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Neue Medien und Schule: Experten blicken in die Zukunft / Delphi-Studie der Cornelsen Stiftung Lehren und Lernen

    Berlin (ots) - Schule im Jahr 2010: Ersetzen Laptops das
Schulbuch? Wird der Lehrer zum Online-Tutor? Nur wer sich Gedanken
über die Zukunft macht, kann sie aktiv mitgestalten. Die Cornelsen
Stiftung Lehren und Lernen stellt daher eine Delphi-Studie zur
zukünftigen Entwicklung von Lehr- und Lernmedien vor. In einer
Expertenbefragung wurde der Beitrag neuer Medien zur Schulentwicklung
und zur Steigerung der Bildungsqualität erforscht. Für abschließende
Prognosen lädt die Cornelsen Stiftung 100 Experten heute zu einem
Symposium an die Universität Bielefeld ein. Ziel der Delphi-Studie
ist, grundlegende Entwicklungstrends zu ermitteln, um sich auf
mögliche Szenarien vorzubereiten und weiteren Forschungsbedarf zu
definieren.
    
    "Was lernen Schüler künftig wo und mit welchen Medien?" war die
zentrale
    
    Frage, die das Forscherteam um Hochschulprofessoren von sechs
Universitäten Experten aus Forschung, Wissenschaft und Schulpraxis
stellte. Die Befragung umfasst die zentralen Bildungsbereiche: Art
und Nutzung künftiger Bildungsmedien, Veränderungen des Lernortes
Schule, Wandel der Lernprozesse und Kompetenzförderung im Umgang mit
neuen Medien.
    
    Alle Experten erwarten eine deutliche Zunahme neuer Medien im
Unterricht, ob CD-ROM, DVD, Internet oder schulinternes Intranet,
gehen aber von einem wachsenden Medienmix aus. Dabei ist über die
Hälfte der Befragten davon überzeugt, dass das klassische Schulbuch
weiterhin hohe Bedeutung behalten wird. Zentrale Veränderung wird die
Lernkultur erfahren. Mit mehr eigenverantwortlichem Lernen wird eine
zunehmende Vermittlung von Lernmethoden erforderlich. Zu erwarten ist
außerdem ein stärkerer Einfluss der Schüler auf die
Unterrichtsinhalte und eine verstärkte Einbeziehung außerschulischer
Lernorte. Allerdings sehen die Experten hierbei einen hohen
Fortbildungsbedarf bei Lehrerinnen und Lehrern und eine notwendige
Verankerung der neuen Medien in den Lehrplänen. Sie verweisen auf
zahlreiche Schwierigkeiten bei der Veränderung der schulischen
Lernprozesse und äußern sich pessimistisch in Hinblick auf
Entwicklungstempo und die Bereitstellung öffentlicher Mittel.
    
    Für die Studie wurden von Januar 1999 bis Dezember 2001 nach der
Delphi-Methode drei Befragungen durchgeführt. Kennzeichen dieses
Verfahrens ist, dass den Befragten anonym die Einschätzung anderer
Experten vorgelegt wird, so dass jeder seine Meinung vergleichen und
überdenken kann. Die außergewöhnlich hohe Rückmeldequote von 70 % bis
zur dritten Befragungsrunde bezeugt das besondere Forschungsinteresse
beim Einsatz neuer Medien in der Bildung.
    
    Die Cornelsen Stiftung Lehren und Lernen ist eine gemeinnützige
Stiftung, die seit 1978 wissenschaftliche Vorhaben zur Verbesserung
des Bildungswesens fördert. Mit jährlich 150.000 EURO fördert sie die
Entwicklung curricularer Inhalte und deren Umsetzung im Unterricht
und in der Lehrerfortbildung. Neben der Delphi-Studie vergibt sie
u.a. Förderpreise für innovativen Unterricht.
    
ots Originaltext: Cornelsen Verlag
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