, dass kleinere und mittlere Unternehmen (KMUs) in der Metropole weitgehend durch traditionelle Banken unterversorgt sind. Der Ex-Citibanker und der Hongkonger Technologie Unternehmer Igor Wos schlossen sich daher zusammen, um eine Lösung für deren Bedarf zu finden.

Rosa beschreibt Neat, das sich wegen regulatorischer Vorgaben nicht eine Bank nennen darf, als Alternative zum traditionellen Bankkonto. "Neat ist eine digitale Lösung, bei der autorisierte Kunden einfach und aus der Ferne ein Konto eröffnen können, alles läuft online," so Rosa. Neat wurde 2015 etabliert und hat nach eigener Aussage Kunden aus rund 100 Ländern. Das Unternehmen sei auf einem guten Weg, im ersten Quartal 2019 die Zahl von 10.000 Geschäftskunden zu erreichen. Momentan wachse man monatlich zwischen 30 und 50 Prozent.

Beim ersten Angebot von Neat handelte es sich um ein Produkt für Konsumenten, aber schnell registrierte man den größeren Bedarf für eine finanzielle Eingliederung der Startup Community. "In diesem Feld wollen die Banken nicht spielen, daher laufen wir ihnen davon." Er erläutert, wie Neat die Probleme dieser Kunden, die ein Bankkonto in Hongkong eröffnen wollen, adressiert.

"Unsere rein digitale Lösung verschafft KMUs ein Konto, mit dem sie global Geld erhalten und bezahlen können, sowie eine Debit MasterCard, im Rahmen einer sehr robusten Infrastruktur. Die Hongkonger Regierung hat Neats zwei Patente auf die Methoden und den Zahlungsverkehr gegeben und wir sind die einzige finanzielle Institution, die konform für die Anforderungen von KYC (know your customer/kenne Deinen Kunden) für Individuen und Unternehmen ist."

Erfolgreiche Anmelder brauchen bei Neat keine Gebühren für das Konto selbst zu bezahlen und es gibt keinen Mindestsaldo, so Rosa. Alle Zahlungen laufen über die Xero Abrechnungssoftware, die den KMUs bei der Buchhaltung viel Zeit spart. Ein neuer Service für Unternehmer, der mehr Firmen nach Hongkong bringen soll, bündelt eine Firmengründung mit einem Neat Geschäftskonto. "So muss die Information nur einmal zur Verfügung gestellt werden und der komplette Prozess benötigt nur 10 Minuten," erklärt Rosa.

Ursprünglich hatten die Gründer eine virtuelle Bankenlizenz beantragt, sie aber wieder zurückgezogen, da dieser Prozess für sie unbezahlbar war. "Der minimale Kapitalbedarf sind 38 Millionen USD. In der EU wären es zum Beispiel nur 5,7 Millionen USD." Neat arbeitet mit Investoren Funding und dem Float bei Kundengeldern. Unter derselben Lizenzierung wie das Octopus Zahlkartensystem wird der Float täglich von Neats Bankpartner, der Industrial and Commercial Bank of China, in ein Anderkonto transferiert.

Im Oktober 2018 kam Neat bei einer zweiten Finanzierungsrunde auf den Jahresgesamtbetrag von 5 Millionen USD. Linear Capital, eine Venture Kapital Firma aus Shanghai, führte die letzte 3 Millionen USD Finanzierungsrunde an. Investoren waren zu diesem Zeitpunkt bereits Dymon Asia Ventures, Portag3 Ventures und Sagamore Investments aus Hongkong. "Mit dieser neuen Investition sind wir in der Lage, in den chinesischen Festlandsmarkt zu expandieren. Wir sehen dort mehr junge Unternehmen, die außerhalb ihres Heimatmarktes agieren und wir freuen uns darauf, ihnen unser Neat Angebot zur Verfügung zu stellen," so Rosa.

Aus seiner Sicht ist Hongkong eine logische Wahl für Unternehmen vom Festland, um den internationalen Handel zu starten, und man sei gut positioniert, diese Unternehmer dabei zu unterstützen. "Wir werden die neue Kapitalspritze nutzen, um uns auf weitere Produktfeatures, die Anwerbung neuer Talente und Anpassung des Produkts für den chinesischen Markt zu fokussieren. Neat wird zudem auf die Expertise von Linear Capital in Data Science zurückgreifen, um das datengetriebene Geschäft auszubauen sowie die breite Expertise und das große Netzwerk in diesem Markt zu nutzen," erläutert Rosa.

In welche Richtung soll es insgesamt gehen? "Wachstum, Wachstum und mehr Wachstum," antwortet Rosa. "Derzeit sind wir dabei, ein Büro in Shenzhen zu eröffnen." Da 70 Prozent der Neat Kunden aus dem E-Commerce kommen - sie verkaufen auf dem chinesischen Festland produzierte Waren im Internet - wird ein Fuß im dortigen Markt Neat helfen, ist David Rosa überzeugt.

Ansprechpartner für die Redaktion:

Christiane Koesling
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